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(c) Bloomberg
07.07.2008

Über Telekom, Post und AUA scheiden sich die Geister

Von Bettina Schragl
 
Der "Es reicht"-Sager von Vizekanzler Wilhelm Molterer lässt bei einigen Marktteilnehmern Hoffnung aufkeimen. Telekom Austria und Post, die dringend Lösungen für ihre Beamtenschaft benötigen, um die Kostenflexibilität zu erhöhen, würden im Fall einer konservativ dominierten Regierung wahrscheinlich eher vorankommen. Auch lebt die Vorstellung, dass die ÖVP die Privatisierung bei der Telekom Austria weiter vorantreiben könnte.

Ähnliches gilt für die AUA, die am Anfang eines weiteren Privatisierungsprozesses steht. Die in Aussicht stehenden Neuwahlen können jetzt natürlich all diese Hoffnungen schüren und zu steigenden Kursen führen, was der Telekom-Aktie am Montag kurzfristig wieder über die Marke von 15 Euro verholfen hat.

Andererseits ist aber davon auszugehen, dass heikle Themen, wie die Beamtenagentur oder die Zukunft des nationalen Carriers AUA, auch im Wahlkampf ausgeweidet werden und daher die Unsicherheit anhält. Auch ist alles andere als sicher, dass eine kommende Regierung über derart komfortable Mehrheiten verfügt, dass sie das Wunschszenario der Börsianer für besagte Unternehmen durchziehen kann.

Was die Telekom anbelangt, könnte es durch den Wahlkampf sogar zu einer Verzögerung bei der Beamtenfrage kommen. Denn einige Marktteilnehmer und Analysten hofften, hier bis Jahresende Klarheit zu erhalten.

Aus dem Börse Express vom 7. Juli 2008

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