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(c) Bloomberg
03.07.2008

Big problems for small caps?

Von Bettina Schragl
 
Mut wird nicht immer belohnt. Das bekam Saubermacher-Chef Hans Roth im Jänner dieses Jahres zu spüren, als nach einer Verlängerung der Zeichnungsfrist das IPO abgeblasen wurde. "Ich habe auf den Roadshows zumindest viele interessante Leute kennen gelernt", resümierte er "ohne Gram", wie er sagte, trotz der Summen, die in die Vorbereitung geflossen sind. Davor wollte es schon Breitenfeld nicht billig genug geben - zumindest aus Sicht potenzieller Zeichner.

Dem steirischen Anbieter von Logisitiklösungen Knapp ergeht es nun nicht anders, ein Zeichnungspreis, der (mehr als einen Hauch) über 29 Euro liegt, wäre eine Überraschung. An den Wachstumsplänen des Unternehmens ändert der Verzicht auf die Platzierung alter Aktien nichts, die getätigte Übernahme der schwedischen Moving für 10 Mio. Euro soll refinanziert, weitere Wachstumsinvestments gesetzt werden.

Bleibt ein Minivolumen von um die 30 Mio. Euro, das platziert werden muss. Unicredit, auf die der Grossteil des Underwritings entfällt, und RCB sollten das im Duo wohl schaffen, möchte man meinen. Aber das dachten einige Marktteilnehmer auch schon angesichts des ursprünglichen Volumens.

Das Problem: Viele Institutionelle haben so ganz und gar keinen Risikoappetit, zudem hat sich das Umfeld für Small und Mid Caps nicht verbessert. Goldman Sachs hat jüngst sogar "Big problems for small caps", also grosse Probleme für gering kapitalisierte Unternehmen, heraufbeschworen. Kosteninflation und eingetrübtes Wirtschaftswachstum werden an Margen und Performance der Small Caps nagen, so der Ausblick.

Aus dem Börse Express vom 3. Juli 2008

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