Sanochemia gab heute, Donnerstag, bekannt, dass auf eine von Sanochemia eingereichte Anmeldung über die Herstellung von PVP-Hyperizin Formulierungen und deren Verwendung in der Diagnostik und Therapie von Harnblasenkarzinomen ein US-Patent erteilt wurde. Basierend auf dem Schutzrecht im grössten Pharmamarkt der Welt können die weiteren Entwicklungsschritte für Sanochemias neuartigen Photosensibilisator zur photodynamischen Diagnostik (PDD) und in weiterer Folge zur potentiellen photodynamischen Therapie (PDT) von Harnblasenkrebs rasch und gezielt vorangetrieben werden, so das
Unternehmen.
Die Erteilung des US-Patents 10/527016 mit dem Titel "Präparation von Hyperizin gebunden an Polyvinylpyrrolidon (PVP) verschiedenen Polymerisation und Vernetzungsgrades" sichert den patentrechtlichen Schutz auf derartige Formulierungen und deren Anwendung bis mindestens 2020. Für den qualitativ hochwertigen Wirkstoff und die Formulierung hat Sanochemia ein Herstellungsverfahren entwickelt und wird dieses für die gesamte Fertigung von Wirkstoff und Fertigprodukt auch in ihrem Pharmawerk in Neufeld a.d. Leitha,
Burgenland, nutzen. Ein bedeutender Vorteil der patentierten Formulierung ist ihre Tumorselektivität und der möglicher Ansatz für eine nebenwirkungsarme Behandlung solcher Karzinome.
"Diese Patenterteilung ist eine Schlüsselkomponente in diesem hoffnungsvollen Projekt und eine Bestätigung für unsere Kompetenz in der Entwicklung innovativer Produkte", so Herbert Frantsits, Vorstandssprecher und CFO der Sanochemia, "gemäss unserer Strategie ist eine ausreichende Patentierung die unbedingte Voraussetzung für den kommerziellen Erfolg. Damit ist uns einmal mehr gelungen unsere Positionierung als "Specialty Pharma Company" unter Beweiss zu stellen."
Die US-weite patentierte Exklusivität zur Formulierung und auch zur Anwendung des Wirkstoffes PVP-Hyperizin sei "ein wichtiger Meilenstein für die klinische Entwicklung für Amerika und Europa", den beiden Hauptmärkten für Sanochemias Blasenkarzinom-Diagnostikum. Jährlich werden in den
USA und in Europa ca. vier Millionen Zystoskopien durchgeführt. Der weltweite Jahresumsatz in der Blasenkarzinom-Diagnostik liegt bei 625 Millionen US-Dollar mit prognostizierten Wachstumsraten von 11 % p.a. Darüber hinaus betreffen 50% aller Tumorerkrankungen mit Todesfolge Organe, die einer fluoreszenzendoskopischen Diagnose zugänglich sind.