Es könnte doch noch vor der Sommerpause zum ersten IPO an der Wiener Börse im laufenden Jahr kommen. Die steirische Knapp AG, ein Softwarehersteller für Lagerlogistik, startet in zwei Wochen ihren Börsegang mit einem Volumen von bis zu 80 Mio. Euro, berichtet Reuters.
Die Preisrange für die Aktien soll am 20. Juni festgelegt werden, geplant sei ein Volumen zwischen 70 Mio. und 80 Mio. Euro. "Davon sind rund die Hälfte, also 35 Mio. Euro, junge Aktien", zitiert die Agentur Finanzkreise. Zehn Prozent würden zusätzlich als Mehrzuteilungsoption eingeräumt, hiess es weiter.
Der Börsegang werde von der Unicredit betreut, Co-Leadmanager sei die Raiffeisen Centrobank.
Knapp ist laut eigenen Angaben führender Anbieter von Lagerlogistik und Lagerautomation. Im Geschäftsjahr 2007/08 hat das Unternehmen bei einem Konzernumsatz von 196,1 Millionen Euro ein EBITDA von 18,2 Millionen Euro und einen Überschuss von 7,9 Millionen Euro erzielt. Das Familienunternehmen beschäftigt weltweit 1556 Mitarbeiter.
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dhwinvesting
one stop solution provider geht an die börse2008-06-22 09:20:25
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Das Unternehmen baut Maschinen für Lagerlogistik, etwa Förderbänder, Kommissionierautomaten, Roboter, Sortiermaschinen oder Lagersysteme und bietet mittlerweile auch die Software zur Steuerung der Lagerlogistik an. Der Gesamtmarkt für Lagerlogistik weltweit soll von derzeit rund 25 Mrd. Dollar bis 2015 auf 41,2 Mrd. Dollar (27,1 Mrd. Euro) anwachsen. Knapp spezialisiert sich auf einige technisch aufwendige Bereiche, etwa Pharma, Tabak, Kosmetik, Büroartikel, Lebensmittel, Mode, Optik und Versandhandel. In diesen Bereichen sei man teilweise bereits Weltmarktführer, erklärte Freudelsperger im März im APA-Gespräch. Am Pharma-Sektor etwa liege Knapps Marktanteil in der Lagerlogistik bei 70 Prozent.
Zunehmend setzt das Unternehmen auf Outsourcing und betreibt das gesamte Lager dann auch selbst, so etwa für den internationalen Schuh-Hersteller Clarks. Von derzeit 9 Prozent solle dieses Service-Geschäft in den nächsten zwei bis drei Jahren auf 15 Prozent ansteigen, sagte Wünscher. Mit Akquisitionen will Knapp in Reaktion auf den schwachen Dollar in nächster Zeit vor allem sein Europageschäft stärken. Gleichzeitig plant das Unternehmen aber auch die Expansion in Asien. In China war Knapp laut Wünscher im März gerade dabei eine Niederlassung zu gründen, in Indien will das Unternehmen mit einem industriellen Partner von der Region Mumbai aus starten.
Quelle: APA
ich bin gespannt, wie sich die aktie im derzeitigen umfeld macht - falls der börsengang überhaupt stattfindet. die verlängerung der ipo-frist deute ich jedenfalls als anzeichen für ein begrenztes interesse an dem papier, auch wenn die offizielle presseaussendung das anders darzzustellen versucht: http://www.knapp.com/cms/cms.ph...
im hinblick auf das zur zeit bearishe börsensentiment und in brücksichtigung des einen oder anderen kleinen fragezeichens bezüglich der fundamentalen bewertung (so war das eps lt. ipo-prospekt im vergangenen jahr leicht rückläufig), würde es mich jedenfalls nicht überraschen, wenn der kurs zunächst unter dem ausgabepreis bleibt.
Bei diesem extrem schlechten Börsenumfeld eine Kapitalerhöhung plazieren zu können, ist ein Zeichen, dass der Markt das tolle Potential dieses Lagerlogistikherstellers erkannt hat!!
Innovative Produkte und hohe Eigenkapitalquote sind eben - in Zeiten von Zinserhöhungen - doch ein zukünftiges Erfolgsrezept!
* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.