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(c) Bloomberg
29.04.2008

jajah - Yahoo-Schub bei Jagd auf Skype

Von Bettina Schragl
 
"A big score for jajah", schreiben die IT-Experten von Associated Press. "jajah is ready to take things to the next level", heisst es andernorts. Der Deal des ursprünglichen Austro-Startups, das mittlerweile im kalifornischen Mountain View residiert, findet international Anerkennung.

Yahoo legt zwar nicht offen, wieviele seiner 97 Mio. Messenger-Kunden die Premium-Telefondienste nutzen, aber das Potenzial ist enorm. Yahoo-Interessent Microsoft hat etwa einen ähnlichen Messenger-Service, auf den weltweit 228 Mio. User zurückgreifen. Es besteht also durchaus Fantasie, wenn die ins Sequoia- Netzwerk eingebundene jajah ankündigt, Gespräche mit weiteren Partnern zu führen. Auf der Beteiligungsliste von Sequoia stehen schliesslich viele klingende Namen, darunter eben auch Yahoo und Google.

jajah kommt durch derartige Deals billig zu VoIP-Kunden, die nicht via Werbung "erkauft" werden müssen. Die Umschreibung vom Vorstoss in neue Dimensionen ist da schon gerechtfertigt. Der Abstand zum Konkurrenten Skype, der laut eigenen Angaben rund 310 Mio. registrierte User hat, wird ebenfalls geringer.

Und wer weiss schon, der Erste in einem Segment muss nicht immer auch als Erster durchs Ziel gehen. So war etwa Yahoo bald nach Gründung im Jahr 1995 die Nummer eins im Internet. Inzwischen nimmt Google allerdings in zwei Monaten so viel Geld ein wie Yahoo in einem ganzen Jahr. Das oder Ähnliches dürften die jajah-Strategen wohl vor Augen haben, wenn Jagd auf Skype gemacht wird.

Aus dem Börse Express vom 29. April 2008

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