www.be24.at www.foonds.com www.boerse-express.com/abo english.boerse-express.com
User online: 26
pxp
main
sub
03.04.2008 09:30
Drucken  | Mailen  | Facebook issuu BE Post

Front gegen Vermögenszuwachssteuer

Austro-Kapitalmarkt noch immer unterentwickelt - Banken sehen sich nicht als Steuereintreiber

 MEINUNG 0    ALLES ZUR AKTIE     ANALYSEN 
 
"Wir pochen auf die Einhaltung des Regierungsprogramms, das eine grosse Steuerreform mit spürbarer Entlastung für die Bürger und ohne Gegenfinanzierung versprochen hat", hält Hellmut Longin, Präsident des Aktienforums, anlässlich der heute stattgefundenen Präsentation des Positionspapiers "Steuerreform 2010 aus Kapitalmarktsicht", fest. Die vorgeschlagene Vermögenszuwachssteuer stehe diesem Vorhaben diametral entgegen.

"Der österreichische Kapitalmarkt ist trotz der positiven Bemühungen der letzten Jahre im internationalen Vergleich unterentwickelt. Jede zusätzliche Besteuerung in diesem Bereich würde diesen Aufholprozess jäh unterbrechen" so Longin weiter. Im Vergleich von 21 OECD-Staaten nimmt Österreich im Bezug auf die Marktkapitalisierung nur den 16. Rang ein. Beim Finanzvermögen der Privathaushalte liegt Österreich innerhalb der Eurozone nur an vorletzter Stelle, vor allem auch weil die Haushalte noch immer nur unterdurchschnittlich in Wertpapiere investieren, und auch bei der Eigenkapitalausstattung der Unternehmen liegt Österreich rund 15 Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt.

"In dieser Situation eine neue Steuer in diesem Bereich zu erfinden, wäre Ausdruck einer vollkommenen Fehleinschätzung der wirtschaftspolitischen Notwendigkeiten" so Longin weiter. Die grösste Anzahl an Wertpapierbesitzern findet sich in den Haushalten mit einem Finanzvermögen von rund 92.000 Euro und ab einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro im Monat. Die neue Steuer treffe also keineswegs das "Grosskapital", sondern hunderttausende Mittelstandsfamilien.

"Eine Besteuerung der Vermögenszuwächse von Wertpapierinvestments würde die derzeit gute steuerliche Position Österreichs drastisch verschlechtern. Im internationalen Vergleich würden wir mit einem Steuersatz von 25 % vom oberen in das untere Mittelfeld abstürzen" ergänzt Markus Fichtinger, Geschäftsführer des Aktienforums. Eine Studie des schwedischen Aktionärsverbandes hat die Besteuerung von Wertzuwächsen bei Wertpapieren in 36 Staaten untersucht. In immerhin 11 Staaten sind Wertzuwächse steuerfrei und in 7 weiteren gibt es hohe Freibeträge und einen reduzierten Steuersatz.

Auch von Bankenseite kommt Unterstützung: "Die Banken werden bei dieser Steuer sicher nicht die Funktion des Steuereintreibers übernehmen. Die steuerliche Benachteiligung von Wertpapierinvestments muss der Staat schon selbst exekutieren" stellt Christian Jauk, Mitglied des Aktienforumvorstandes und CEO der Capital Bank - Grawe. (red)

Mehr zum Thema

» Vergleichen Sie diese Aktie mit anderen
» Zur Matrix-Seite des Unternehmens
» Steigt oder fällt diese Aktie in den nächsten 5 Tagen?

 



comment Diesen Artikel kommentieren
Titel
Text

Der jüngste Thread im Board zu ATX - » zum Board

 

ATX verbucht Jahresverlust von 34,9 Prozent2011-12-29 18:30:06
pennystock
473 Postings
seit 2003-02-10


denn das schaut vermutlich schlecht aus mit der kursgewinnsteuer, viel wird da für die regierung nicht rausspringen :-))

, Nr. 2 
antworten
Lügendetektor
76 Postings
seit 2011-10-14


Nicht herausspringen? Wer Verluste auf Altbestände hat kann damit steuerlich nichts anfangen, wer aber heute bereit ist Risiko auf sich zu nehmen und zu kaufen muss auf eventuelle Gewinne Steuern zahlen - da wird für die Umverteilungsideologen schon einiges hängen bleiben.

, Nr. 3 
antworten
garein
630 Postings
seit 2007-08-06


Es nimmt aber niemand das Risiko auf sich. Schon gar nicht an einem Börsenplatz, der nicht beaufsichtigt ist und von einem korrupten System mit ebenso korrupter Justiz gehalten wird. Die Wiener Börse ist tot und daran wird sich - solange sozialistische Parteien regieren - auch nichts ändern.

, Nr. 6 
antworten
big_mac
5529 Postings
seit 2008-08-03


ich fürchte, es gibt nur sozialistische Parteien in Österreich.

, Nr. 7 
antworten
jahohl
1813 Postings
seit 2007-12-11


deswegen hat der Faymann ja auch von "Her mit der Marie und Zaster gesprochen ;-)" klingt ja auch cooler nach ausrauben!

Aber zu Glück hat die Börsensteuer ja nicht wirklich ;-) eine negative Auswirkung auf die Wr. Börse wie die Politiker versichert haben. Und das ist wichtig. Da kennen sich unserer Polit Wirtschaftsexperten zum Glück ja aus! Sowie im Anzeigenschalten!

, Nr. 4 
antworten
pennystock
473 Postings
seit 2003-02-10


solange nicht gespart wird muss man eigentlich JEDE neue steuer verweigern, doch ich kenne persönlich auch niemanden (inkl. meiner selbst), der etwas gegen 25% steuer auf kursgewinne einzuwenden hat.

es geht nur um die art der umsetzung

, Nr. 5 
antworten
Anthean
5575 Postings
seit 2007-08-24


Weil man sich um diverse Steuern rumdrückt, wird jetzt (wie von mir erwartet) schon über die USt. nachgedacht - was laut einer Studie mehr bringt als eine Vermögenssteuer. No na - wozu man für so eine jedem Volksschüler klare Einsicht eine Studie in Auftrag geben muß, kann nur einen Grund haben: um sich damit vor dem Bürger zu rechtfertigen.

, Nr. 8 
antworten
twin
400 Postings
seit 2008-04-06



wie sagt man so schön:
ich glaube nur an die statistik, die ich selber gefälscht,
blödsinn, naturlich erstellt habe.
ich weis nicht, wer die studie erstellt hat, von der du sprichst.
aber generell würde ich das so sehen:

je öfter ich eine studie erstellen lasse und bezahle,
- umso öfter kann ich die schuld dem verfasser zuschieben
(s.a.o.anthean)
- um so öfter wird das ergebnis meinen erwartungen anhand der
fragestellung gerecht werden.
- um so öfter bezeuge ich dadurch, dass ich und meine eigenen
experten unfähig sind. (bei experten schwer vorstellbar)
- um so öfter fließt geld in die taschen des studienerstellers,
womit mir seine gewogenheit in jedem fall erhalten bleibt.


, Nr. 9 
antworten
Belnea
146 Postings
seit 2008-10-14


Wenn sowas kommt und gleichzeitig Derivate ausgenommen sind ist zeigt das wie Ahnungslos die Entscheidungsträger in diesen Dingen sind. Ein schönes Derivat, das jede Kursänderung und Div der gewünschten Aktie abbildet und das wars. Muss man nicht mal mehr erfinden ... TRS machts möglich, PutCall Combo, Future auch net schlecht ...

, Nr. 10 
antworten


* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN AT0000999982

Highlights
You need to upgrade your Flash Player
Punkte markieren News (Headline mit mouse-over), Klick öffnet eine grosse Darstellung
 
 
 
Gratis-PDF-Produkte
Hier haben Sie die Möglichkeit, sich für den Bezug unserer kostenlosen Newsletter & PDF-Produkte einzutragen.
"Börse Express free"
 

Ihre Email Adresse


Clippings
 
Meistgelesen letzte 2h
 
... in den letzten 5 Minuten
 
Postings
 
ATX
(17:33)
2215.62
2.06%
Top 5 ATX
ZUMTOBEL AG 4.95%
OMV AG 4.36%
LENZING AG 4.05%
WIENERBERGER AG 3.91%
VOESTALPINE AG 3.48%
Flop 5 ATX
OESTERR. POST AG -0.14%
ERSTE GROUP BANK AG 0.00%
TELEKOM AUSTRIA AG 0.11%
MAYR-MELNHOF KARTON AG 0.17%
CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE 0.56%
 
Matrix   
Matrix Österreich Matrix Deutschland Matrix USA
2.07%
(17:33)
1.67%
(17:45)
1.23%
(22:03)
1.61%
(22:43)
NIKKEI
-0.51%
(07:00)
0.00%
(05:59)
AGR AMAG AMS ANDR ATEC ATRS ATS
ATX AW2 AWS BAH BDI BENE BEO
BETB BFC BIND BWIN BWT C2 CAI
CAII CAT CNTY COV CWI DOC EBS
ECO EVN EYBL FAA FKA FLU GROA
HEAD HIS HTI ICLL IIA JWD KTCG
KTM LNZ MAI MIP MMK OMV PAL
PARS PEP PHIO POS POST PYT QINO
RAP RBI RBT RHI ROS SAC SBO
SEM SNT SNU SPI STR SWUT TAN
TEAK TKA UIV UP2 UQA VER VIG
VOE WIE WOL WWE WXF ZAG
1.67%
(17:45)
1.40%
(17:45)
1.53%
(17:45)
0.00%
(05:59)
1.23%
(22:03)
1.61%
(22:43)
 
Devisenrechner
Währungen
CHF -0.04% 1.2075
GBP -0.05% 0.8315
JPY -0.11% 100.6950
NOK -0.00% 7.6266
SEK 0.00% 8.7860
USD -0.10% 1.3150

Die jüngsten Analysen zu österreichischen Aktien
Datum Company Bewerter Kurzbewertung Kursziel
03.02. Conwert RCB Downgrade 10.00
03.02. OMV Berenberg... Kursziel bestätigt 27.00
 
01.02. UNIQA Erste Gro... Kursziel bestätigt 10.50
01.02. Sanochemia performax... Kaufen 5.61
 
31.01. Wienerberger Goldman S... Kursziel erhöht 7.80
31.01. Strabag Goldman S... Upgrade 24.00
31.01. AT&S RCB Downgrade 8.70
31.01. Sparkassen Immobilien AG SRC Research Kursziel gesenkt 7.00
 
30.01. Sparkassen Immobilien AG HSBC Kursziel gesenkt 5.20
30.01. Immofinanz HSBC Kursziel gesenkt 3.80
 
weiter >>