Das Wort "Fantasie" zählt an der
Börse viel. Das hat man beispielsweise im Vorjahr bei der Schweizer
Qino Flagship AG, die u.a. in
Wien und Bern gelistet ist, gesehen. Die Beteiligungsgesellschaft hat sich an dem nicht börsenotierten, in Österreich verwurzelten und mittlerweile im Silicon Valley angesiedelten VOIP-
Unternehmen jajah beteiligt, was der Qino Flagship-
Aktie ordentlichen Auftrieb gegeben hat. Der Anteil an jajah beträgt dabei gerade einmal 7,8 Prozent. Qino-Investoren gehen offenbar davon aus, dass bei einem Verkauf bzw. Börsegang von jajah diese 7,8 Prozent mehrere Millionen und einen deutlichen
Gewinn für Qino bedeuten könnte und sich das noch nicht ausreichend in der Aktie widerspiegelt.
In Österreich gibt es aber noch mehrere solcher
Aktien, in denen "Fantasie" schlummert, z.B. die TG
Holding. Die börsenotierte Gesellschaft ist u.a. mit 4 Prozent an dem österreichischen Biotechunternehmen Avir Green Hills Biotechnology Research Development Trade AG (AGHB) beteiligt. Die Produkte der Gesellschaft sollen neuartige Therapiemöglichkeiten gegen virale Infektionskrankheiten und Krebs eröffnen. Im Fokus von Pharmafirmen steht vor allem die Weiterentwicklung der Impfstofftechnologieplattform (Fluvacc), welche einerseits einen Wirkstoff gegen die Vogelgrippe (Panvax), als auch gegen die saisonal auftretende Grippe (Envax) beinhaltet. Dieses Produkt wurde von "Thomson Scientific" unter "The five most promising drugs entering Phase 1 Trials" gereiht. Derzeit läuft bei AGHB eine weitere
Kapitalerhöhung, diese sollte im April abgeschlossen werden und bis zu 10 Mio.
Euro in die Kassa spülen. Vor der Kapitalerhöhung lag die Bewertung der Gesellschaft bei 70 Mio. Euro. Jeder weitere Forschungserfolg sorgt für eine höhere Bewertung und damit einen Gewinn für die TG Holding.
Montana-Push für PEP
Einige potenzielle Highflyer beinhaltet aber auch das
Portfolio der börsenotierten
Private Equity Performance AG (PEP). Zu den Direktbeteiligungen der PEP zählt u.a. die Montana Tech, die bekanntlich heuer noch an die Börse soll. Allerdings hält die PEP nur einen geringen Anteil.
Sowohl TG Holding als auch PEP führen an der
Wiener Börse ein sprichwörtliches Mauerblümchen-Dasein. Um dies zu ändern, müssen die Portfoliounternehmen international Aufmerksamkeit erregen und laufend Erfolge kommunizieren - so wurde letztendlich auch bei Qino die jajah-Fantasie ausgelöst. (cp)
Aus der
Venture Woche KW 10
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