Daimler steht wieder im Verdacht der Korruption

Ermittlungen wegen dubioser Praktiken im Busgeschäft
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Der deutsche Autobauer Daimler sieht sich mit einem weiteren Korruptionsverdacht konfrontiert. Erst Ende Jänner wurde ein früherer Daimler-Manager vom Stuttgarter Landgericht zu 5 ½ Jahren Haft wegen millionenschwerer Untreue verurteilt. Wie das "Manager Magazin" am Freitag berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun wieder. Dieses Mal stehen gleich eine ganze Reihe von ehemaligen Managern im Fadenkreuz der Justiz. Die Ermittler verdächtigen die früheren Manager der Daimler-Tochter Evobus der Untreue sowie der Bestechung ausländischer Amtsträger, wie eine Sprecherin der Anklagebehörde am Freitag erklärte. Ein Daimler-Sprecherin sagte in Stuttgart auf AP-Anfrage, das Unternehmen arbeite mit den Behörden zusammen.


Was bei Evobus war

Im Herbst 2006 mussten dem Blatt zufolge gleich sechs Evobus-Topleute den Konzern verlassen. Zuvor hatten interne Korruptionsfahnder die türkische Filiale der Bus-Tochter durchsucht und dort belastendes Material gefunden, wie das Blatt berichtete. Es geht dem Bericht zufolge unter anderem um einen Grossauftrag der Stadt Istanbul. Die türkische Metropole hatte vor drei Jahren 450 Stadtbusse bei Daimler geordert. Im November 2006 hatte der Leiter der Bus-Aktivitäten, Wolfgang Diez, aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt.

Daimler kommt mit den neuen Vorwürfen damit nicht aus den Schlagzeilen hinsichtlich Korruption raus. In jüngerer Zeit war auch eine Affäre in der Bauabteilung des Konzerns Thema in den Medien.
 
(hd)
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© boerse-express.com 22.02.2008