Zahlen lagen zwar unter den Erwartungen, allerdings wegen der konservativeren Bilanzierung
Die
Aktionäre reagieren positiv auf die gestern nach Marktschluss vorgelegten Gesamtjahreszahlen von Teak Holz International (THI). Bis Dienstagmittag legt die
Aktie mehr als sieben Prozent auf 7,5
Euro zu. So weist der Plantagenbetreiber in seinem ersten konsolidierten Jahresabschluss seit Börsegang im März 2007 ein
EBIT von 20,9 Mio. Euro, ein ausgeglichenes Finanzergebnis und einen Bilanzgewinn nach
Steuern von 14,3 Mio. Euro aus. Durch den Verkauf von Teak-holzprodukten wurde ein Zwölfmonatsnettoumsatz in Höhe von 369.000 Euro erzielt. "Dieser Wert liegt um mehr als ein Drittel höher als geplant", so
Vorstand Reinhard Pfistermüller zum
Börse Express.
Hinsichtlich Bestands-Bewertung gab das
Unternehmen bekannt, dass die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte mit 23,2 Mio. Euro verbucht wurden. Unterm Strich wurden die Mengenparameter beibehalten, die Finanzparameter (Dollarkurs und Diskontierungssatz) wurden allerdings etwas angepasst. Insgesamt verfolgt das Unternehmen einen konservativeren Ansatz. Denn auf jüngere Bestandsklassen gibt es nun höhere Bewertungsabschläge und beim Diskontierungszins hat das Unternehmen die allgemein höheren
Zinsen berücksichtigt und ist von 12 auf 12,75% gegangen.
Nur Dollar ist cashwirksam
Für die Analysten der
Erste Bank sind die ausgewiesenen Zahlen unter den Erwartungen ausgefallen. "Die Aufwertungen und das operative Ergebnis lagen unter unseren Schätzungen, was neben dem schwächeren Dollar daran lag, dass das Unternehmen konservativer bilanzierte", so Franz Hörl. Er stuft die Aktie aber weiterhin mit
"Buy" ein. "Mit einem Abschlag von jetzt fast 60% auf den Buchwert pro Aktie (17,5 Euro, Anm.) bietet die Aktie hohes Potenzial", meint Hörl. Er wird nun seine Schätzungen an die konservativere Bilanzierung nach unten anpassen, "allerdings hat lediglich der niedrigere Dollar moderaten Einflus auf die erwarteten Cash Flows", lässt er wissen.
Bei THI konzentriert man sich unterdessen voll auf die Expansionsstrategie über das Joint Venture mit dem deutschen Bankhaus DBM
Fonds. Zudem liegt der Fokus in 2008 auf der ersten Durchforstung sowie auf dem Vertrieb in China und Südostasien, so Pfistermüller. (cp)
Aus dem Börse Express vom 29. Jänner 2008
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