Die
Aktie von Teak Holz International (THI) hat in dieser Woche erstmals seit Juni wieder den Emissionskurs von 9
Euro gesehen. Dazwischen war der
Kurs auf bis zu 6,7 Euro abgesackt. Auch das Interesse seitens institutioneller Investoren soll - erstmals seit längerer Zeit - wieder geweckt worden sein, heisst es vom Markt.
Als Hauptgrund dafür gilt die positive Preisentwicklung bei Teak. Die Preise für das Holz sind zuletzt deutlich über jene Niveaus gestiegen, von denen Gutachter und Analysten in ihren Planungen ausgegangen sind. So hat die
Erste Bank etwa in Modellrechnungen für THI mit Preisen von 400 US-Dollar/m3 für Teak der Qualitätsstufe SG-4 und 800 US-Dollar/m3 für Holz der Stufe SG-2 kalkuliert. Im März dieses Jahres konnten allerdings bereits für Teakholzstämme aus Burma Preise in Höhe von über 1200 US-Dollar für SG-4 und über 1400 US-Dollar für SG-2 erzielt werden.
Und zuletzt war eine anhaltend positive Preisentwicklung zu beobachten, heisst es seitens der Analysten der Erste Bank, die ihr Kursziel für die Aktie bei 14 Euro angesiedelt und jüngst von einer "krassen Fehlbewertung" des Titels gesprochen haben.
Das
Unternehmen, das die erste Ernte im Geschäftsjahr 2007/08 plant, ist auch ein Profiteur der Unruhen in Burma (Myanmar). Burma ist eines der Hauptexportländer für Teak. Infolge der gewaltsamen Unterdrückung der Demokratiebewegung durch die Militärjunta wollen die
USA und die
EU ihre Wirtschaftssanktionen gegen den Staat verschärfen. So haben die USA die Einfuhr von Waren aus Burma verboten, wovon natürlich auch Teak Holz betroffen ist. Zudem ist die US-Regierung verpflichtet, alle Kreditentscheidungen der
Weltbank und des IWF zugunsten des burmesischen Regimes abzulehnen. (bs)
Aus dem
Börse Express vom 31. Oktober 2007