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12.10.2007 10:58
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Jedes Jahr sind die Ausgaben der Österreicher höher als im Jahr zuvor

Inzwischen 32.868 Euro pro Haushalt und Jahr - Fixkosten verschlingen 58 Prozent

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Jedes Jahr sind die Ausgaben der Österreicher höher als im Jahr zuvor, seit 2000 sind es schon fast 4.000 Euro oder 14 Prozent mehr, die wir für den privaten Konsum aufwenden, heisst es in der heute von RegioPlan veröffentlichten Studie "Wo bleibt das Geld". Im Jahr 2000 hat ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt noch 28.889 Euro für den privaten Konsum aufgewendet, 2006 waren es bereits 32.868 Euro. Diese Steigerung ist jedoch nicht nur auf die Teuerungsrate zurückzuführen, die im selben Zeitraum 10% ausgemacht hat. Im Durchschnitt ist ein österreichischer Haushalt also real um 4% reicher als zur Jahrtausendwende. "Der allgemeine Wohlstand in Österreich steigt kontinuierlich," so RegioPlan.

Fixkosten verschlingen 58 Prozent

Rund 2.740 Euro Haushaltsausgaben pro Monat oder 1.170 Euro pro Person und Monat - ohne Kredite, Spareinlagen oder Pensionsversicherungen - wurden 2006 von den Österreichern ausgegeben. Die regelmässigen Ausgaben des täglichen Lebens wie Essen, Trinken, Wohnen, Heizung und Licht verschlingen rund 41 Prozent des Hauhaltsbudgets. Öffentlicher und privater Verkehr sowie Internet und Telefon schlagen sich zusätzlich mit 17 Prozent zu Buche - zusammen machen die Fixkosten somit rund 58 Prozent der verfügbaren Geldmittel aus. Für Bildung und Erholung werden immerhin noch 14 Prozent ausgegeben. Einen an den Gesamtausgaben gemessen geringen aber steigenden Anteil machen die Bereiche Körper- und Gesundheitspflege mit drei und vier Prozent aus, an letzter Stelle liegen die Tabakwaren mit lediglich 2 Prozent.

Ausgaben für Wohnung und Energie erhöhten sich stark

In manchen Bereichen sind die Belastungen überdurchschnittlich gestiegen, wie etwa beim Wohnen. Die Ausgaben für Miete, Betriebskosten und Instandhaltung des Wohnraums sind von 2000 bis 2006 um knapp 19 Prozent gestiegen, die Kosten für Strom, Gas und Fernwärme um 16 Prozent. "Für Lebensmittel und Getränke wird zwar anteilsmässig das meiste Geld ausgegeben, doch seit 2000 haben die Ausgaben in diesem Bereich nicht so stark angezogen wie für Wohnung und Energie. Der Bereich Gesundheitspflege, sprich die Ausgaben für Arzt- und Spitalskosten, Medikamente sowie private Krankenversicherungen verzeichnet die höchsten Zuwachsraten im Vergleich", heisst es in der Zusammenfassung von RegioPlan.

Dahin fliesst das Geld

Für TV-Gebühren (237 Euro) zahlten die Österreicher mehr als für Zahnarztkosten (196 Euro), Casino, Lotto & Co schlugen sich mit beachtlichen 620 Euro deutlicher zu Buche als Erziehung und Bildung (600 Euro) oder auch Telefon- und Onlinegebühren (604 Euro). Für Erotik (40 Euro) hatten die Österreicher auch offenbar mehr übrig als für die Autobahnvignette (35 Euro) oder Toilettenpapier (31 Euro). Lesen (130 Euro) dürften die Österreicher lieber als fotografieren (90 Euro) auch für Theater und Oper (61 Euro) konnten sie sich mehr begeistern als für Sportveranstaltungen (22 Euro). Tiefer in die Taschen griffen die Österreicher wieder für alkoholische Getränke: 375 Euro wurden 2006 in diesem Bereich "investiert". Ganz oben auf der Beliebtheitsskala ist aber immer noch das Bier, für das knapp 150 Euro ausgegeben wurde, der Wein lag im Weinland Österreich mit 110 Euro deutlich dahinter.
 
(hd)
 



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