Der unter Gläubigerschutz stehende US-Automobilzulieferer Delphi und dessen ehemalige Mutter
General Motors (GM) haben ihre Streitigkeiten beigelegt. Die Vereinbarung beinhalte alle ausstehenden Konfliktpunkte zwischen den beiden
Unternehmen, teilte Delphi mit. Dazu zähle auch eine Klage des Zulieferers gegen GM auf Beendigung der Liefervereinbarungen mit dem Autobauer und mögliche gerichtliche und sonstige Auseinandersetzungen aus der Abspaltung von Delphi. Mit diesen Schritten will der Autozulieferer die Beendigung des Gläubigerschutzes zum Jahresende erreichen.
Zweifel ausgeräumt
Im Rahmen der Vereinbarung wird Delphi 1,5 Mrd US Dollar an Pensionsverpflichtungen an GM übertragen. Delphi war im Oktober 2005 unter anderem wegen hoher Pensionsverpflichtungen zusammengebrochen. Im Gegenzug erhält der Autobauer einen Schuldschein über 1,5 Mrd US Dollar. Dennoch sehen Experten damit Zweifel bezüglich der Gesamtverpflichtungen von GM gegenüber Delphi ausgeräumt. Auch die Furcht, dass GM durch einen Streik von Delphi gelähmt werden könnte, wird nicht mehr gesehen. Delphi hat sich mit allen sechs Gewerkschaften geeinigt und Investoren zu einer Geldspritze von 2,55 Milliarden US Dollar bewogen. Darüber hinaus arbeite Delphi an einer weiteren
Finanzierung über 7 Milliarden Dollar zu Ausstattung der Pensionskasse, teilte das Unternehmen weiter mit. Es hoffe, dass die laufenden Gespräche mit einem Konsortium aus
Banken Anfang des vierten Quartals zu Zusagen führten.
Erwartungen
Für das laufende Jahr erwartet der Zulieferer aber noch einen Verlust von 1,67 Mrd US Dollar, der sich 2008 auf 1,3 Mrd
Euro vermindern soll. 2009 möchte Delphi wieder einen
Gewinn von 128 Mio US Dollar erzielen.
Mit Material von
Dow Jones/dpa-AFX