Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag angesichts anhaltender Befürchtungen über höhere Kreditkosten für
Unternehmen und Hausbesitzer mit erneut satten Kursrückgängen geschlossen. Die jüngste Talfahrt wurde damit prolongiert. Der
Dow Jones Industrial
Index rutschte um 208,10 Punkte oder 1,54 Prozent auf 13.265,47 Einheiten ab. Der US-Leitindex zeigte damit die schwächste Wochenentwicklung seit fast fünf Jahren, nachdem er bereits am Donnerstag um mehr als zwei Prozent eingebrochen war.
Der
S&P-500 Index sank um 23,71 Punkte (minus 1,60 Prozent) auf 1.458,95 Zähler. Der
Nasdaq Composite Index verringerte sich um 37,10 Einheiten oder 1,43 Prozent auf 2.562,24 Zähler.
Unter den Einzelwerten gewannen Gap-Titel nach Zahlen 5,20 Prozent auf 17,79 US-Dollar. Der
Wechsel an der Führungsspitze könnte die Hoffnungen auf einen Trendwechsel bei dem angeschlagenen Modekonzern verstärken. Die Citigroup stufte die
Aktien von
"Hold" auf
"Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 20 auf 21
Euro. Mit Glenn Murphy als neuem Chef verbesserten sich die Chancen für eine Restrukturierung, hieß es zur Begründung.
Dow Jones verteuerten sich um 1,82 Prozent auf 54,70 Dollar. Ein wichtiger Anteilseigner des Medienkonzerns wird einem Pressebericht zufolge gegen das
Übernahmeangebot der News Corp von Rupert Murdoch stimmen. Der in Denver beheimatete Zweig der Bancroft-Familie verlange einen höheren Preis als die gebotenen 60 US-Dollar je
Aktie, berichtete das zu Dow Jones gehörende "Wall Street Journal" am Freitag auf seiner Internetseite unter Berufung auf Kreise.
Auch Clear Channel Communications legten gegen den
Trend um 0,54 Prozent auf 36,95 Dollar zu. Das größte US-Rundfunk- und Außenwerbungsunternehmen verzeichnete im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr einen Gewinnanstieg um 19 Prozent auf 236 Milliarden Dollar.
Amgen-Papiere verbilligten sich nach guten Zahlen unterdurchschnittlich um 0,96 Prozent auf 55,62 Dollar. Der weltgrößte Biotechnologiekonzern hatte im zweiten Quartal mehr verdient und umgesetzt als von Experten erwartet.
Für die Chevron-Aktie ging es nach der Bilanzvorlage um 2,58 Prozent auf 85,20 Dollar nach unten - Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Der Ölkonzern hatte im zweiten Quartal mit seinem Ergebnisanstieg die Analystenerwartungen deutlich übertroffen.
Titel des Konkurrenten Exxon Mobil litten unter Nachwirkungen der schwachen
Bilanz vom Vortag. Sie weiteten ihre Verluste um 2,99 Prozent auf 85,59 Dollar aus - damit waren sie einer der schwächsten Werte im Dow Jones. (apa)
Dazu auch einige BElogs:
Peter Brezinschek: Stellungnahme zu den Kapitalmarktturbulenzen der letzten Wochen ,
http://www.be24.at/blog/entry...
Christian Drastil:
Börse Express
-Depot: Wieder voll investiert,
http://www.be24.at/blog/entry...
Pedram Payami: 3 Gründe, warum Asien in den nächsten Jahren boomen wird,
http://www.be24.at/blog/entry...
Moneytv: MoneyTV - WALL STREET OPENING 27.07.2007,
http://www.be24.at/blog/entry...
Christian Drastil: Warum? Und ein nicht ganz ernst gemeintes "Signal" für eine Trendwende ...,
http://www.be24.at/blog/entry...
Veronika Lammer:
USA:
BIP, Q2,
http://www.be24.at/blog/entry...
Monika Rosen: Risikobewusstsein steigt,
http://www.be24.at/blog/entry...