Der österreichische Geschäftsmann
Martin Schlaff zahlt einem Zeitungsbericht zufolge die Kaution von 1 Mio.
Euro für den in
Frankreich in Auslieferungshaft befindlichen Ex-Bawag-Chef
Helmut Elsner. Schlaff, langjähriger Geschäftspartner von Elsner, sei bereit, die Kaution zu hinterlegen, "weil er einen kranken Freund in einer solchen Situation nicht im Stich lässt", sagte sein Sprecher Michael Fink laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse".
Ob die Kaution noch heute hinterlegt werden konnte, sei unklar, heisst es. Elsners Anwälte hätten sich bedeckt gehalten. Elsner solle nun diskret und ohne mediales Aufsehen in ein Privatspital oder in seine Villa gebracht werden.
Elsner hat laut Angaben der französischen Staatsanwaltschaft am Freitag bis 17.30 Uhr Zeit, die Kaution zu hinterlegen, um auf freien Fuss zu kommen. Die nächste Möglichkeit besteht erst wieder am Montag ab 8 Uhr.
"Ausserdem handelt es sich lediglich um eine Kaution, die bei Beendigung des Verfahrens zurückgezahlt wird. Von einer Fluchtgefahr ist ja nicht auszugehen", wird Fink weiter zitiert. Laut Presse-Bericht war die Summe für die Kaution nur kurze Zeit nach der heute Vormittag erfolgten Bekanntgabe der Entscheidung der Richter "de facto aufgetrieben". Elsner selbst hätte das Geld nicht aufbringen können. Die Konten des Ex-Bankers wurden gesperrt. Ihm wird im Zuge der Bawag-Affäre Untreue, Betrug und Bilanzfälschung vorgeworfen.
(APA/red)