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11.05.2006

Neue Interessensvertretung Family Business Network Österreich stärkt Lage der Familienbetriebe

Von Erwin J. Frasl

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Österreich hat ab sofort eine eigene Interessensvertretung für Familienunternehmen: Das "Family Business Network Österreich". Mit der konstituierenden Sitzung vom 6. April dieses Jahres in Wien gehört dieses "Family Business Network Österreich" als eigenständiges Chapter Österreich zum weltweiten Family Business Network (FBN) International in Lausanne, einer Interessensvertretung von Familienunternehmern für Familienunternehmen. Zur Gründung dieses weltweiten Netzwerkes ist es gekommen, weil Familienunternehmen schon sehr früh erkannt haben, dass sie ganz spezielle Bedürfnisse haben, diedurch bestehende Institutionen nicht befriedigt werden. Diese besonderen Bedürfnisse betreffen die Ausbildung der nächsten Generation von Familienunternehmern ebenso wie die von Fremdmanagern von Unternehmen, die im Eigentum von Familien stehen. Es geht aber auch um den offenen und intensiven, aber letztendlich doch vertraulichen Austausch der Erfahrungen von Familienunternehmern in Familie und Unternehmen.
Dazu gehören Themen wie Eltern-Kind-Beziehungen, die Rechte von Frauen in den familieneigenen Unternehmen, das Verhältnis von Geschwistern, Cousins, oder um die Rechte und Pflichten von Schwiegerkindern in einem Familienunternehmen. Kurzum es geht um Liebe, Macht und Geld in den Beziehungen der Familienmitglieder untereinander. All das hat Einfluss auf Familie und Unternehmen. Und das unterscheidet diese Unternehmungen ganz wesentlich von allen anderen Unternehmen.
Hier wird das "Family Business Network Österreich" einen wichtigen Beitrag leisten können, den Familienunternehmen in Österreich möglichst hochwertiges theoretisches Wissen zu erschliessen und im Wege des Erfahrungsaustausches der Mitglieder untereinander dafür zu sorgen, dass Österreichs Familienunternehmen von den Erfahrungen ihrer Unternehmerkollegen aus aller Welt profitieren können. Und das "Family Business Network Österreich" wird sein besonderes Know-how in Sachen Familienunternehmen mit Hilfe seiner Spitzenrerpräsentanten in bestehende Interessensvertretungen wie Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung sinnvoll einbringen können. Das wird die Familienunternehmen in ganz Österreich wirtschaftspolitisch entscheidend stärken. Und das ist gut so. Denn Österreichs Unternehmenslandschaft besteht zu 80 Prozent aus Familienunternehmen.
 

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