Gmunden/Gunskirchen. Der Motorenhersteller Rotax profitiert vom ungebrochenen Trend zu Freizeitfahrzeugen in Nordamerika. Die Gunskirchner liefern heuer rund 140 000 Motoren an die kanadische Konzernmutter Bombardier, die die Motoren in ihre Sea Doos, Ski Doos und All Terrain Vehicles (ATVs) einbaut. Der Grossteil der schnellen Wasser-, Schnee- und Überland-Vehicles wird auf den Hauptmärkten
USA und Kanada abgesetzt. Dort spielen sich 90 bis 95 Prozent des Weltmarktes ab. Bis auf die Kindermodelle stammen alle Motoren für die Bombardier-Fahrzeuge aus
Oberösterreich. "Wir haben geglaubt, dass der Absatz nach dem 11. September zurückgehen wird, was sich aber nicht bewahrheitet hat" sagt Harald Plöckinger, Chef des Motorenwerkes in Gunskirchen.
Fight um Ski-Doos
Neue Produkte wie das von Bombardier Kanada herausgebrachte Ski-Doo Modell Rev sollen dafür sorgen, dass die Marktsituation in den USA ausgebaut wird. Bei Ski-Doos liegt Bombardier mit 32,5 Prozent Marktanteil knapp hinter Polaris mit 33 Prozent. Plöckinger: "Bombardier will heuer zur Nummer Eins werden." Bei Sea-Doos hat Bombardier mit 43 Prozent bereits die Nase vorn.
Auch F & E in OÖ
Die Doo- und ATV-Motoren werden in Gunskirchen nicht nur gebaut, sondern auch entwickelt. 180 Mitarbeiter sind in der F&E-Abteilung damit beschäftigt. Die Modellentwicklung erfolgt in engem Kontakt mit dem Mutterkonzern. Rotax investiert sechs Prozent des Umsatzes in F&E.
Hoffnung auf ATV
Als Hoffnungsmarkt gelten die ATVs. Bombardier Kanada ist 1998 in diesen Markt eingestiegen und hat 2001 bereits 30 000 Stück abgesetzt. Der Markt gibt allerdings wesentlich mehr her: Allein in den USA wurden im Vorjahr 810 000 ATVs verkauft. Plöckinger: "Wir füllen deshalb im Moment die Produktpalette weiter auf." Insgesamt hat Rotax im Vorjahr 235 000 Motoren erzeugt. Der
Umsatz lag bei 280 Millionen E. Für heuer erwartet Plöckinger ein leichtes Umsatzplus. Rotax beschäftigt in Gunskirchen insgesamt 1200 Mitarbeiter.