|
MEINUNG 0
TAGESTHEMEN
BLOGS
Der Chef der Eurogruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, hofft nach der Wahl des neuen zyprischen Präsidenten Nikos Anastasiades auf einen baldigen Abschluss der Verhandlungen über mögliche Finanzhilfe für Zypern. "Es liegt sowohl im Interesse von Zypern als auch der Eurozone, dass wir so rasch wie möglich eine Einigung erreichen", heißt es in einer am Sonntagabend veröffentlichten Erklärung Dijsselbloems.
Zypern hat die Eurogruppe um rund 17 Milliarden Euro gebeten, um den finanziellen Zusammenbruch der Mittelmeerinsel abzuwenden. Die Eurogruppe hat bisher gezögert: Vor allem müsse der Vorwurf geprüft werden, dass auf Zypern russisches Geld illegal "gewaschen" werde. Zypern hat dies bisher stets bestritten. Die Eurogruppe fordert, dass eine privatwirtschaftliche Organisation diesen Vorwurf prüft und eine unabhängige Studie vorlegt. Dies wurde von Zypern bisher abgelehnt.
"Die Eurogruppe ist bereit, Zypern bei allen Reformen zu unterstützen, die die Wirtschaft wieder auf den Weg nachhaltigen Wachstums bringen", heißt es in der Erklärung Dijsselbloems. Dafür sei aber "angemessenes Handeln" Zyperns und der sogenannten Troika von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds nötig.
(APA)
Mehr zum Thema
|
 © dpa
|