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24.02.2013 10:10
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Gold verliert viele Anhänger

Zuletzt sackte Preis auch deutlich ab - Geldpolitik der Fed ist Mitgrund
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Für Goldbesitzer gab es in den vergangenen Jahren reichlich Grund zu strahlen: Der Preis des Edelmetalls kannte nur einen Weg und zwar nach oben. So sollte es eigentlich auch 2013 weitergehen: Rohstoff-Experten hatten in Jahresausblicken in Aussicht gestellt, dass Goldmünzen, Goldbarren oder einfach nur Goldschmuck weiter an Wert gewinnen. Im Verlauf der vergangenen Woche wurden die Goldliebhaber aber jäh aus den Träumen gerissen.

Innerhalb von nur fünf Handelstagen rutschte der Preis für das gelbe Edelmetall um etwa 100 Dollar. Plötzlich fragen sich viele Goldanleger, ob sie nicht doch auf das falsche Pferd gesetzt haben.

Am vergangenen Mittwoch erreichte der Goldpreis bei 1.555 Dollar (1.179,28 Euro) je Feinunze den tiefsten Stand seit über sieben Monaten. Eine ähnlich rasante Talfahrt gab es zuletzt vor einem Jahr. Zwar hat sich der Goldpreis zuletzt wieder etwas erholt, und er stand am Wochenausklang bei 1.574 Dollar. Mittlerweile ist es aber eineinhalb Jahre her, dass der Goldpreis im September 2011 sein Rekordhoch bei 1.920 Dollar markierte. Die Hausse geriet ins Stocken und der Goldpreis bewegte sich phasenweise monatelang mehr oder weniger seitwärts.

Selbst Fachleute, die in den vergangenen Monaten häufig optimistisch auf die Entwicklung des Goldpreises geschaut haben, werden plötzlich vorsichtiger. So zum Beispiel das Frankfurter Bankhaus Metzler. "Wir empfehlen, bei 1.500 Dollar die Reißleine zu ziehen und auf bessere Einstiegsgelegenheiten zu lauern." So lautete der jüngste Rat in Sachen Gold an die Adresse der Investoren.

Es gibt keinen Zweifel: Das gelbe Edelmetall verliert in diesen Tagen viele Anhänger. Einen der wesentlichen Gründe für die Talfahrt beim Goldpreis lieferten die Metzler-Experten gleich mit: Die Investoren haben den Glauben an eine endlose expansive Geldpolitik in den USA verloren. Mit dem Protokoll der letzten Zinssitzung der US-Notenbank hatte sich nämlich der Eindruck verfestigt, dass die Fed Ernst macht und früher als gedacht beginnen könnte, die Geldschleusen wieder zu schließen.

Die Spekulation der Anleger auf eine starke Inflation gilt als wichtiger Preistreiber beim Gold. Eben diese bereitet jedoch immer mehr Notenbankern Sorgen, sodass die Wahrscheinlichkeit für ein vorzeitiges Ende der ultralockeren Geldpolitik steigt. Kaum war die Fed-Mitschrift veröffentlicht, legte auch der Kurs des Dollar spürbar zu, was den Goldpreise zusätzlich belastete. Eine festere US-Währung verteuert Gold für Anleger außerhalb des Dollarraums und drückt damit die Nachfrage nach dem Edelmetall.

Bei den Investoren am Goldmarkt begannen aber bereits die Alarmglocken zu schrillen, als Mitte des Monats bekannt wurde, dass der Investor George Soros das Interesse an dem Edelmetall ein Stück weit verloren hat. Aus der jüngsten Statistik der US-amerikanische Börsenaufsicht SEC ging nämlich hervor, dass der Milliardär Soros im vierten Quartal mehr als die Hälfte seiner Anteile am SPDR Gold Trust verkauft hatte. Dabei handelt es sich um den mit Abstand größten Goldfonds der Welt.

Es waren in den vergangenen Tagen vor allem solche Groß-Investoren, die dem Goldmarkt den Rücken gekehrt haben. Die Vergangenheit hat aber immer wieder gezeigt, dass sie auch schnell wieder ihre Leidenschaft für Gold wiederentdecken. Im wichtigsten Importland Indien wurde laut jüngsten Daten des World Gold Council zuletzt auch wieder mehr Gold in Form von Schmuck verkauft. Für das vierte Quartal meldete der Branchenverband einen starken Anstieg.

Außerdem könnte ein erneutes Aufflammen der Euro-Schuldenkrise die Anleger wieder in den "sicheren Hafen" Gold treiben. Nicht wenige Investoren blicken vor diesem Hintergrund gebannt auf die Ergebnisse der Parlamentswahlen in Italien. Eine schwierige Regierungsbildung oder gar ein Zurückdrehen der Reformpolitik dürfte schnell wieder Unsicherheit an die Märkte bringen. "Das wird auch am Goldmarkt nicht spurlos vorbei gehen und für steigende Preise sprechen", sagte Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank.
 
(APA)
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TheRaberg
236 Postings
seit 2009-10-28
> So,2013-02-24 15:42:37


ab jetzt darf man sich wieder long positionieren. Wie immer werden solche "News" veröffentlicht, wenn die Geschichte bereits veraltet und der Kurs wieder dreht.

Baumläufer
592 Postings
seit 2010-12-03
>> Re(1): So,2013-02-24 16:17:00


in der Regel hast da sauber Recht.
Aber das ungenießbare Gold ging schon ZU lange LONG.

Gold zur Absicherung "ja", als Anlage "No". Nur meine Meinung. Angst ist die Triebfeder des Goldpreises.

TheRaberg
236 Postings
seit 2009-10-28
>>> Re(2): So,2013-02-25 03:39:27


Vertrau mir- das künstliche "Runterpressen" des Goldes hält nicht auf Dauer und so werden die Altbekannten lieber ein Eigentor hinnehmen, als ein Disaster.

Wuffifass
530 Postings
seit 2012-07-21
>> Re(1): So,2013-02-24 16:34:38



Schade, wenn Gold wieder teurer wird, das schränkt seine (einzige) Anwendbarkeit als Zahnfüllung wieder ein, dabei halten die gute 15 Jahre und geben eine gute Bissfähigkeit.

LASKler
6039 Postings
seit 2012-02-28
>>> Re(2): So,2013-02-24 20:11:27


Nach der Wahl in der BRD kommt wieder die € Angst, werdet schon sehn

voitsberger
1902 Postings
seit 2007-11-21
>>>> Re(3): So,2013-02-24 20:55:10


ad baumläufer

bei welchen kursen hast die sumsi kauft bzw verkauft?
musst natürlich nicht antworten! obwohl hier im forum samma eh unter uns.-)

Baumläufer
592 Postings
seit 2010-12-03
>>>>> Re(4): So,2013-02-24 21:36:54


hab ich eigentlich ja schon damals geschrieben u. kannst auch bei meinen Postings (ich glaub Sommer oder Herbst 2012) nachschlagen. Durchschnittseinkauf: ca. 16,9.

letzte u. tiefste Verkaufsorder bei ca. 30,70 EURO wie an dem Tage X mitgeteilt. Wieso fragst du?

voitsberger
1902 Postings
seit 2007-11-21
>>>>>> Re(5): So,2013-02-24 21:46:50


hab nur aufgeschnappt dass du verkauft hast. und war neugierig:) - irre gute performance! chapeau!



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