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23.02.2013 06:11
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Aktienmärkte kommen nach wie vor nicht recht vom Fleck

Raiffeisen Research - Vermeintlich schlechte Nachrichten geben Anlegern Anlass für Gewinnmitnahmen
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Die Analysten von Raiffeisen Research bleiben bei ihrer Halten-Empfehlung für die internationalen Aktienmärkte. Die global bedeutenden Aktienindizes würden aktuell – mehrheitlich ohnehin auf hohen Niveaus liegend – nicht recht vom Fleck kommen. In den USA habe der Dow Jones in der abgelaufenen Woche die 14.000-Punkte-Marke erklommen und notierte dabei nur mehr eine gute Tagesbewegung von seinem Allzeit-Höchststand entfernt, musste im Anschluss aber rasch wieder Federn lassen, als die Fed Aussagen in den Raum stellte, die eher früher denn später ein beginnendes Ende der allzu ultra-expansiven Geldpolitik erwarten lassen konnten, fassen die Analysten im aktuellen Marktausblick zusammen. Diese Fed-Kommentare hätten eine kleine Schockwelle ausgelöst, welche auch die Aktienmärkte der Eurozone und Asiens erfasst habe, so die Experten. Damit würden die immer noch klar mehrheitlich positiven Überraschungen bei den Unternehmensergebnissen vorerst deutlich in den Hin- tergrund gedrängt. In einem solchen Umfeld könne etwa Allianz nach Bekanntgabe sehr erfreulicher Zahlen zwar innerhalb des Dax eine relativ gute Performance erzielen, haben aber dennoch absolut gesehen verloren.

Die Analysten betonen, dass sie den jüngsten Rückschlag an den Börsen nicht überbewerten wollen. Ihnen sei bewusst, dass die Stimmung an den Aktienmärkten in den vergangenen Wochen schon ein wenig ‚zu gut‘ geworden war, wie sie meinen. "Auf diesen Umstand haben wir des Öfteren hingewiesen. Wenn dann eine vermeintlich schlechte Nachricht eintrifft, gibt diese vielen Anlegern Anlass für Gewinnmitnahmen", so die Analysten.

In Summe gehen sie aber weiterhin von steigenden Vorlaufindikatoren in der Eurozone (und in den USA) aus, erwarten trotz der gestiegenen Befürchtungen keinen für die Kapitalmärkte ungünstigen Wahlausgang in Italien und verweisen auf die mehrheitlich attraktiven Bewertungskennzahlen (v.a. Europa), die im direkten Vergleich mit anderen Veranlagungsklassen gleich noch um ein Vielfaches attraktiver erschienen, so die Experten.

Kommende Woche werden wieder Quartalszahlen im Fokus stehen. Die – auch für den Gesamtmarkt – interessantesten Zahlen werden nach Meinung der Analysten von europäischen Unternehmen stammen. Auf Seiten der Konjunkturdaten seien die heißesten Nachrichten aus den USA und gegen Ende der neuen Woche zu erwarten
 
(red)
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