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10.02.2013 10:11
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Wall Street steht Nagelprobe bevor

US-Budgetstreit könnte Angst vor Konjunkturdämpfer durch Ausgabenkürzungen in den Fokus rücken - Dow Jonex notiert knapp unter 14.000 Punkten
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Nach einem starken Jahresauftakt steht der Wall Street über kurz oder lang die Nagelprobe bevor. Die Investoren dürften testen, ob der Höhenflug von Dauer ist oder die Kurszuwächse in den kommenden Monaten abschmelzen wie in den vergangenen beiden Jahren. Alan Lancz, Präsident von Alan B. Lancz & Associates, sieht viele Börsianer in Habachtstellung. Seinen Worten nach folgen sie der Maxime der Opportunisten: "Reite auf der Welle, solange du kannst, und versuche nicht der letzte zu sein, der abspringt." Die Frage an den US-Börsen für die neue Woche ist also: Geht da noch was - oder ist es an der Zeit, die Gewinne in Sicherheit zu bringen?

Die kräftigen Aufschläge der vergangenen Wochen machen den Markt verwundbar. Rückschläge könnten kommen, wenn die seit längerem in den Hintergrund getretene Euro-Schuldenkrise wieder aufflammt. Außerdem dürfte der US-Haushaltsstreit wieder stärker in den Fokus rücken. Nach aktuellem Stand der Dinge würden mit Beginn des kommenden Monats automatische Ausgabenkürzungen der Bundesregierung über 85 Mrd. Dollar (63,56 Mrd. Euro) in Kraft treten. Nach den Worten des Politikstrategen Greg Valliere von der Potomac Research Group hat die günstige Börsenentwicklung zur Folge, dass der Druck auf die Streitparteien nachgelassen hat. "Ich erwarte keinen großen Kompromiss, vor allem weil die Märkte so selbstgefällig sind", sagt Valliere.

Kommt es zu den Streichungen im Haushalt, droht der weltgrößten Volkswirtschaft ein herber Dämpfer mitten in der Konjunkturerholung. "Pauschale Kürzungen werden sich schädlicher auswirken als gezielte Kürzungen", gibt Lancz zu bedenken. "Sollten wir sogar in eine Rezession rutschen, werden alle Karten neu gemischt." Einen Ausblick auf den Fortgang der Etat-Gespräche könnte am Dienstag Präsident Barack Obama in seiner traditionellen Rede zur Lage der Nation liefern.

Da der Kalender mit wichtigen Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen in der neuen Woche relativ dünn ist, dürften die Anleger wieder größeres Augenmerk auf die Auftritte von Notenbankern richten. Erhofft werden neue Hinweise, wie und wann die US-Zentralbank (Fed) ihr massives Wertpapier-Rückkaufprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft zurückfahren könnte.

Die US-Börsenbarometer liegen derzeit so hoch wie lange nicht mehr. Der Dow-Jones-Index notiert knapp unter der Marke von 14.000 Punkten, die er jüngst erst das zweite Mal überhaupt übersprungen hatte. Der Technologieindex Nasdaq ging am Freitag auf dem höchsten Schlusskurs seit November 2000 aus dem Handel. Und der breit gefasste S&P 500 liegt über der psychologisch wichtigen Schwelle von 1.500 Zählern - erst das dritte Mal in seiner Geschichte. Analysten zufolge könnte das Barometer nun Anlauf auf sein Rekordhoch von 1.576,09 Punkten nehmen.

Dagegen rechnet Marktstratege Jeff Kleintop von LPL Financial zunächst mit einer Konsolidierung, die die Kurse um bis zu fünf Prozent nach unten drücken dürfte. Dann gibt es seiner Ansicht nach aber wieder günstige Kaufgelegenheiten, vor allem im Bau- und Transportsektor. Auch Art Hogan von Lazard Capital Markets wäre einer längeren Verschnaufpause nicht abgeneigt: "Für eine gewisse Zeit in einer Handelsspanne festzuhängen nach dem Turbostart in dieses Jahr, ist wahrscheinlich ein positives Zeichen."
 
(APA)
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