Auch in der abgelaufenen Woche haben einige der bedeutendsten Aktienindizes Mehrjahres-Höchststände erreicht. Dennoch gestaltet sich die Entwicklung an den globalen Aktienmärkten zunehmend zäher. Massgeblich verantwortlich dafür war zuletzt das enttäuschend schwache US-Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2012.
Andererseits beruhigen die Quartalszahlen der US-Unternehmen das Sentiment. Weit über 70 % der Gewinnausweise liegen über den zuvor massiv abgesenkten Erwartungen der Analysten und auch die Umsatzentwicklung zeigt sich besser als in den Quartalen zuvor.
Auch in Europa blieben grosse Enttäuschungen in Sachen Berichtssaison bisher aus und anhand der bis jetzt veröffentlichten Daten lässt sich erwarten, dass es auch hier mehr positive Überraschungen zu vermelden geben wird als in den ersten drei Quartalen 2012.
Die aktuell zu beobachtende Verschnaufpause der Aktienmärkte ist jedenfalls nur gesund für die weitere Entwicklung und wir gehen nicht davon aus, dass diese in eine grössere Korrektur mündet. Dennoch zeigen etwa Investorenumfragen, dass es in den letzten Wochen zu einer deutlichen Aufhellung des Sentiments gekommen ist. Damit wird die Luft für so manchen Aktienindex natürlich dünner.
Diesem Umstand trägt Raiffeisen Research auch bei ihren Empfehlungen Rechnung: "Nachdem wir schon eine Woche zuvor unsere Kursziele bei S&P 500, Dow Jones, FTSE und SMI erreicht hatten, traf dies zuletzt auch auf den Nikkei 225 zu. Wir stufen somit auch diesen auf „Halten“ zurück. Unverändert bleibt unser Votum dagegen für die Aktienmärkte der Eurozone sowie die Nasdaq mit Kaufen", heisst es.
Den EuroStoxx 50 sieht das Team rund um
Peter Brezinschek Ende Dezember bei 2900 Punkten, den
ATX bei 2650 und den
DAX bei 8500 Punkten.
Christoph Schultes von der
Erste Group sieht den ATX weiter in einer kurzfristigen Seitwärtsbewegung gefangen: "Der seit Mitte letzten Jahres bestehende Aufwärtstrend ist jedoch weiterhin intakt, mittelfristig sind wir daher weiterhin optimistisch."