AT&S erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 150 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 30,5 Mio. Euro. Damit konnte der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 auf rund 405 Mio. Euro gesteigert und der Gewinn der Aktie auf 0,23 Euro erhöht werden.
"Die Umsatzsteigerung ist vor allem auf die verbesserte Kapazitätsauslastung des HDI Werkes in Shanghai zurückzuführen", erklärt das Unternehmen am Montag nach Börseschluss. Während in den ersten sechs Monaten die Auslastung unter den Erwartungen lag, hat sich die Auftragslage im dritten Quartal wesentlich verbessert. Zusätzlich finden immer mehr HDI Leiterplatten Einzug in die Premiumklasse im Automotivebereich. Die Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten in der Industrie in Europa ging konjunkturbedingt zurück. "Natürlich können wir den schwachen Start ins Geschäftsjahr nicht zu 100% kompensieren. Die starke Nachfrage im Weihnachtsgeschäft im Mobile Device Bereich und der weiterhin stabile Bedarf an hochwertigen Verbindungslösungen im Automotive Bereich haben zu einer Ergebnisverbesserung und einem Rekordumsatz im dritten Quartal geführt. Auch unsere Strategie, sich im Medizinbereich stärker zu engagieren, trägt nun Früchte. Der Umsatz ist in diesem Bereich im laufenden Geschäftsjahr um 50% gewachsen", erklärt CEO Andreas Gerstenmayer.
Die Spannung ist einen Tag vorher schon geplatzt. Das Management hat voll enttäuscht.
Zusammenfassend muß man sagen, daß die Q3 Zahlen leider sehr enttäuschen. Da soll jemand sagen, daß es an der Wiener Börse keine Insider gibt.
Der Kurs ist heute ca. 3% zurück gegangen und das bei sehr hohen Umsätzen. Nach Börsenschluss in Wien wurden nun diese Zahlen präsentiert.
9 Cent pro Aktie war der Gewinn in den ersten beiden Quartalen. Im dritten Quartal wurden auch nur 14 Cent pro Aktie verdient. Macht zusammen 23 Cent für drei Quartale. Im vorigen Geschäftsjahr wurde alleine in einem Quartal (ca. 30 Cent) mehr verdient, als heuer in drei Quartalen zusammen.
Unterstellt man AT&S den aufstrebenden Trend, dann kann man für das Q4 vielleicht 20 Cent Gewinn pro Aktie annehmen. Das wären um die 44 Cent Gewinn für das laufende GJ.
Bei einem durchschnittlichen KGV der letzten 5 Gewinnjahre von "11" ergäbe dies nur einen Kurs von ca. 5.-- Euro (0,44 x 11). Da aber in schlechten Zeiten auch ein höheres KGV üblich ist, rechne ich mit einem 15er-KGV (ist teuer) und komme somit auch nur auf 6,60 € und gerade noch vertretbare Bewertung.
"Schön" an der ganzen Sache ist nur, daß ich mir heute über die Zahlen und meine Strategie in Ruhe Gedanken machen konnte.
Mein Vorgehen ist klar:
Statt meines geplanten Zukaufs werde ich morgen schon vor Börsestart einen Verkaufsauftrag über alle Stücke bestens erteilen. Mit etwas Glück bekomme ich die Spesen bezahlt und habe noch einen kleinen Gewinn nach der KGSt.
Mein Wiedereinstieg liegt dann bei obigen 6,60 Euro.
Wie da Berenberg in ihrer Analyse von heute zu einem Kursziel von 9.--€ kommt (entspräche KGV von über 20), fragt sich
Jetzt sind die Q3-Zahlen schon schlecht und jetzt versucht die ATS die Kleinanleger auch noch zu täuschen.
Wirklich ärgerlich, wie die ATS die schlechten Zahlen versucht schön zu schreiben.
Probe gefällig: " ATS verzeichnet Rekordumsatz und erhöht Gewinn."
1.) Ein "Rekordumsatz" interessiert keinen, wenn fast kein Gewinn geschrieben wird und die Firma nur "Geld wechselt". Einzig schön für die Arbeitskräfte, die wenigstens Arbeit haben.
2) Die "Gewinnerhöhung" gab es nur vom katastrophalen Q2 zum mittelmäßigen Q3. Das verschweigt aber der offizielle Bericht zunächst. Erst bei dem Zahlen-Wirr-War kann man die Misere vielleicht herauslesen.
Zuletzt wird dann noch der Gewinn vor Steuern mit 8 Mio. Euro angeführt, der auch niemanden interessiert (ist vergleichbar mit meinem Bruttolohn). EBT (Earnings before taxes) mag den Finanzminister interessieren. Für mich wichtig ist das reine "E" für Earning oder Nettogewinn (vergleichbar mit Nettoeinkommen) und das liegt bei ATS leider nur bei 5,4 Mio. Euro.
Führende Analysten rechneten mit 7,07 Mio. Euro.
Also liebe ATS, der Wahrheit ins Auge schauen,
meint der Cashier
at&s ist eine der größten enttäuschungen am wiener markt. quartal für quartal gibts dieselben platitüden der mangelnden visibility. was der androsch schwiegersohn nicht geschafft hat, gelingt dem neuen chef leider auch nicht. schade eigentlich. das unternehmen hätte nämlich durchaus potential.
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