Im Vorfeld der morgen zur Veröffentlichung anstehenden Drittquartalszahlen des Leiterplattenherstellers AT&S erwarten die Analysten von Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB) und Kepler Capital Markets im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein leichtes Umsatzplus. Unter dem Strich wird hingegen ein moderater Rückgang des Nettogewinns gesehen.
Der Umsatz für das dritte Quartal wird durchschnittlich auf 136,77 Mio. Euro geschätzt, was einem Anstieg zur Vorjahresperiode von fünf Prozent entspricht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lautet im Konsens auf 28,53 Mio. Euro und damit ein Prozent höher als im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) wird im Durchschnitt mit 11,07 Mio. Euro erwartet - ein Rückgang von neun Prozent. Der Nettogewinn wird ebenfalls tiefer gesehen und zwar bei 7,07 Mio. Euro, was einer Gewinnschmälerung von elf Prozent entspräche.
Zum Vorquartal wird unterdessen mit einer klaren Ergebnissteigerung gerechnet. Dies ist nach Anschicht der Analysten zum einen auf saisonale Effekte zurückzuführen; das dritte Quartal ist typischerweise das stärkste von AT&S. Zum anderen wird damit gerechnet, dass die Division "Mobile Devices" von der Einführung neuer Produkte durch wichtige Kunden wie Apple oder Research In Motion (RIM) profitieren konnte. So dürfte etwa der Marktstart von Apples iPhone 5 sowie die noch anstehende Markteinführung des neuen Blackberry 10 durch RIM zu höheren Auftragseingängen geführt haben.
AT&S - Analystenschätzungen für das dritte Quartal 2012/13 (in Mio. Euro):
Eines muß ich Euch noch zur Bewertung von ATS schreiben, wo ich jetzt voll in diesem Titel investiert bin:
Wenn ihr den vorläufigen GB für 2013/13 genau liest, gibt ATS sehr versteckt Auskunft, daß der Betriebsgewinn vom Vorjahr auf heuer "vor allem aufgrund der erhöhten Abschreibungen von 27, 5 Mio auf heuer 14,1 Mio gesunken ist".
Die Abschreibungen verstehe ich als AfA (positiv) und nicht als beispielsweise Abschreibungen für Ausfälle von Kundenzahlungen (negativ).
Anders ausgedrückt wäre ohne die (positiven) Abschreibungen der Gewinn wie 2011/12 auf 1,14 Euro je Aktie zu liegen gekommen.
Mit dem gerechtfertigten KGV für ATS von "11" multipliziert, wäre ATS heute schon über 12.-- Euro wert.
Sind die "Abschreibungen" jedoch Zahlungsausfälle von Kunden oder ähnliches, dann erübrigt sich obige Rechnung und man muß auf künftige Gewinne warten, sinniert
Habe ich auch am 10. 5. 13 in Reply 32 gepostet. 6,8xx Euro für 10 k.
Genauderes folgt erst, weil es viele Teilausführungen gab.
Ich bin sehr optimistisch für ATS und bin auch nicht gleich frustriert, wenn es einmal nach unten geht. Ich befolge die Börsenregel Nr. 1 zu 100%:
"Nur Geld an der Börse investieren, wenn man es über Jahre dort lassen kann". "Kann" deshalb, weil ich bei gutem Wind schon früher aussteige.
Wenn man so will halte ich es mit dem Kostolany (dem echten): "Die Börse ist wie ein Paternoster-Aufzug. Wenn es nach unten geht, ist es kein Problem, solange man nicht versucht, unten auszusteigen".
Der Gewinn ist vor allem gesunken, weil die Bruttmarge schlechter war, die Finanzierungskosten gestiegen sind und auch die Afa - aber nur mit ca 9 Mio - höher war.
Die höhere Afa sehe ich hier nicht zwingend positiv, da hier vermutlich eine nichtausgelastete oder veraltete Fab abgeschrieben werden musste.
Das ist auch das größte Risiko in der AT+S. Die stellen eine Riesenfab in China hin, müssen 350 Mio investieren und sind darauf angewiesen, dass ihre Kunden dann auch tatsächlich mit den jeweiligen Geräten erfolgreiche am Markt unterwegs sind. Wenn eines der Kunden devices floppt, dann haben die eine Minderauslastung und die Margen gehen in den Keller.
Wenns aber gut geht, dann geht´s wirklich gut.
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