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21.01.2013 14:33
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Die Immofinanz-Affäre beschäftigt die Gerichte schon seit Jahren

Prozess-Lawine von geschädigten Anlegern losgetreten - Auch Immofinanz und Aviso Zeta gehen zivilrechtlich gegen Ex-Manager vor
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Während die strafrechtliche Aufarbeitung der Malversationen in der Causa Immofinanz ab morgen, Dienstag, am Landesgericht Wien mit dem Prozess gegen Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics und vier weitere Angeklagte startet, sind die Zivilgerichte schon seit Jahren mit den Ungereimheiten rund um das ehemals größte Immobilienunternehmen Österreichs beschäftigt. Die Anleger-Prozesse gegen das Unternehmen sowie externe Finanzberater werden schon seit Ende 2008 geführt. Seit März 2011 geht die Immofinanz-Gruppe selbst gegen ihre ehemaligen Manager auf dem Zivilrechtsweg vor. Nachstehend ein Überblick über die Verfahren:

Im März 2011 brachte die Immofinanz eine Schadenersatzklage gegen die ehemalige Vorstände und den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der ehemaligen Constantia Bank (CPB) - Karl Petrikovics, Norbert Gertner und Helmut Schwager - am Handelsgericht (HG) Wien ein. Die Immofinanz wirft ihnen vor, dass sie sich über Optionen auf Kosten von Tochtergesellschaften der Privatbank bereichert hätten und fordert deshalb eine Schadenswiedergutmachung in Höhe von 11,4 Mio. Euro. Dieses Verfahren ruht aufgrund des Strafprozesses, wo es auch um diese Vorwürfe geht.

Im Herbst 2011 brachte die Immofinanz eine weitere Schadenersatzklage gegen Petrikovics und den Lobbyisten Peter Hochegger wegen der Provision bei der Privatisierung der Bundeswohnungen (Buwog) unter Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser in Höhe von 9,9 Mio. Euro plus Zinsen am Handelsgericht Wien ein. Zwar hatte Petrikovics eine Unterbrechung auch dieses Prozesses wegen des strafrechtlichen Verfahrens erwirkt, Anfang des Jahres ordnete das Oberlandesgericht (OLG) Wien nach Anfechtung der Entscheidung des Handelsgerichts aber die Fortführung des Verfahrens an. Richterin Mariana Boltz werde demnächst einen Prozessfahrplan anberaumen, hieß es beim Handelsgericht auf APA-Anfrage.

Im November 2012 klagte dann auch noch die Aviso Zeta (ehemalige Constantia Privatbank) ihre ehemaligen Vorstände Petrikovics, Gertner und Karl Arco. Es geht dabei um Fälle, in denen die Manager Bankkunden persönlich über Immofinanz- bzw. Immoeast-Papiere beraten hatten. Die Verfahren gegen Petrikovics und Gertner werden am Handelsgericht Wien mit einem Feststellungswert in Höhe von 150.000 Euro geführt, der Prozess gegen Arco werde aufgrund einer Gerichtsstandsvereinbarung am Arbeitsgericht Wien geführt, teilte die Bank mit.

Darüber hinaus sei die Bank per Ende 2012 noch mit 1.430 offenen Anlegerverfahren mit einem Streitwert von 308 Mio. Euro konfrontiert. Der Großteil davon betrifft Immofinanz bzw. Immoeast, wobei die meisten Kläger ihre Aktien über Finanzberater wie dem AWD erworben haben.
 
(apa)
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KursDiver
Zehetner schmettert Offert ab2015-02-25 12:09:00
228 Postings

seit 2007-08-20

In einer Stellungnahme am Mittwoch-Vormittag untersrich Eduard Zehetner, dass das Offert seiner Ansicht nach in keiner Weise den Wert der Immofinanz widerspiegle. Sein Argument: Der russische Investor Mints sei auch bei der CA Immo eingestiegen und habe damals einen Preis von rund 85 Prozent des Net Asset Value der CA Immo gezahlt. Umgelegt auf die Immofinanz (NAV, siehe oben, bei 4,48 Euro) würde dies laut Zehetners Rechnung einen Wert von 3,81 Euro ergeben. Zehetner selbst hält demnach Offerte von unter vier Euro je Aktie für wenig realistisch.

Außerdem macht sich der Immofinanz-Chef seine eigenen Gedanken zum Vorstoß der Russen in Österreich. Jede vierte Immobilie der Immofinanz liegt in Russland und es könne durchaus sein, dass sich die Lage dort und an der Peripherie in naher Zukunft deutlich verbessern könnte. Der russische Investor könnte also durchaus auf einen Informationsvorsprung bauen, den er nun versilbern möchte.

Um 2,51 Euro jedenfalls werden CA Immo und Mints die Immofinanz-Aktie wohl nicht bekommen. Am Mittwoch zog das Immofinanz-Papier gleich zu Handelsbeginn um 7,6 Prozent auf 2,70 Euro an. Wenig später waren die Zugewinne bereits zweistellig, 2,82 Euro standen um 9.16 Uhr auf dem Kurszettel. Bis 10 Uhr wurden vier Millionen Aktien gehandelt, mehr als am gesamten Mittwoch.

Mit Immofinanz setzt Mints nun auf ein anderes Pferd: Der Konzern besitzt mehrere große Einkaufszentren im Umland von Moskau. Zuletzt hatte der Firma der massive Verfall des Rubel zu schaffen gemacht. Im ersten Halbjahr 2014/15 (bis Ende Oktober) verbuchte sie einen Nettoverlust von 30 Millionen Euro. Und auch in den kommenden Quartalen könnte der Rubel-Verfall die Gewinne "deutlicher als bislang" schmälern, hatte Immofinanz im Dezember gewarnt. Russland ist der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt des Konzerns. Dort senkt Immofinanz die Mieten in ihren Einkaufszentren, um ihren Kunden - großen Einzelhandelskonzernen - angesichts der Währungskrise entgegenzukommen. Neben Russland besitzt Immofinanz auch Immobilien in Deutschland, Österreich und Osteuropa.

Mints' zypriotische O1 Group hat sich erst kürzlich bei der CA Immo eingekauft und hält nun 26 Prozent an dem Unternehmen. Laut Immofinanz-Chef Zehetner hat der Oligarch das "große Ganze" im Auge - eine Fusion der Unternehmen zu einem Immobilien-Schwergewicht. Zehetner schließt nicht aus, dass es auch bei der S Immo zu einem Eigentümerwechsel könnte.

S Immo ist das kleinste der börsenotierten österreichischen Immobilienunternehmen. Die Aktie hat seit Jahresbeginn um 43,4 Prozent zulegt, was wohl auf Übernahmephantasien zurückzuführen ist. Der Börsewert des Unternehmens liegt nun bei 592 Millionen Euro.

Quelle : Wirtschaftsblatt



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