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18.01.2013 14:31
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Banken sind ein schlechtes Investment - 3 Top-Fondsmanager sagen warum

"Wir sehen Banken eher als hochgradig zyklisch gehandelte Aktien - nichts für uns"
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Seit dem Tief der Finanzkrise stimmen Europas Top-3-Aktienfonds-Manager in einem Punkt überein: Banken sind ein schlechtes Investment.

Europe Equity Growth Fund von Allianz SE, Comgest Growth Europe Fund und Montanaro European Smaller Companies Fund haben die besten risikobereinigten Erlöse seit März 2009 unter jenen europäischen Aktienfonds erzielt, die mehr als 500 Mio. Euro verwalten. Das belegt das 'BLOOMBERG RISKLESS RETURN RANKING'. Sie schafften dies durch eine gezielte Aktien-Auswahl und dadurch, dass sie die Finger von Banken liessen. Und Thorsten Winkelmann, Arnaud Cosserat und Charles Montanaro - die drei Manager hinter den Fonds - kaufen noch immer nicht.

“Ich sehe nicht, dass wir uns in nächster Zeit in eine der Banken einkaufen”, sagte Winkelmann, der von Frankfurt aus arbeitet. Seine Erlöse im Beobachtungszeitraum waren die besten - sowohl mit Blick auf die absoluten als auch die risikobereinigten Werte. Winkelmanns Fonds hat ein Volumen von rund 3,5 Mrd. Euro. “Man fragt die Vorstandschefs von diesen Banken nach ihren Zielen bei der Eigenkapitalrendite. Und sie können Dir keine Antwort geben. Wie kann ein aussenstehender Fonds-Manager das wissen und sein Geld in diesen Bereich reinstecken?”

Auch der von London aus arbeitende Montanaro ist skeptisch. Sein Fonds verwaltet 1,1 Mrd. Euro. “Diese Unternehmen sind eher undurchsichtig, was es schwer macht, sie zumindest mit einem gewissen Grad an Sicherheit zu bewerten”, sagte er mit Blick auf die Banken. “Und um die Sache noch schlimmer zu machen: Ihr Schicksal liegt oft nicht in ihren eigenen Händen - wegen Eingriffen von Politik und Aufsicht. Vor diesem Hintergrund sehen wir sie eher als hochgradig zyklisch gehandelte Aktien - nichts für uns.”

Und Cosserat, der in Paris sitzt, meinte: “Banken haben immer extrem sensibel auf den Zyklus reagiert. Kurzfristig tendieren sie dazu, sich nach oben und unten zu bewegen. Aber auf lange Sicht liefern sie kein Gewinnwachstum, und sie liefern keine Performance. Sie sind anfällig für Unfälle.” Sein Fonds kommt auf ein Volumen von 2,1 Mrd. Euro.

Die drei Top-Manager sind unbeeindruckt von den Massnahmen, die Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), ergriffen hat, um die europäischen Banken zu stützen - auch wenn dies Finanztitel in den vergangenen zwölf Monaten zur besten Branchengruppe im STOXX 600 Index machte.

Stattdessen setzen sie auf Aktien wie etwa den schwedischen Medizintechnikhersteller Elekta AB, den gleich alle drei Fonds- Manager in ihrem Depot haben. Firmen wie diese hätten ein einfacheres Geschäftsmodell, vorhersehbaren Cash-Flow und den grössten Anteil an einem Nischenmarkt. Banken würden da nicht reinpassen, sagen sie.

Zu den beiden grössten Positionen von Cosserat zählen der spanische Bekleidungseinzelhändler Inditex und der deutsche Software-Hersteller SAP. Diese beiden Titel finden sich auch in den Top-3 von Winkelmann wieder.

Die Kurse von Inditex und SAP haben sich seit März 2009 mehr als verdreifacht beziehungsweise mehr als verdoppelt -trotz der Rezession in Europa und des langsamen Wachstums der Weltwirtschaft.

Der hohe Marktanteil, die Preissetzungsmacht und die operative Effektivität bedeuten für Inditex und SAP, dass sie auf entwickelten Märkten auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld noch stark wachsen können und dass sie einen vorhersehbaren Cash-Flow generieren, sagte Cosserat. Bei Banken sei genau dies nicht der Fall.

Cosserat mag auch die Aktien von ARM Holdings Plc, den Chiphersteller aus England, den italienischen Luxusgüter-Konzern Prada SpA und den niederländischen Technologieanbieter Gemalto NV. Montanaros Top-Aktie ist der britische Industriekonzern Victrex Plc.

Der risikobereinigte Erlös, der nicht annualisiert ist, berechnet sich, indem absoluter Erlös durch Volatilität - ein Mass für tägliche Preisschwankungen - geteilt wird. Eine höhere Volatilität bedeutet, dass sich der Preis einer Aktie in kurzer Zeit dramatisch bewegen kann. Das wiederum erhöht das Risiko für unerwartete Verluste.

Montanaro kommt seit März 2009 auf einen um die Volatilität bereinigten Erlös von 6,87 Prozent. Bei Winkelmann sind es 7,59 Prozent und bei Cosserat 6,92 Prozent.
 
Bloomberg
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