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Die Gefahr einer schweren Finanzkrise in der Eurozone ist nach Ansicht der Weltbank weitgehend gebannt. Das Vertrauen der Märkte in Europa habe sich im vergangenen halben Jahr „dramatisch verbessert“, weil die richtigen Schritte zur Stützung der Gemeinschaftswährung gesetzt wurden, stellt die Organisation fest. Und schon haben wir das Schlamassel: Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sieht den Euro als deutlich überbewertet an. „Der Wechselkurs des Euro ist gefährlich hoch“. Notenbankgouverneur und EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny hingegen bereiten die jüngsten Kursanstiege des Euro keine großen Sorgen. „Ich sehe keine Perspektive für einen langfristigen Trend in diese Richtung“. Wer auch immer da recht hat - bei Kursen von rund 1,33 sollte es eigentlich müßig sein, sich überhaupt um Exporte zu sorgen.
Auch wenn es durchaus noch weiter nach oben gehen könnte. Dafür spreche der klare Zinsvorteil am Euro-Geldmarkt gegenüber den USA und Japan. Aber auch die von der Weltbank angesprochene abnehmende Risikoaversion der Anleger, die den Euro im Zuge der Schuldenkrise doch gehörig beutelte. Es ist aber auch die mittlerweile einfach realistischere Sicht in Bezug auf Risiko: Die SNB hat mittlerweile fast einmal das Schweizer BIP in Nicht-Franken Wertpapieren angelegt. Unter sicheren Hafen könnte man sich etwas anderes vorstellen. Zum Vergleich: Die Fed-Anleihekäufe summieren sich auf rund 20% des US-BIP. Die EZB kommt auf 30%.
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