Der Supermarkt-Diskonter Hofer hat mit seiner Ankündigung, ab diesem Montag (14. Jänner) "Grünstrom" zu verkaufen, den Tarifkalkulator der E-Control zum Glühen gebracht. An einem durchschnittlichen Freitag im Winter wird der Tarifkalkulator der Energieregulierungsbehörde rund 2.000 bis 2.500 mal besucht - am vergangenen Freitag wurden dagegen gut 10.000 Aufrufe gemessen, wie die E-Control am Sonntag bekanntgab. Das sei die bisher höchste Besuchszahl, die je an einem Tag registriert wurde.
Die E-Control-Vorstände Walter Boltz und Martin Graf freuen sich über die neue Marketinginitiative am Strommarkt - die in Zeitungsausgaben vom Sonntag mit ganzseitigen Anzeigen einzig zu diesem Thema werblich unterstützt wurde. "Wir begrüßen es sehr, dass durch solche Initiativen mehr Schwung in den Wettbewerb kommt und hoffen, dass weitere Anbieter dem Beispiel folgen werden, was der Belebung des Marktes sehr gut tun würde", so Boltz und Graf. Schließlich habe Österreich bei Strom eine der niedrigsten Wechselraten in Europa. Jährlich suchten sich gerade einmal rund 1,5 Prozent der Haushaltskunden einen neuen Stromlieferanten, obwohl ein Wechsel des Anbieters recht einfach möglich sei.
Der von der Umweltorganisation Greenpeace empfohlene "Grünstrom" von Hofer stamme ausschließlich aus nachhaltigen Energiequellen in Österreich. Der Strompreis wird bis Ende 2014 garantiert. Man biete damit laut einem aktuellen Vergleich des Tarifkalkulators der E-Control das günstigste Grünstrom-Angebot - ohne Berücksichtigung von Einmalrabatten - auf dem Markt an und sei teilweise sogar "günstiger als normaler Strom", erklärte die Handelskette am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Der Energiepreis (ohne Netztarife und Abgaben) beläuft sich auf netto 6,75 Cent pro Kilowattstunde (kWh) bzw. 8,10 Cent/kWh (brutto). 90 Prozent des Strom stammten aus Kleinwasserkraftwerken in der Steiermark, Tirol und
Salzburg, 9 Prozent aus niederösterreichischer und burgenländischer Windenergie und 1 Prozent aus Photovoltaik.