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07.01.2013 14:17
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Telekom enttäuscht, Bankenhilfe durch Basel und Trittbrettfahrer Amag

Nur 100 Millionen Euro - hat die Telekom Austria laut ihrem CEO im Vorjahr verdient

Hannes Ametsreiter
© APA
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„Vorausgesetzt es gibt keine steuerlichen Überraschungen“ wird der Nettogewinn der Telekom Austria für 2012 circa 100 Mio. Euro betragen, bestätigte Unternehmenschef Hannes Ametsreiter im Gespräch mit der Tageszeitung „Österreich“. Das Weihnachtsgeschäft 2012 sei das beste seit 2007 gewesen, heißt es weiter. Diese Meldung tickerte am Wochenende über die Nachrichtenagentur. Und führte zu Wochenbeginn dazu, dass die Telekom Austria die rote Laterne des Tages übernahm. Diese bad news sind aber sicher noch nicht komplett eingepreist. Wohl auch, da die Meldung am Markt noch gar nicht so richtig angekommen ist. Dazu verhilft u.a. das Wort „Bestätigte“ - denn Ametsreiter sprach im Laufe des Jahres einmal von einer dreistelligen Millionensumme - 100 wurden meiner Erinnerung nach nie genannt.

Doch wie liegen diese 100 Millionen im Vergleich? Horrend etwa zum Bloomberg-Konsens, der bei 145 Mio. liegt. Noch. Auch die Prognosen von Bernd Maurer von der RCB liegen über der Ametsreiter-Aussage. Mit der Halten-Empfehlung fühlt sich Maurer zumindest derzeit noch wohl, fürchtet aber, dass die Zahl von 100 Millionen den Markt noch nicht ganz erreicht hat. Das geht auch anderen Analysten so. Ad hoc eine Revision auszuschicken, darauf wird in den meisten Fällen aber bis nach kommenden Dienstag gewartet. Denn der dann stattfindenden Capital Markets Day der TA soll Aufklärung bringen, warum 2012 nun schlechter lief als geglaubt. Und ob wir in 2013 da vielleicht auch noch irgendwelche Nachwirkungen fürchten müssen.

Innerhalb des ATX-Segments zählt die Telekom-Aktie derzeit übrigens zu den unter Analysten unbeliebtesten Titeln überhaupt. Von den 21 die Aktie covernden Kapitalmarktauguren gibt es gerade mal drei Kauf-Empfehlungen - auch das durchschnittliche Kursziel liegt mit 5,56 Euro unter der aktuellen Notiz. Besser geht es dafür den Banken. Auch wenn das vor allem psychologische Gründe hat. Wie bereits zu Wochenschluss vermutet („Schwach sind die Banken unterwegs. Das könnte sich aber schon bald ändern. Denn die weltweit wichtigsten Bankenaufseher schalten bei der Einführung neuer Liquiditätspuffer einen Gang zurück“, hieß es), legten die Bankaktien heute einen Gang zu. Grund: Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht beugten sich am Wochenende auch wirklich dem Druck der Banken: Der neue Liquiditätspuffer, mit dem Bankpleiten verhindert werden sollen, kommt jetzt langsamer als bisher geplant. Denn die Sorge war groß, dass die Banken den Kredithahn weiter zudrehen könnten. Die sogenannte Mindest-Liquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio LCR) muss demnach nun erst ab 2019 komplett erfüllt sein, und nicht bereits 2015. Das gibt den Banken mehr Zeit für den Aufbau der Reserve. Mit dieser sollen die Institute in einer 30 Tage anhaltenden Liquiditätskrise ohne staatliche Hilfe überleben können, und trotzdem Auszahlungen vornehmen können. Erste Group und Raiffeisen Bank International fanden sich derart in der Spitzengruppe der ATX-Titel wider.

In Summe kann der heutige Handel aber als ruhig bezeichnet werden. Auch, da morgen, nach Börseschluss, Alcoa die internationale Berichtssaison zum Schlussquartal einläutet. Der deutlich zyklischer aufgestellte Amag-Konkurrent soll dabei den Sprung in die Gewinnzone geschafft haben - die Österreicher springen heute schon mal mit. Die branchennahe Stahlindustrie profitierte davon hingegen nicht. Bei der voestalpine drücken weitergehende Vorwürfe gegen das deutsche Schienenkartell auf die Stimmung. Dazu kommt vom anderen Seite des Planeten die Meldung, dass Indien seine eigene Stahlindustrie zu schützen versucht und überlegt, eine 20%ige Steuer auf Importe aus China einzuheben. Dieser Stahl würde dann wohl zumindest teilweise in andere Weltregionen verschifft werden, und dort auf das Preisniveau drücken. Das belastete auch Zulieferer wie RHI und das neue (britische) Peergroup-Unternehmens Vesuvius, wo es heuer erstmals in 2013 einen Kursrückgang gibt.
 
gill/ag
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Outperformance
Zukunft ATX2016-03-07 14:24:18
27 Postings

seit 2016-02-18

Der ATX notiert aktuell mit 2200 Punkten ungefähr am selben Niveau wie in den Jahren 2004/2005. Die Performance ist vielleicht für eine kommunistische Börse positiv, ansonsten aber leider doch ziemlich miserabel. Dazu kommt auch noch die Tatsache, dass es seit Jahren so gut wie keine Börsengänge gegeben hat. Im Unterschied dazu konnten der DAX, SMI, Dow Jones etc. seit der Finanzkrise teils erheblich zulegen und jeweils neue Allzeithochs erreichen. Der ATX hingegen ist von seinem Allzeithoch von 5000 Punkten im Jahr 2007 noch immer 127 % entfernt. Hat der österreichische Kapitalmarkt für die Anleger noch Zukunft?

Austrian Traded Index

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1 Jahr
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3 Jahre
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-22,11%

big_mac
9645 Postings
seit 2008-08-03
> Zukunft ATX2016-03-07 14:32:40


1. ist Wien eine kommunistische Börse.
2. hat Wien von ca. 2003-2007 von der Ostphantasie gelebt, so wie davor um 1989-1991 auch schon. Dazwischen war Friedhof.
3. Der Normalzustand der Wiener Börse ist Friedhofsruhe, den Boom der 90-er hat sie auch verschlafen. Alle 15-20 Jahre wird sie dann von internationalen Investoren entdeckt, Boom, Crash, Friedhof, usw.

Outperformance
27 Postings
seit 2016-02-18
>> Zukunft ATX2016-03-07 14:39:25


dank

Outperformance
27 Postings
seit 2016-02-18
>> Zukunft ATX2016-03-07 14:40:54


danke, sehr aufschlussreich! Wohin der ATX dann im Fall irgendeiner neuen Krise fällt, will ich aber nicht wissen!

big_mac
9645 Postings
seit 2008-08-03
>>> Zukunft ATX2016-03-07 17:46:50


Nach 9/11 ist er kaum gefallen, und das auch erst mit großer Verzögerung.

Martinuzzi
1685 Postings
seit 2008-09-08
> Zukunft ATX2016-03-07 14:39:29


Dass der ATX katastophal performt liegt auf der Hand, natürlich muss man auch die Gründe dafür anschauen:

die 4 Schwergewichte Erste, OMV, Andritz und voest machen gemeinsam über 50% vom ATX aus, bis auf Andritz ist die Performance speziell vom Allzeithoch gemessen doch sehr bescheiden.

Auch Raiffeisen, Telekom, ehemalig Schwergewichte sind stark eingebrochen.

Insgesamt alles sehr volatile und Krisenanfällige Titel v.a. Banken und Industrie.

Es gibt dabei einfach keinen "Fels in der Brandung" wie es v.a. beim SMI eine Roche, Nestle und Novartis sind. Auch die haben extremes Gewicht, sind aber deutlich kursstabiler.

ATX ist kein Performanceindex, sprich Dividenden "senken" den Indexstand.

Die Ostphantasie und die staatlich geförderte PV trugen ebenso zur Übertreibung am Hoch bei.

und nicht zu vergessen die Politik tut ebenso ihr bestes, den Kapitalmarkt schlecht zu reden wo es nur geht..




Wuffifass
1040 Postings
seit 2012-07-21
>> Zukunft ATX2016-03-07 18:45:43


Die Genossen waren sehr erfolgreich darin potentielle Käufer als Spekulanten zu verunglimpfen.

Sie haben auch zB österreichischen Unternehmen, die die Unternehmen im ATX besser kennen den etwaigen Kauf dieser Aktien (in einem Mischfonds) verboten indem sie nur mehr Wohnbauanleihen für den Gewinnfreibetrag akzeptieren.

Gleichzeitig stellt sich die Wiener rotgrün Regierung schamlos vor die Presse und verkündet das Ende einer erfolgreichen CHF Kreditfinanzierung.

Und niemand regt sich auf.

Friedhof trifft es ganz gut, aber die bei Tradegate sind trotzdem ganz happy mit dem ATX glaube ich, ein sicheres Pferd wenn es abwärts geht.

Outperformance
27 Postings
seit 2016-02-18
>>> Zukunft ATX2016-03-08 17:09:07


Vergleichsweise erfolgreich an der Wiener Börse ist hingegen der "ATX Consumer Products & Services Index" (AT0000A0QWU8). Allerdings zählen die Indexwerte auch nicht unbedingt zu den internationalen Börsenschwergewichten... Glaubt ihr, dass der ATX in abehbarer Zeit noch die 3000 Punkte-Marke erreicht?

big_mac
9645 Postings
seit 2008-08-03
>>>> Zukunft ATX2016-03-08 20:43:09


Internationale Börsenschwergewichte gibt es in Österreich nicht.
Mitglieder im Stoxx50 oder Eurostoxx50 ? Fehlanzeige - eine Folge des jahrzehntelangen faktischen Kommunismus.

noua
33 Postings
seit 2014-01-18
>>>>> Zukunft ATX2016-03-09 12:04:05


sülz nicht rum

fahr vor

Anthean
11260 Postings
seit 2007-08-24
>>>>> Zukunft ATX2016-03-09 20:43:24


Liegt vlt auch an der Größe des Landes. OMV ist immerhin eine miteleuropäische Größe, Andritz soweit ich weiß auch ganz angesehen. Wienerberger weltweit führend in der Ziegelproduktion.
Ganz so schlecht simma auch nicht im "kommunistischen" Österreich ;)

big_mac
9645 Postings
seit 2008-08-03
>>>>>> Zukunft ATX2016-03-09 23:02:09


Die Schweiz ist nicht größer, und Holland ist nicht viel größer. Beide haben Schwergewichte.
Doch, es ist der Kommunismus.

Anthean
11260 Postings
seit 2007-08-24
>>>>>>> Zukunft ATX2016-03-10 18:37:12


Die Schweiz ist seit immer schon Finanzplatz, hat eine Weltwährung.

Holland ist seit immer eine Handelsnation.

big_mac
9645 Postings
seit 2008-08-03
>>>>>>>> Zukunft ATX2016-03-10 18:51:52


und was hat Österreich an beidem gehindert ?
Ausser dem großkoalitionären Kommunismus, natürlich.



* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN AT0000999982

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