www.be24.at www.foonds.com www.boerse-express.com/abo
User online: 594
pxp
main
sub
07.01.2013 14:17
Drucken  | Mailen  | Facebook issuu BE Post

Telekom enttäuscht, Bankenhilfe durch Basel und Trittbrettfahrer Amag

Nur 100 Millionen Euro - hat die Telekom Austria laut ihrem CEO im Vorjahr verdient

Hannes Ametsreiter
© APA
 MEINUNG 0    ALLES ZUR AKTIE     ANALYSEN 
 
„Vorausgesetzt es gibt keine steuerlichen Überraschungen“ wird der Nettogewinn der Telekom Austria für 2012 circa 100 Mio. Euro betragen, bestätigte Unternehmenschef Hannes Ametsreiter im Gespräch mit der Tageszeitung „Österreich“. Das Weihnachtsgeschäft 2012 sei das beste seit 2007 gewesen, heißt es weiter. Diese Meldung tickerte am Wochenende über die Nachrichtenagentur. Und führte zu Wochenbeginn dazu, dass die Telekom Austria die rote Laterne des Tages übernahm. Diese bad news sind aber sicher noch nicht komplett eingepreist. Wohl auch, da die Meldung am Markt noch gar nicht so richtig angekommen ist. Dazu verhilft u.a. das Wort „Bestätigte“ - denn Ametsreiter sprach im Laufe des Jahres einmal von einer dreistelligen Millionensumme - 100 wurden meiner Erinnerung nach nie genannt.

Doch wie liegen diese 100 Millionen im Vergleich? Horrend etwa zum Bloomberg-Konsens, der bei 145 Mio. liegt. Noch. Auch die Prognosen von Bernd Maurer von der RCB liegen über der Ametsreiter-Aussage. Mit der Halten-Empfehlung fühlt sich Maurer zumindest derzeit noch wohl, fürchtet aber, dass die Zahl von 100 Millionen den Markt noch nicht ganz erreicht hat. Das geht auch anderen Analysten so. Ad hoc eine Revision auszuschicken, darauf wird in den meisten Fällen aber bis nach kommenden Dienstag gewartet. Denn der dann stattfindenden Capital Markets Day der TA soll Aufklärung bringen, warum 2012 nun schlechter lief als geglaubt. Und ob wir in 2013 da vielleicht auch noch irgendwelche Nachwirkungen fürchten müssen.

Innerhalb des ATX-Segments zählt die Telekom-Aktie derzeit übrigens zu den unter Analysten unbeliebtesten Titeln überhaupt. Von den 21 die Aktie covernden Kapitalmarktauguren gibt es gerade mal drei Kauf-Empfehlungen - auch das durchschnittliche Kursziel liegt mit 5,56 Euro unter der aktuellen Notiz. Besser geht es dafür den Banken. Auch wenn das vor allem psychologische Gründe hat. Wie bereits zu Wochenschluss vermutet („Schwach sind die Banken unterwegs. Das könnte sich aber schon bald ändern. Denn die weltweit wichtigsten Bankenaufseher schalten bei der Einführung neuer Liquiditätspuffer einen Gang zurück“, hieß es), legten die Bankaktien heute einen Gang zu. Grund: Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht beugten sich am Wochenende auch wirklich dem Druck der Banken: Der neue Liquiditätspuffer, mit dem Bankpleiten verhindert werden sollen, kommt jetzt langsamer als bisher geplant. Denn die Sorge war groß, dass die Banken den Kredithahn weiter zudrehen könnten. Die sogenannte Mindest-Liquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio LCR) muss demnach nun erst ab 2019 komplett erfüllt sein, und nicht bereits 2015. Das gibt den Banken mehr Zeit für den Aufbau der Reserve. Mit dieser sollen die Institute in einer 30 Tage anhaltenden Liquiditätskrise ohne staatliche Hilfe überleben können, und trotzdem Auszahlungen vornehmen können. Erste Group und Raiffeisen Bank International fanden sich derart in der Spitzengruppe der ATX-Titel wider.

In Summe kann der heutige Handel aber als ruhig bezeichnet werden. Auch, da morgen, nach Börseschluss, Alcoa die internationale Berichtssaison zum Schlussquartal einläutet. Der deutlich zyklischer aufgestellte Amag-Konkurrent soll dabei den Sprung in die Gewinnzone geschafft haben - die Österreicher springen heute schon mal mit. Die branchennahe Stahlindustrie profitierte davon hingegen nicht. Bei der voestalpine drücken weitergehende Vorwürfe gegen das deutsche Schienenkartell auf die Stimmung. Dazu kommt vom anderen Seite des Planeten die Meldung, dass Indien seine eigene Stahlindustrie zu schützen versucht und überlegt, eine 20%ige Steuer auf Importe aus China einzuheben. Dieser Stahl würde dann wohl zumindest teilweise in andere Weltregionen verschifft werden, und dort auf das Preisniveau drücken. Das belastete auch Zulieferer wie RHI und das neue (britische) Peergroup-Unternehmens Vesuvius, wo es heuer erstmals in 2013 einen Kursrückgang gibt.
 
gill/ag
Mehr zum Thema







» Vergleichen Sie diese Aktie mit anderen
» Zur Matrix-Seite des Unternehmens
» Steigt oder fällt diese Aktie in den nächsten 5 Tagen?

 



comment Diesen Artikel kommentieren
Titel
Text

Der jüngste Thread im Board zu ATX - » zum Board

 

ATX hat derzeit viel zu verarbeiten2014-08-15 18:14:35
Um diesen Artikel zu lesen, klicken Sie hier
AlaskaKid
501 Postings
seit 2013-10-18



stoneage40
971 Postings
seit 2009-12-03


Komische Reformen,..höhere KEST, Höhere Besteuerung des 13 und 14 Monatsgehaltes,....

stoneage40
971 Postings
seit 2009-12-03


Diese "Reformen" kommen mir in Österreich irgendwie bekannt vor

hobbyanalyse
2462 Postings
seit 2012-06-08


Nun, das wäre ein Grund mehr für die ATX-Unternehmen, die Dividenden zugunsten von Aktienrückkäufen zu stutzen.

AlaskaKid
501 Postings
seit 2013-10-18


@stoneage40

Das mit der höheren KeSt ( 35% ?) habe ich in letzter Zeit schon öfters aufgeschnappt - ich bin mir sicher dass diese "Reform" kommt.

Letztendlich kommen wieder neue Steuern bzw die Steuerbelastung des Otto Normalverbrauchers wird steigen ... für eine Steuerreform ist einfach nichts da ... die Wirtschaft befindet sich nun auch in Deutschland in der Rezession (Q3 wird auch negativ sein)

@hobbyanalyse

Rückgekauft wird ja nicht einmal wenn die Kurse unter dem halben BW liegen (ie Immofinanz) ... die RI ist auch fast auf dem level des halben BW.

Auf die Vorstandsetage hat so etwas nicht den geringsten Einfluß.

fischamend
3412 Postings
seit 2009-06-09


sehr gutes Kommentar von einem User Gerald im Kurier Forum, ganz der Meinung ::))

hobbyanalyse
2462 Postings
seit 2012-06-08


@AlaskaKid:

Bei der RBI wird es aber mE aus regulatorischen Gründen schwer gehen. Die haben einfach keinen Spielraum dafür. Bei der IIA sind wir natürlich einer Meinung.

Was die Steuererhöhung betrifft, so habe ich gelesen, dass es auf 30% gehen könnte, sich dagegen aber auch in der SPÖ-Basis (zurecht) Widerstand regt. Auszuschließen ist es allerdings nicht - bevor die Politik auf die wahnwitzige Idee kommt, sinnlose Ausgaben zu kürzen oder gar effizienter zu werden, ist es natürlich einfacher die Steuern zu erhöhen.

AlaskaKid
501 Postings
seit 2013-10-18


@hobby

wenns nur 30% Kest werden ist es nur halb so schlimm.

Schlimm ist jedenfalls die Ideenlosigkeit dieses Keuschnigg, wie wärs mit Reformen bei der Verwaltung ? ... oder ein Kürzen der Luxuspensionen (Stichwort Adolf Wala) .... warum bekommt ein pensionierter Nationalbankdirektor 30000 Euro Pension wobei er doch einen aktiven Bezug in der BEFAG hat ( 10.000 Euro).

Das System ist einfach krank ... da wird einem HAK-Maturanten das Geld in den Axxxx geschoben und 500.000 Landsleute haben keinen Job und leben defacto unter der Armutsgrenze.

Systembedingt ist Österreich schon ein "failed state" ... die Kurse an der Wiener Börse sind die Symptome.


Ja Banken können nicht so einfach ein Rückkaufprogramm auflegen.

Bei der IIA kommt höchstens im Q4 2015 ein (Mini-)Rückkaufprogramm ... die IIA bleibt wohl auf lange Zeit wohl noch unter 60% vom NAV ... wenn es in der Ostukraine weiter Krieg gibt - dann sehen wir noch oft Kurse unter 50% vom NAV.

hobbyanalyse
2462 Postings
seit 2012-06-08


Nun, man muss abwarten, ob sich die Rückkaufkultur mit Dr. Schumy ändert. Der kommt schließlich von einem Unternehmen, wo diese Vorgangsweise in der Vergangenheit kein Tabu war. Ansonsten seh` ich auch eher schwarz.

LASKler
5494 Postings
seit 2012-02-28


Jegliche Art von Steuererhöhungen wird SP & VP die nächste Wahl kosten - Reform heißt eigentlich etwas besser oder neu machen in ÖSTERREICH heißt es entweder Steuererhöhungen oder Leistungen Kürzung. Bezüglich Aktien Rückkauf - hat das jemals die Kurse langfristig gehoben?

AlaskaKid
501 Postings
seit 2013-10-18


http://kurier.at/meinung/ko...

Daß so eine Schnapsidee wie 30% KeSt nicht gleich im Keim erstickt wird kann schlimmes befürchten lassen


Bei der IIA hat man schon gesehen dass durch das Rückkaufprogramm 2012 der Kurs auf die 3,30 angehoben wurde ... wer weiß vielleicht wären wir sonst auf die 2,0 zurückgefallen - so stehen wir bei 3,0x Euro (IIA plus 1/20 buwog).


Steuerbezahler42
139 Postings
seit 2010-12-02


> Jegliche Art von Steuererhöhungen wird SP & VP die nächste Wahl kosten

Meine Stimme hat die ÖVP damit sicher verloren. Nicht das es was ändert... oder gute Alternativen gibt. Vielleicht doch FPÖ, troz der ganzen Xenophobie würden die sich vielleicht gar nicht so schlecht machen wenn sie mal wieder in der Regierung wären. ÖVP/FPÖ damals war eigentlich nicht so schlecht im Vergleich zu dem Debakel was wir jetzt haben.

LASKler
5494 Postings
seit 2012-02-28


Wenn ich an die letzte schwarz blaue Regierung denke (BUWOG verkaufs Skandal - Korruption usw.)



* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN AT0000999982

Highlights
You need to upgrade your Flash Player
Punkte markieren News (Headline mit mouse-over), Klick öffnet eine grosse Darstellung
 
 
 
Gratis-PDF-Produkte
Hier haben Sie die Möglichkeit, sich für den Bezug unserer kostenlosen Newsletter & PDF-Produkte einzutragen.
"Börse Express free"
 

Ihre Email Adresse


Clippings
 
Meistgelesen letzte 2h
 
... in den letzten 5 Minuten
 
Postings
 
 
Matrix   
Matrix Österreich Matrix Deutschland Matrix USA
-0.37%
(12:54)
-0.06%
(12:56)
AGR AMAG AMS ANDR ATEC ATRS ATS
ATX AW2 BAH BDI BENE BEO BETB
BFC BIND BWIN BWO BWT C2 CAI
CAT CNTY COV CWI DOC EBS ECO
EVN FAA FACC FKA FLU GROA HEAD
HIS HTI IIA KTCG KTM LNZ MAI
MIP MMK OMV PAL PARS POS POST
PYT QINO RAP RBI RBT RHI ROS
SAC SBO SEM SNT SNU SPI STR
SWUT TAN TEAK TKA UIV UP2 UQA
VER VIG VLA VOE WIE WOL WWE
WXF ZAG
-0.06%
(12:56)
0.47%
(12:54)
-0.14%
(12:55)
0.11%
(22:20)
0.50%
(22:30)
 
Devisenrechner
Währungen
CHF 0.01% 1.2061
GBP 0.10% 0.7953
JPY 0.31% 137.1100
NOK -0.07% 8.1465
SEK -0.36% 9.1658
USD 0.08% 1.3188

Die jüngsten Analysen zu österreichischen Aktien
Datum Company Bewerter Kurzbewertung Kursziel
01.09. bwin Deutsche ... Upgrade auf Buy 121.00
01.09. Warimpex SRC Research SRC Research senkt das Kursziel 2.20
01.09. Strabag RCB RCB erhöht das Kursziel 22.50
01.09. Sparkassen Immobilien AG Kepler Kepler Cheuvreux bleibt bei Buy 6.90
01.09. Kapsch Trafficcom RCB RCB senkt das Kursziel 34.00
01.09. Strabag HSBC HSBC erhöht das Kursziel 18.50
01.09. voestalpine Nomura Nomura bleibt bei Neutral 35.00
01.09. Verbund Exane BNP... Exane BNP Paribas bleibt bei Outperform 16.00
01.09. Raiffeisen International Nomura Nomura bleibt bei Neutral 23.00
01.09. Post Nomura Nomura bleibt bei Neutral 32.50
 
weiter >>