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03.01.2013 21:58
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Nun beginnt sich die Fed vor ihrer eigenen Politik zu fürchten

Wachsende Sorgen in US-Notenbank wegen Konjunkturhilfen
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In der Führung der US-Notenbank wachsen die Sorgen vor gefährlichen Nebenwirkungen der massiven Konjunkturhilfen. In dem für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschuss nahmen zuletzt die Bedenken gegenüber einer weiteren Aufblähung der Bilanz der Federal Reserve zu, wie aus dem Protokoll der Sitzung vom Dezember hervorging.

Im Ausschuss sei man sich zuletzt jedoch uneinig gewesen, ob die Käufe bis zum Jahresende nötig sein werden oder schon früher beendet werden sollten, heißt es im am Donnerstag veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur Sitzung am 12. Dezember der Fed. Mehrere Mitglieder hielten es für angemessen, die Käufe deutlich vor dem Jahresende zu stoppen oder zu reduzieren. Einige Vertreter wollten die Käufe jedoch bis zum Jahresende fortsetzen, während einige andere Mitglieder gar keinen Zeitrahmen nannten.

Einige Ausschuss-Mitglieder seien der Meinung gewesen, dass es wegen Sorgen um die Finanzstabilität vermutlich angemessen sein werde, das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen zur Stützung der Wirtschaft deutlich vor Ende 2013 zu verlangsamen oder zu stoppen. Dennoch wird die Fed wohl mit dem im vorigen Monat ausgeweiteten Bondkaufprogramm in nächster Zeit fortfahren. Denn einige Fed-Vertreter hielten die Käufe auch bis etwa Ende des Jahres für nötig. Andere wiederum betonten den Bedarf weiterer Konjunkturhilfen, ohne Umfang und Zeitrahmen zu nennen.

Der strengere geldpolitische Ton in der Sitzung sorgte an der Wall Street allerdings für Verunsicherung. Die US-Aktienmärkte drehten leicht ins Minus. Der Dollar legte zum Euro zu. "Das Sitzungsprotokoll enthüllt ein etwas überraschendes Maß an Sorgen unter den Zentralbankern wegen der langfristigen Auswirkungen des Bondankaufprogramms oder der geldpolitischen Lockerung", sagte Analyst Omer Esiner von Commonwealth Foreign Exchange.

Grundsätzlich einig war sich der Offenmarktausschuss, dass sich die Aussichten für den kriselnden Arbeitsmarkt ohne Hilfe vonseiten der Geldpolitik nicht verbessern dürften. Die Zentralbanker um Fed-Chef Ben Bernanke hatten Mitte Dezember beschlossen, die Notenpresse noch schneller rotieren zu lassen. Seit Jahresbeginn kauft die Fed deshalb noch mehr Staatsanleihen - monatlich für 45 Milliarden Dollar - und pumpt damit weiteres billiges Geld in die lahmende Wirtschaft.

Zudem hat Bernanke die Geldpolitik in einem in der 100-jährigen Geschichte der Federal Reserve so bis dato nicht dagewesenen Schritt an die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes gekoppelt. Der Leitzins, der seit Ende 2008 bei null bis 0,25 Prozent liegt, soll nämlich erst dann wieder steigen, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent sinkt. Experten erwarten nicht, dass dies vor 2015 der Fall sein wird.
 
(APA/Reuters/dpa-AFX)
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TheRaberg
236 Postings
seit 2009-10-28
> Fast gute Berichterstattung....2013-01-04 11:55:48


ich finde es auch toll, dass man nirgends von diesen "Goldcrash" erfährt. Überall wird nur von "Gold ist weiter auf Höhenflug", Gold wird die 1900er Grenze bald übersteigen, etc. berichtet.

big_mac
8058 Postings
seit 2008-08-03


ohne QEn geht der Dollar durch die Decke.



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