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02.01.2013 11:25
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Was die heimische VC-/PE-Szene derzeit bewegt

Rückblick auf 2012, Ausblick auf 2013

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Das Fazit des jüngsten Private Equity Barometer von Coller Capital stimmt positiv. Wie es heisst, wollen Investoren ihre Zielallokation und das Investitionstempo in die Assetklasse Private Equity erhöhen. In den nächsten zwölf Monaten wird fast ein Drittel (30%) der Private Equity-Investoren höhere Zielwerte für ihre Private-Equity-Investitionen festsetzen und ein Drittel beabsichtigt, beschleunigt in diese Anlagekategorie zu investieren, geht aus dem Barometer, der Mitte Dezember publiziert wurde, hervor. Keine schlechten Aussichten also für die Private Equity-Branche im kommenden Jahr. Auch das zu Ende gehende Jahr hat international betrachtet bereits hohe Summen in neue Private Equity-Fonds gespült. Große Namen wie Partners Group, Apollo, Axa oder Advent haben Fundraising-Erfolge in Milliarden-Höhe gefeiert. Davon kann in Österreich keine Rede sein. Das Kapital für neue Fonds scheint hierzulande hauptsächlich vom Bund zu kommen. Die angekündigten neuen Fonds, Gründer- und Business Angel-Fonds, die im kommenden Jahr ihre Arbeit aufnehmen sollen, werden zunächst mit mehr als 100 Steuermillionen gefüllt, da Banken und Versicherungen als Fondsinvestoren ausgefallen sind und nur langsam wieder zurückkehren. Insofern muss bis auf weiteres die öffentliche Hand die Finanzierungslücke, speziell bei Jungunternehmen, schließen.

Die Konsolidierung in der heimischen VC-/PE-Branche setzt sich unterdessen fort. Mit der Bank Austria gibt eine weitere Bank ihr Private-Equity-Geschäft auf. Die meisten heimischen Fonds sind in der Devestitionsphase, neu aufgelegte Private Equity-Fonds sind Mangelware. Einzig Pontis Capital hat im vergangenen Jahr ein finales Closing bei 35 Mio. Euro geschafft. Apropos Pontis: Ein ehemaliges Pontis-Beteiligungsunternehmen, das Softwareunternehmen UC4, war 2012 Hauptdarsteller einer der größten heimischen PE-Transaktion. Das Unternehmen wurde zu einem bemerkenswerten Wert von 220 Mio. Euro von Carlyle an EQT verkauft. Ein aus österreichischer Sicht weiterer bemerkenswerter Deal ist der Kauf der Drogeriemarktkette Schlecker Österreich (jetzt dayli) durch die österreichische Restrukturierungsgesellschaft TAP 09. Und noch eine Transaktion vor den Vorhang: Royal Philips Electronics hat den Unternehmensbereich Speech Processing an die zur RLB OÖ gehörenden Beteiligungsgesellschaft Invest Unternehmensbeteiligungs Aktiengesellschaft (Invest AG) verkauft.

Mitte des Jahres wurden bereits zum achten Mal die österreichischen VC-/PE-Awards verliehen. Der Sieg ging bereits zum zweiten Mal an das Biotech-Unternehmen Affiris. Das Unternehmen entwickelt maßgeschneiderte Impfstoffe auf Peptidbasis, die sich gegen Alzheimer, Parkinson, Atherosklerose, Bluthochdruck und andere Krankheiten richten. Das Erfolgspotenzial veranlasste die Santo VC GmbH und die MIG Fonds, Affiris finanziell zu unterstützen.

Im kommenden Jahr muss die AIFM-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Hauptziel dieser Regelung ist es, die Kapitalmärkte transparenter zu gestalten und speziell die Alternativen Investments zu regulieren. Wie sich das auf die heimische VC-/PE-Szene auswirken wird, lässt sich noch nicht absehen. Skeptiker sehen die heimischen Fonds schon abwandern. Wo die heimische VC-/PE-Szene im kommenden Jahr tatsächlich hingeht, erfahren Sie laufend unter www.boerse-express.com/venture

Aus der Börse Express-Jahresendnummer, downloadbar unter http://www.boerse-express.com/express/ex...
 

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