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30.12.2012 13:30
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Raiffeisen wird für ATX und Co noch optimistischer

Kaufempfehlungen werden bestätigt - Indexziele angehoben - ATX im Juni nun bei 2600 Punkten gesehen
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Nichts scheint es zu werden mit einem Happy End beim Thema Fiskalkliff noch vor Jahresende, dem Umstand, dass im Konflikt um die auslaufenden automatischen Ausgabenkürzungen im US-Haushalt nach wie vor kein Kompromiss zu sehen ist. Das Team rund um Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek zeigt sich davon aber nicht überrascht. „Wir halten in dieser Causa nach wie vor ein Happy Ende für wahrscheinlich, auch wenn endgültige Lösungen wohl erst am Anfang des nächsten Jahres stehen werden.“

Der Blick von Brezinschek richtet sich daher nach anderem: So zeigt eine Erhebung unter institutionellen Investoren, dass diese zuletzt das fünfte Monat in Folge ihr Aktienexposure erhöhten. Dennoch ist man allerdings noch nicht exzessiv übergewichtet und auch relativ hohe Cashquoten sprechen laut den Raiffeisen-Analysten dafür, dass noch einige Marktteilnehmer auf den fahrenden Zug aufspringen werden. Für ein freundliches Auftaktquartal an den Aktienmärkten wird ferner in die Waagschale geworfen, dass in den nächsten Monaten von einer sich weiter stabilisierenden Weltkonjunktur auszugehen sei und dass an der Eurozone-Staatsschuldenfront weiter Ruhe dominieren werde. Unterstützend sollten auch die Bewertungsniveaus wirken, die insbesondere für Europa nach wie vor ein attraktives Bild zeichnen. Mit der Berichtssaison zum vierten Quartal tritt dann in der zweiten Kalenderwoche ein zusätzlicher Einflussfaktor in den Markt. Hier wurden die Erwartungen zuletzt wie üblich gesenkt (z. B. Q4 Gewinnwachstum S&P 500: 2,9 %), sodass nicht die ganz herben Enttäuschungen zu erwarten sind. Zu guter Letzt könnte sich auch die zuletzt bemerkbare Belebung des M&A-Geschäfts als Kurstreiber etablieren, so die angeführten Plusfaktoren. Resultat: „Wir bestätigen dementsprechend unsere „Kauf“-Empfehlung und haben unsere Indexziele noch um Nuancen nach oben angepasst."

Beim ATX etwa liegt die Schätzung für März nun bei 2570 Punkten, 90 mehr als bisher. Für Juni geht die Prognose von 2500 auf 2600 Punkte. Weiters: DAX von 8050 auf 8100 sowie von 8100 auf 8300 Punkte, S&P 500 von 1500 auf 1520 sowie von 1520 auf 1530 Punkte EuroStoxx 50 von 2800 auf 2850 und von 2830 auf 2880 Punkte.

 
red
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tom1970
457 Postings
seit 2008-10-12
> Deutsch ist schwer2014-10-31 16:31:38


wow - was für ein Titel.... heißen muss es Börsianer lehren WEN das Fürchten? - also DEN Sparefroh! Leider ist immer öfter zu lesen, dass "der Dativ dem Akkusativ der Tod ist" und schlimm ist, dass die schreibende Zunft dem Vorschub leistet...

harfer
33 Postings
seit 2003-08-25


Der Schreck sitzt tief, es hat mich erwischt: Nicht "Wiens Börsianer lehren "dem" Sparefroh das Fürchten" - nein, sie lehren es "den". Oh, oh - mein ansonsten - so dachte ich bis heute - ganz gutes Sprachgefühl hat mich verlassen, der böse Dativ hat dem Akkusativ ein Schnippchen geschlagen. Doch irgendwie tut's trotzdem weh. Warum nur?

Welches Teufelchen reitet mich - nicht mir -, dass ich "dem" statt "den" schreibe ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken ob das jetzt wirklich stimmt. In meiner Verzweiflung wende ich mich an den Duden, gilt sein Wort im deutschsprachigen Sprachraum doch als Gesetz ( war nicht immer so, aber was soll's).

Was also sagt der Duden zum Thema Beugung im Fall von lehren :
"jemanden (Anmerkung von mir: Akkusativ) , auch jemandem (Dativ) etwas lehren
er lehrt sie, auch ihr das Lesen; aber nur: er lehrt sie lesen
er lehrt ihn ein, seltener einen Helfer der Armen zu sein"

Ups, der Dativ darf im Fall des Lehrens (das ist jetzt der Genitiv, der vom Dativ wirklich verfolgt wird) gleichberechtigt - so zumindest der Duden - zur Seite treten, wenngleich auch nur für den Fall, dass sich dahinter "das Lesen" oder "das Fürchten" in den Satz drängt.

Ein wenig befriedigt - ich geb's ja zu - "stierdle" (verdammt das ist jetzt österreichischer Dialekt wie schreibt man das wirklich) oder "durchwühle" weiter das "allwissende" Netz um zu erfahren welcher Teufel oder welches Teufelchen mich - wieder nicht mir - geritten hat.

Bei meiner Wühlaktion stoße ich doch glatt auf folgende Seite: http://www.spiegel.de/kultur/zwi...
Heureka, mein Sprachgefühl ist nicht falsch sondern nur ein wenig antiquiert.

Der Schreck lässt nach, die Angst wird kleiner. Doch eine Frage gilt es noch zu klären: Wie verhält es sich wirklich mit dem Dativ und den Akkusativ? Wer verdrängt wen?

Eine neuerliche Reise durch das weltweite Netz führt mich auf eine Seite, die folgendes mitzuteilen hat:
"Die vierte Form von Nomen und Pronomen heißt „Akkusativ“. 90% von allen deutschen Verben brauchen ein Objekt im Akkusativ! Die Akkusativ-Frage ist „wen?“ oder „was?“." ( Quelle: http://www.deutschakademie.de/online-deu...

Ha, ha denk ich mir nicht der Dativ verfolgt den Akkusativ - nein es verhält sich genau umgekehrt. Doch was tut der Dativ in seiner Verzweiflung? Er wendet sich dem nächst Schwächeren zu, und das ist in unserem Fall der Genitiv. Deshalb heißt es auch: " Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" siehe hier: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Zwieb...

Also, lassen wir dem Dativ seine Existenzberechtigung neben dem Akkusativ, denn sonst bedrängt er den Genitiv noch weiter. Und dann müsste ich beim nächsten Mal gar titeln: "Das Glück von dem Börsianer ..." anstatt "Das Glück des Börsianers ...".

Und das tut wirklich weh, oder. ;-)

harfer
33 Postings
seit 2003-08-25


Entschuldigung - in der oben stehenden Antwort habe ich auf etwas ganz Entscheidendes vergessen: Dem User/Kritiker meiner Schlagzeile gebührt ein kleines Dankeschön.

Bis dato habe ich - als praktisch veranlagter Mensch - die Fälle der deutschen Sprache (wenngleich in ihrer österreichischen Form) gebraucht (und so hoffe ich nicht allzu oft missbraucht) ohne ihre Namen richtig einzuordnen.

Jetzt aber wurden mir die Namen Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ, die ich seit meiner Schulzeit vergessen, oder auch verdrängt habe, in Erinnerung gerufen. Ich kann sie wieder zuordnen und werde sie wohl zumindest eine zeitlang in meinem Gedächtnis behalten. Und dafür möchte ich mich bedanken.

Also - nichts für ungut - die Recherche/Diskussion hat mir wirklich Spass (Österreichisch) oder auch Spaß ( Deutsch - schlägt der Computer automatisch vor ) gemacht.

Ich ersuche aber schon jetzt um Verständnis, dass ich eher selten die Zeit haben werde mich so ausführlich mit Kritiken ( siehe oben) auseinander zu setzen - obwohl es (manchmal) wirklich Spaß ( und wieder schlägt das Computer-Gscheiterl zu - hierzulande heißt es Spass) macht.

Danke nochmals!

Lg
Harald Fercher

Ps.: Frage an alle, die zufällig das gelesen haben, was obiger User und ich hier geschrieben haben: Sagt man eigentlich - wie in manchen Teilen Österreichs: "ich bin gut geschlafen" oder aber "Ich habe gut geschlafen" . ... Und vor allem WARUM (Tätigkeitsverben vs Zustandsverben: "Ist schlafen ein Zustand oder eine Tätigkeit?")
Freu mich schon jetzt auf ihre Antworten und Begründungen!
Lg und schönes Wochenende
Harald Fercher







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