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29.12.2012 07:00
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Frank Weingarts: „Beim Aufschwung waren nur wenige dabei“

Der Experte für Wertpapier-Anlagelösungen bei UniCredit onemarkets, schaut zurück auf 2012 und wagt einen Ausblick ins Jahr 2013.
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Börse Express: Was war für Sie der größte Trend im Bereich “Anlage-Zertifikate” im abgelaufenen Jahr?
Frank Weingarts: Bei Kapitalschutzprodukten waren die Renner Stufenzins- und Inflationsanleihen mit attraktiven Ausstattungen. Hierfür wurden die länderübergreifenden Emittentinnen der Bankengruppe, wie z. B. UniCredit Bank Austria, UniCredit Bank Ireland, genutzt. Auch Bonitätsanleihen (credit-linked notes/Crelinos) wurden verstärkt nachgefragt.

BE: Was war für Sie der größte Trend im Bereich “Hebel-Zertifikate” im abgelaufenen Jahr?
Weingarts: Aus unserer Sicht waren das Faktorzertifikate auf Strategieindizes, für die z.B. der ATX, der CECE und der RDX die Basis bilden. Mit diesen Produkten können Anleger stabil – durch einen konstanten Hebel – an einem Auf- oder Abwärtstrend überdurchschnittlich partizipieren.

BE: Welcher Basiswert/Basiswerte konnte(n) im Jahr 2012 besonders auf sich aufmerksam machen?

Weingarts: Anlagebereich: Große Aufmerksamkeit generierte UniCredit onemarkets mit der Erweiterung bei klassischen Aktienanleihen auf führende ATX-Titel der österreichischen Wirtschaft: Andritz, EVN, OMV, Österreichische Post, Telekom Austria, Verbund, voestalpine und Wienerberger. Damit baute die Emittentin ihre Marktführerschaft bei Aktienanleihen aus, die derzeit bei 26% liegt (DDV Statistik vom 30.09.2012)

Hebelbereich: Am stärksten fragten Anleger nach deutschen und europäischen sowie wichtigen globalen Indizes: DAX, MDAX, ATX, Euro Stoxx 50, S&P 500, NASDAQ 100 und Dow Jones Industrial AverageSM. Bei den Einzelwerten waren das deutsche Aktien aus dem DAX und MDAX sowie zahlreiche Aktien aus dem Euro Stoxx 50 Index.

Bei Indexzertifikate haben wir als erste Emittentin ein Open End Index-Zertifikat auf den S&P SMIT 40 (Preis-) Index (EUR) auf den Markt gebracht. Mit diesem Zertifikat können Anleger erstmals auf die neue aufstrebende Ländergruppe SMIT – Südkorea, Mexiko, Indonesien und die Türkei – setzen, vier Schwellenländermärkte, deren Wachstumsraten deutlich über denen der westlichen Industriestaaten liegen.

BE: Was hat Sie 2012 bezogen auf den Zertifikatemarkt in Deutschland/Österreich besonders gefreut bzw. geärgert?
Weingarts: Deutschland und Österreich: Die Aktienmärkte sind 2012 insgesamt gut gelaufen und haben sich stabilisiert, aber nur wenige Anleger waren dabei. Sollte das Zinsniveau weiterhin niedrig bleiben, lässt sich ein Mehr an Rendite nur über die Aktienmärkte generieren.
Österreich: Sehr erfreulich ist die Entwicklung des österreichischen Zertifikatemarktes insgesamt. Auch während der Krisenjahre ist der Markt sehr stabil geblieben. Das Gesamtmarktvolumen hat sich seit Juni 2006 fast verdoppelt.

BE: Was war für Sie das Zertifikat des Jahres 2012 aus Ihrem eigenen Haus?
Weingarts: Mit dem Produktkonfigurator "my.onemarkets" hat die UniCredit-Tochter HypoVereinsbank als erste Filialbank auf dem deutschen Markt einen bedarfsorientierten Service in der Wertpapierberatung eingeführt. "my.onemarkets" ermöglicht es dem Anleger, sich ab einer Anlagesumme von 20.000 Euro ein individuelles Produkt von Private Banking-Beratern und ausgewählten Anlageexperten in den Filialen erstellen zu lassen. Möglich sind zum Beispiel Aktienanleihen, Express-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Reverse Bonus Cap-Zertifikate und Garant-Anleihe auf über 135 Basiswerte. In Österreich soll dieser Service in 2013 in ähnlicher Form auch angeboten werden.

BE: Welche Trends erwarten Sie im Anlage-Zertifikate-Bereich im Jahr 2013?
Weingarts: Der Zertifikatemarkt könnte eine moderate Aufwärtsentwicklung in 2013 zeigen, allerdings mit anhaltend hohen Marktschwankungen. Wenn das Zinsniveau weiterhin so niedrig bleibt, könnten die Anleger in 2013 verstärkt zu Teilschutzprodukten, Aktienanleihen und Express-Zertifikaten greifen, um attraktivere Rendite zu erzielen. Bei Kapitalschutzprodukten werden Strukturen mit flexiblem Sicherungssystem weiterhin eine Rolle spielen.

BE: Welche Trends erwarten Sie im Hebel-Zertifikate-Bereich im Jahr 2013?
Weingarts: Der Zertifikatemarkt könnte eine moderate Aufwärtsentwicklung in 2013 zeigen, allerdings mit anhaltend hohen Marktschwankungen. Hier werden weiterhin Hebelprodukte ihre Stärken ausspielen können. Interessant werden Open End-Strukturen sein und vor allem Indexzertifikate.

BE: Die Volatilität wird 2013 …
Weingarts: ... die unsicheren Phasen werden andauern. Politische Einflüssen haben weiterhin starken Effekt auf die Börsen.

BE: Das Thema Social Media wird im Jahr 2013 ...
Weingarts
: ... weiter an Bedeutung gewinnen.

BE: Gold wird 2013 …
Weingarts: ... weiter auf hohem Niveau sein, zwischen 1600 und 2000 US-Dollar.


Interview: Michael J. Plos
 
(mp)
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Postings zu diesem Artikel

Phronesis
5480 Postings
seit 2009-01-09
> Warum weiß der das?2012-12-31 19:45:04


Der Artikel ist zwar schon ein paar Tage alt,aber ich versteh ihn trotzdem nicht.


Ich frage mich nur wie Herr Weingarts weiß, dass weniger Aktionäre vom Aufschwung profitiert haben?

Allen einen GUTEN RUTSCH, jetzt wird gefeiert.



* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
 
 
 
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