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28.12.2012 12:48
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SW Umwelttechnik: Wolschners lösen Syndikatsvertrag auf

Familie und Stiftung beenden Vereinbarung mit Jahresende
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Der Syndikatsvertrag zwischen den Syndikatspartnern aus der Familie Wolschner mit der Wolschner Privatstiftung wird mit Wirkung per 31.12.2012 aufgelöst.

Im bisherigen Syndikatsvertrag haben sich die Familienmitglieder verpflichtet, das ihnen als Aktionäre jeweils zustehende Stimmrecht in der Hauptversammlung für die direkt gehaltenen 40.000 Stück Aktien nach den Weisungen der Wolschner Privatstiftung auszuüben, die ihrerseits mit den von ihr gehaltenen 290.000 Stück Aktien der insgesamt 659.999 Stück Aktien der SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG eine kontrollierende Beteiligung hält.

Diese Stimmrechtsbindung wird jetzt, ohne Änderung der Anzahl der von der Familie Wolschner und der Privatstiftung Wolschner gehaltenen Aktien, aufgehoben. Die Wolschner Privatstiftung hält mit den 290.000 Stück Aktien oder 43,94% der Stimmrechte entsprechend § 22 ÜbG weiterhin die kontrollierende Beteiligung an der SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG so dass es durch die Auflösung des Syndikats zu keiner Änderung der Kontrolle kommt.
 

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cicero3
SW Umwelttechnik - SWUT - Nach der Krise neu am Start2016-01-15 06:22:05
66 Postings

seit 2015-12-01

Ich beobachte das Unternehmen SW Umwelttechnik bereits seit mehreren Jahren und denke, dass die Zeit nun reif für einen Kursanstieg sein müsste.

Die Österreichische SW Umwelttechnik stellt Betonfertigteile für die Bereiche Wasserschutz und Infrastruktur her. Man bearbeitet insbesondere die Märkte Österreich, Ungarn und Rumänien, wobei in Ungarn etwa 50% der Umsätze erwirtschaftet werden. In diesen Ländern stehen eigene Werke zur Fertigung der Betonteile bzw. gibt es auch einen Vertrieb. Man bezeichnet sich als Marktführer in bestimmten Bereichen. SW ist ein langjährig am Markt aktives Familienunternehmen.
Mit der Öffnung der Grenzen wagte man die Expansion in die Osteuropäischen Länder und baute dort insbesondere in den Jahren 2005 bis 2008 mehrere Produktionsbetriebe auf.
Mit der Finanzkrise und der teilweise massiven Rückgänge der Wirtschaften insbesondere in Ungarn und Rumänien kam das Unternehmen ins Schlingern zumal man zu hohen Teilen Fremdfinanziert und voll auf Expansion ausgerichtet war. Mehrere Jahre mit teilweise hohen Verlusten waren die Folge. Mitarbeiter wurden stark abgebaut und zuletzt auch ein riskanter Geschäftsbereich abgestoßen.
Nun scheint man wieder auf Kurs zu sein zumal vor allem die Wirtschaften in Ungarn und Rumänien wieder kräftig wachsen. Man bezeichnet sich mittlerweile als einen der profitabelsten Hersteller von Betonfertigteilen.

Zu den Zahlen:

Das Unternehmen weist zur Zeit einen Marktwert von etwa 5 Mio Euro (659.999 Aktien) auf.
Das Eigenkapital liegt nach dem 3. Quartal 2015 bei 3,5 Mio Euro.
Der Umsatz wird im Jahr 2015 etwa um 15% und damit ca. auf 60 Mio gesteigert werden können. Damit ergibt sich ein KUV 2015 von 0,08.
Zum Ende von Q3 ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,1 Mio Euro. Das nicht ausgewiesene Betriebsergebnis sollte geringfügig niedriger ausgefallen sein. Im Gesamtjahr 2015 sollte sich damit ein satter Gewinn ausgehen.

Besonders bemerkenswert sind jedoch die hohen CashFlows die das Unternehmen generiert. Aus dem laufenden Geschäft konnten im Jahr 2013 5,9 und im Jahr 2014 5,2 Mio generiert werden.
In beiden Jahren wurden Schulden im Ausmaß von jeweils mehr als 4 Mio rückgeführt.
Das Unternehmen hat also die Fähigkeit hohe Einnahmen zu erzielen, wenngleich dies bei der Betrachtung des Betriebsergebnisses nicht hervorgeht.

Warum liefert das Unternehmen also fortwährend hohe CashFlows bei einem gleichzeitigen niedrigen oder negativen Betriebsergebnis:

Das Jahresergebnis wird jeweils durch die recht hohen Abschreibungen - welche primär mit den hohen Investitionen in den Jahren 2005 bis 2008 zusammen hängen – belastet. Diesen Abschreibungen stehen vergleichsweise nur niedrige Bestandsinvestitionen gegenüber.

Des weiteren wirken negative Währungseffekte auf das Ergebnis. Seit 2006 hat der ungarische Forint um etwa 23% und der rumänische Leu um etwa 20% gegenüber dem Euro abgewertet. Diese Abwertungen wirken sich in diesem Zeitraum mit etwa 14 Mio Euro auf die Bilanz und damit das Eigenkapital aus. In den Jahren 2006 und 2007 wurden die rumänischen Werke errichtet. In den Jahren 2003 bis 2007 hatte SWUT noch ein Eigenkapital zwischen 18 und 27 Mio
Man sieht damit, dass der starke Rückgang des Eigenkapitals in den letzten 10 Jahren in erster Linie mit Währungsverlusten zusammen hängt. Das Unternehmen ist großteils in Euro verschuldet.

Unternehmen besser als es das niedrige Eigenkapital bzw, der niedrige Gewinn aussagt:

Natürlich ist die Fähigkeit eines Unternehmens Gewinne zu erzielen grundsätzlich von entscheidender Bedeutung. Die Gewinne sind schließlich jener Teil der GuV der für die Aktionäre verbleibt.
Wenn aber über Jahre hohe CashFlows generiert werden und damit klar wird, dass das Unter-nehmen Einkünfte aus dem Geschäftsbetrieb erzielen kann und die Gewinne nur – sozusagen nicht sichtbar wurden – dann sollte man schon einen zweiten Blick auf das Unternehmen werfen. In jedem der beiden letzten Jahre überstieg der CashFlow aus dem laufenden Geschäft den Marktwert des Unternehmens. Die hohen CashFlows ermöglichen einen raschen Schuldenabbau. Die Gesamtverbindlichkeiten erreichten mit Ende 2014 einen Stand von 76 Mio Euro – fast 20 Mio unter dem Niveau von 2013.

Da die Werke einen sehr langen Lebenszyklus (30 – 50 Jahre) aufweisen, sollten in den nächsten Jahren auch weiterhin nur niedrige (Bestands) Investitionen notwendig sein – auch bei voller Aufrechterhaltung der – Konkurrenzfähigkeit. Die Abschreibungen lagen in den Jahren 2009 und 2010 noch bei 5 bzw. 6 Mio jährlich und sind in den Jahren 2013 und 2014 bereits auf etwa jeweils 3,5 Mio angelangt. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass die Abschreibungen etwa auf dem Niveau der Neuinvestitionen ankommen.
Durch diesen Umstand sollten sich die hohen CashFlows auch im Gewinnausweis nieder-schlagen.

Pro und Contra:

Ein weiterer positiver Effekt könnte das langsam erwachende Interesse von Investoren an Osteuropa sein. Gerade die Ungarische Börse lief in 2015 außergewöhnlich gut. Die Wiener Börse ist ja bekannt für ihre starke Ostlastigkeit. Das könnte ihr aber jetzt bei einer neuerlich aufkommenden Ostphantasie zugute kommen.

Die stark gefallenen Rohstoffpreise sind als Positiv für das Unternehmen zu werten. Sowohl die Preise für Zement als auch Eisen sind in den letzten Jahren gefallen. Die Auswirkungen auf die Zahlen des Unternehmens dürften sich noch nicht voll entfaltet haben.

Als Negativ kann man - je nach Sichtweise - die politische Situation in Ungarn und Rumänien bewerten. Ein gewisser Unsicherheitsfaktor bleibt hier bestehen.

Mit Unsicherheit ist auch die Währungsentwicklung behaftet. Wie geschrieben, haben sowohl die ungarische als auch die rumänische Währung im letzten Jahrzehnt stark gegenüber dem Euro abgewertet. Nun scheinen die Währungen aber stabil zu sein. Die weitere Entwicklung ist aber dennoch schwer vorherzusagen.

Als Negativ ist auch die Börsennotiz zu sehen. Die Aktie notiert neben Berlin und Stuttgart (de facto 0 Umsatz) vor allem in einem niedrigen Segment der Wiener Börse. Ein Handel findet dort nur ein mal am Tag statt. Die Umsätze sind sehr gering.
Die Aktie kommt von über 130 Euro und notiert aktuell bei etwa 7 Euro in der Nähe des Tiefststandes.
Die Unternehmensführung bzw. die Aufsichtsräte bzw. Alteigner haben im Jahr 2015 in mehreren Tranchen insgesamt 19.400 oder 2,94% der ausstehenden Aktien gekauft.
Die Anteilseigner lauten nun wie folgt:

Wolschner Privatstiftung: 288.000 Stk oder 43,94%
VBG (Tochter der BKS-Bank): etwa 60.000 Stk oder knapp 10%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
Unternehmensführung: Vorstände, AR: 59.555 Stk oder 9,02%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
*Hansa Investment Fund: mehr als 5%
Im Streubesitz befinden sich demnach 20-30%.

Die Position Hansa Investment Fund erscheint nicht gesichert. SWUT weist die Gesellschaft zwar als Anteilseigner (größer als 5%) aus, jedoch halten diese Angaben meinen bisherigen Recherchen nicht stand.

Fazit: Das Unternehmen hat eindeutig den Turnaround geschafft. Dieser wurde aber wegen der negativen Währungsentwicklung und der nach wie vor hohen Abschreibungen nicht sichtbar. Bei stabilen Wechselkursverhältnissen sollte das Unternehmen das Potential haben 2-3 Millionen Euro netto im Jahr zu verdienen. Im Jahr 2015 dürfte man mit dem Gewinnausweis erste Hinweise darauf finden. Bei einem Kurs von 7 Euro liegt der Marktwert bei 4,6 Mio Euro, womit sich ein zukünftiges KGV (eventuell 2016 oder 2017) von etwa 2 ergeben würde. Wer also die Sicht auf die hohe Ertragskraft in den Vordergrund rückt und das derzeit noch niedrige Eigenkapital von 3,5 Mio als vorübergehend und als schnell verbesserungsfähig betrachtet, der könnte in der Aktie gut aufgehoben sein.

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


In meinem Grundbeitrag hatte ich noch nicht erwähnt, dass im Frühjahr dieses Jahres eine langfristige Tilgungsvereinbarung mit den Banken geschlossen wurde. Das Unternehmen bezeichnet diese Vereinbarung als Meilenstein.

Man kann also festhalten, dass der eigentliche operative Turnaround bereits im Jahr 2013 stattgefunden hat, jedoch der Abschluss der Tilgungsvereinbarung erst für die notwendige Investorensicherheit sorgte.


cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


Korrektur:

Bei der Auflistung der Anteilseigner wurde die Position SWUT (eigene Aktien) irrtümlich 2x angeführt.

Zu bemerken wäre auch noch, dass das Unternehmen im Besitz von Grundstücken (Immobilien) ist, deren Wert zuletzt mit 8,3 Mio Euro angegeben wurde. Diese stehen nun zum Verkauf.

Weiters scheint in der Bilanz auch noch die Position "Finanzinvestition" mit einem Wert von etwa 1,6 Mio auf. Hier werden Wertpapiere gehalten.

Mit dem Verkauf der Immobilien schreitet der Schuldenabbau weiter voran.
Der Zinsendienst reduziert sich damit weiter und bilanzielle Risiken (weitere Währungsverluste) werden reduziert.


hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Sehr gute Übersicht über die momentane Situation!

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


Vielen Dank!

Ich wäre aber auch über kritische Stimmen dankbar. Wäre schön, wenn sich der ein oder andere Aktionär meldet, der schon länger investiert ist und seine Sicht auf das Unternehmen mitteilt. Vielleicht gibt es ja auch einen Grund, wieso der Kurs bisher nicht stärker angezogen hat.
Eigentlich hätte es nach der Schulden-Neuordnung zu einem Anstieg kommen müssen. Wieso ist das nicht nachhaltig passiert?

hobbyanalyse
3517 Postings
seit 2012-06-08


Naja, was auf jeden Fall zu kritisieren ist ist der Expansionskurs damals vor der Krise. Es hat kaum ein Jahr in der Unternehmensgeschichte gegeben, wo der Return on Assets so hoch war wie die Kreditzinsen die man für das aufgenommene Fremdkapital bezahlen musste. Das war ein Hazardspiel, das man eigentlich nicht machen darf, zumindest nicht in dieser Intensität.

Die Banken dürften hier um die stillen Reserven in der Substanz ganz gut Bescheid wissen, weshalb auch die Neuordnung der Tilgungsvereinbarung machbar war. Schließlich hat man viele hunderttausend qm Grund (inklusive der Werksflächen), die um ein paar müde Euro pro qm in der BIlanz stehen. Der Rest wurde ohnehin schon genannt.

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


Keine Frage! Die Expansion ist viel zu schnell vonstatten gegangen. Ich denke das war aber auch die Zeit damals. Das erlebt man ja immer wieder, wenn eine Aufbruchsstimmung wie es damals beim Glauben an den Goldenen Osten vorhanden ist, dann ist es halt schwer sich zurückzunehmen. Mit einem derartigen Einbruch konnte man auch nicht rechnen.
Der Aktienkurs lag damals in der Spitze bei 130 Euro, bei nur 10% weniger Aktien. Das Unternehmen hatte damit einen Marktwert von 77 Mio Euro bei einem Eigenkapital in der Spitze von 27 Mio Euro. Schaut man sich die Gewinne von damals an, so waren die aber alles andere als berauschend. Im Spitzenjahr 2006 lag das Jahresergebnis gerade einmal bei 2 Mio.
Ich denke da hat das Management gute Arbeit seitdem geleistet. Man ist inzwischen weitaus schlanker und effizienter geworden.
Die EBITDA-Marge lag im 6-Jahes - Zeitraum 2006 bis 2011 gerade einmal bei 8,9. Auch in den beiden Vorkrisenjahren 2006 und 2007 lag sie nur bei 9 bzw. 9,8%. Im 4-Jahres Zeitraum 2012 bis 2015 lag die EBITDA - Marge bei durchschnittlich 11,7.
Da hat sich also operativ jede Menge getan.
Werden jetzt also die Schulden reduziert (was ja gerade massiv und nachhaltig getan wird), werden die Abschreibungen plangemäß immer kleiner, und kommen nicht neuerlich Währungsverluste hinzu, dann wird auch der Gewinn auf diesen beschriebenen 2-3 Mio landen können. Diese Aussicht ist auch der große Trigger für die Aktie.




LASKler
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seit 2012-02-28


Also long Position sinnvoll?

Hauptbeschäft Ungarn birgt auch Risiken

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


Stimmt! Fast 50 des Umsatzes kommen aus dem Ungarngeschäft. Zur Zeit läuft es in Ungarn relativ rund. 2014 lag das BIP-Wachstum bei 3,6 und 2015 bei (Vorläufig) 2,8 - 2,9 %. Auch 2016 werden deutlich über 2% Wachstum prognostiziert. Im absoluten Krisenjahr 2009 schrumpfte die Wirtschaft um 6,6%.
Dass Orban massiv gegen die Banken vorgegangen ist, weiß man. Da gab es mit den Fremdwährungskrediten aber auch einen (zumindest für ihn plausiblen) Grund. Dass jetzt andere Teile der Wirtschaft oder Unternehmen mit Restriktionen gestraft wurden ist mir jetzt nicht bekannt. Siehe auch den Artikel über die Wirtschaftserwartungen:

http://www.fondscheck.de/analysen/A...

Für SWUT sind die Subventionierungen durch die EU im Bereich Wasserschutz sehr wichtig. Zuletzt lief die Förderperiode 2007 bis 2013 aus. Diese wurde durch die Förderperiode 2014 bis 2020 ersetzt. Schlecht wäre es natürlich, wenn die EU aufhört diese Projekte zu unterstützen. Nachdem aber diese neue Förderperidoe gerade in Kraft getreten ist, und Orban in letzter Konsequenz immer Pragmatismus gezeigt hat, wenn es eng wurde, gibt es da meiner Ansicht auch nicht wirklich Gefahren, dass sich da etwas ändert. Da ist die Gefahr, dass die EU als Ganzes auseinander bricht meiner Ansicht nach größer.

Meiner Ansicht nach wird aber eher Rumänien eine wichtigere Rolle für SWUT spielen. Das Land ist doppelt so groß wie Ungarn und hat auch mehr als doppelt so viele Einwohner und weist noch eine weitaus niedrigere Anschlussrate bzw. allgemein ausgebildete Infrastruktur auf. Auch dort läuft die Wirtschaftsentwicklung rund. Für das Land wird 2016 ein BIP-Wachstum von 3,9% erwartet.




geldl
93 Postings
seit 2007-09-28


Vielen Dank cicero3!

Nach allem was ich bisher lesen konnte, ist SWUT sehr interessant. Eigentlich unglaublich, dass nach den letzten Veröffentlichungen noch kein größerer Ansturm erfolgt ist. Schließlich legt das Eigenkapital endlich wieder zu bzw. ist mit einem schönen Jahresgewinn zu rechnen!

Das Segment und der Börseplatz Wien sind halt nicht der Renner derzeit. Denke aber spätestens nach den Jahreszahlen in rund 2 Monaten wird SW Umwelttechnik mehr Aufmerksamkeit genießen. Dann werden auch in diversen Börseportalen wie ariva.de onvista.de usw... manche Kennzahlen wie KGV, KUV, EBITDA zu MK... für großes Erstaunen sorgen :-)

Werde mich weiter einlesen in diesen sehr interessanten Turnaround Wert!

Danke nochmals für die schöne Aufbereitung und hoffen wir mal auf aufkommende und anregende Diskussionen.

Beste Grüße,
geldl

geldl
93 Postings
seit 2007-09-28


Auch folgendes zeigt, dass es mit dem Unternehmen wieder aufwärts geht:

Aus der Mitteilung vom dritten Quartal 2015:

Mitarbeiter
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand betrug in den ersten drei Quartalen 400 (VJ 382).

Auch wird weiterhin gesucht:
http://www.sw-umwelttechnik.at/at/service...

Schönes Wochenende :-)

geldl
93 Postings
seit 2007-09-28


Hallo cicero3,

habe eine Frage zu Deinem Eingangsposting:

>Da die Werke einen sehr langen Lebenszyklus (30 – 50 Jahre) aufweisen, sollten in den nächsten Jahren auch weiterhin nur niedrige (Bestands) Investitionen notwendig sein – auch bei voller Aufrechterhaltung der – Konkurrenzfähigkeit. Die Abschreibungen lagen in den Jahren 2009 und 2010 noch bei 5 bzw. 6 Mio jährlich und sind in den Jahren 2013 und 2014 bereits auf etwa jeweils 3,5 Mio angelangt. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass die Abschreibungen etwa auf dem Niveau der Neuinvestitionen ankommen.
Durch diesen Umstand sollten sich die hohen CashFlows auch im Gewinnausweis nieder-schlagen.

Wenn in den nächsten Jahren die Abschreibungen deutlich niedriger sind, wird das neben der Währung einen gewaltigen positiven Effekt(/m.E. auch Hebel auf den Aktienkurs) haben! Allerdings sind im Halbjahresbericht die Abschreibungen 2015 und 2014 in etwa noch gleich hoch. Ab wann erwartest Du eine Entspannung auch bei den Abschreibungen bzw. welche Höhe erwartest Du in etwa dabei für 2015, 2016 und 2017?

Vielen Dank schon mal & beste Grüße!

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Die Abschreibungen werden sich noch nicht so bald entspannen. Die Werke werden ja erst seit ein paar Jahren abgeschrieben (und das mit konstanten Raten). Entscheidend ist hier der free cashflow. Der lag beispielsweise im Jahr 2014 bei ca. 4 Mio. Euro.; im ersten Halbjahr 2015 lag er bei 1,5 Mio. Euro.

Insgesamt kann man schon davon ausgehen, dass 2 bis 3 Mio. Euro pro Jahr für Schuldenrückführung verwendet werden können. Das wird sich in den nächsten Jahren vor allem in den sinkenden Zinskosten und in einer Verbesserung der EK-Quote zeigen. Letzteres ist ja das große rote Tuch vieler Investoren hier.

geldl
93 Postings
seit 2007-09-28


Die Abschreibungen wurden aber tatsächlich weniger über die Jahre. Wie cicero auch angeführt hat, liegt es teilweise an der Währung. M.E. wenn z.B. Anlagen mit 100 Million Forint in den Büchern stehen und die Währung um 10% abgewertet wurde, so verliert SWUT (die ja in der Gruppe in EURO bilanziert) diese 10% und somit ging es so massiv an das Eigenkapital der SWUT Gruppe.

Jetzt sieht es gut aus mit dem Wechselkurs und Ungarn und Rumänien entwickeln sich auch ganz gut :-)

Bin schon auf weitere Antworten gespannt. Denke SWUT wird die spannendste Aktie 2016 und 2017!

hobbyanalyse
3517 Postings
seit 2012-06-08


Ja das ist ja das Schöne an der Bilanz hier. Der "wahre" Wert der Fabriken, das ist der Wiederbeschaffungswert von solchen modernen Anlagen, ändert sich ja nicht durch Währungsschwankungen. Von daher ist das EK nicht so schlecht, wie es buchmäßig aussieht.

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


#geldl:

Ich kann die Höhe der Abschreibung nicht für jedes Jahr vorausberechnen. Schaut man sich aber den Rückgang der Rate über die letzten 8 Jahre an, so lässt sich damit voraussagen, dass sie weiter sinken wird, vor allem im Hinblick auf das Hintergrundwissen, dass sich die Neuinvestitionen/Bestandsinvestitionen etwa auf 2 Mio eingependelt haben.
Man könnte da auch mal den Finanzvorstand mit der Frage bemühen. Voraussetzung für die Prognose ist natürlich auch, dass nicht noch irgendwo ein neues Werk gebaut wird.

Ob die Aktie 2016/2017 ein Highflyer wird, weiß ich nicht. Klar ist jedenfalls, dass sich Aktien von Unternehmen wie Wienerberger nach der Krise weitaus besser entwickelt haben als die SWUT-Aktie. Ich kann da jetzt nur vermuten, dass das daran liegt, dass die Aktie sehr unbekannt ist. Die Umsätze sind ja alles andere als berauschend. Für große Investoren ist die Aktie wegen dem geringen Marktwert bzw. Börsenumsatz völlig uninteressant. Wer soll da also Interesse an einer Analyse haben und die Aktie promoten?
Natürlich war es bis zum Frühjahr 2015 - also bis zur Fixierung des Deals mit den Banken - auch ein großes Risiko hier einzusteigen. Wieso die Aktie danach nicht nachhaltig gestiegen ist, weiß ich aber auch nicht.
Auf jeden Fall setzen die Vorstände/Aufsichtsrat/Alteigner massiv auf das Unternehmen. Immerhin haben sie im Jahr 2015 19400 Aktien, das entspricht etwa 3% der ausstehenden Aktien gekauft.
Für mich ist die Aktie auf dem derzeitigen Niveau auf jeden Fall ein klarer Kauf. Die 130 Euro die wir schon hatten sind utopisch, aber in 3 Jahren könnte ich mir durchaus auch Kurse von 30 Euro vorstellen. Warum auch nicht, wenn bis dahin die Schulden deutlich rückgeführt wurden und 2,5 Mio netto im Jahr verdient werden, wäre ein Marktwert von 20 Mio durchaus adäquat. Mit etwas Phantasie auf weiteres Umsatzwachstum, vielleicht bis dahin sogar in die Ukraine, wären dann auch noch deutlich mehr möglich.







cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


# Hobbyanalyse:

Die beiden Standorte in Rumänien wurden 2006 und 2007 errichtet. Sie sind damit auch schon wieder fast 10 Jahre alt. Ansonsten wurde Budapest 2002 und die anderen ungarischen Standorte zwischen 1995 und 1999 errichtet.

Die Abschreibungen lagen in den Jahren 2009 und 2010 noch bei 5 bzw. 6 Mio jährlich und sind in den Jahren 2013 und 2014 bereits auf etwa jeweils 3,5 Mio angelangt.

Das mit den konstanten Raten stimmt so also nicht. Es gibt unterschiedliche Abschreibungszeiträume, je nachdem ob es Gebäude, Maschinen oder Geschäftsausstattung sind wird zwischen 3 und 50 Jahren abgeschrieben.

In den nächsten Jahren sollten sich die Abschreibungen also weiter reduzieren, wobei wohl schon in 3 Jahren ein Abschreibungsniveau erreicht sein sollte, welches gleichauf mit den Bestandsinvestitionen ist.

Damit ergibt sich, dass der CashFlow nicht mehr überproportional von den Abschreibungen reduziert wird und die Einnahmen des Unternehmens voll auf den Gewinn durchschlagen.

Auch bei den Schuldenrückführungen kann ich Dir nicht zustimmen. Schau mal in den GB 2014 auf Seite 97 in das CashFlow Statement. Dort kann man herauslesen, dass 2013 4,4 und 2014 4,1 Mio Schuldenrückführungen vorgenommen wurden.

Schau Dir auch ganz am Schlusss des GB den Mehrjahresvergleich an. Das Unternehmen hat super Fortschritte in den letzten Jahren gemacht.
Die operative CashFlow - Rate (CashFlow durch Umsatz) betrug im Jahr 2014 9,9% und ein Jahr davor 11,6%.

Genauso verhält es sich mit der EBITDA - Marge. Die wird jetzt zwar nicht explizit ausgewiesen, ich hab da aber nachgerechnet. Die Marge betrug in den letzten Jahren im Durchschnitt fast 12%. Man kann da bis ins Jahr 2006 zurück gehen und wird derartig hohe EBITDA-Margen nicht mehr finden. Also nicht einmal in jenen Zeiten, wo die Firma noch einen Börsenwert von mehr als 70 Mio aufwies, war die operative Gewinnmarge derartig hoch wie jetzt.

Nimmt man jetzt die beiden Kennzahlen CashFlow und EBITDA her ergibt sich in Relation zum Marktwert ein völlig grotesker Missstand. Sowohl CashFlow als auch EBITDA (der beiden letzten Jahre) übersteigen den Marktwert von 4,6 Mio (bei einem Kurs von 7 Euro). Ich kann mich nicht erinnern in meiner fast 20jährigen Börsenbeobachtung, dies schon jemals gesehen zu haben.

Ich will da jetzt aber nicht nur das Positive bringen. Es ist auch klar, dass das Eigenkapital sehr niedrig ist und die Verschuldung nach wie vor ein zu hohes Niveau hat.

Weil aber das Unternehmen die Fähigkeit hat Schulden schnell abzubauen, sehe ich die Schuldensituation relativ entspannt.
Bei gleichbleibenden CashFlow Strömen werden die Schulden in 5 Jahren um 20 Mio abgebaut. Gleichzeitig steht ja auch der Grundstücksverkauf an, womit weitere 8-9 Mio Cash ins Unternehmen fließen.

Ich denke, es hat schon seinen Grund, warum es bei den Kreditverhandlungen zuletzt nicht zu einem Schuldenverzicht durch die Banken kam. Die Banken sehen ja auch, dass das Unternehmen eine Menge Cash verdient. Wieso soll es da zu einem Forderungsverzicht kommen.

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


cicero, ich kenne die Zahlen von SW alle ganz gut. Ich habe mich aber offenbar falsch ausgedrückt. Ich meinte dass die einzelnen Komponenten mit konstanten Raten (=lineare Abschreibungen) abgeschrieben werden. Natürlich gibt es wie Du schon richtig dargestellt hast für unterschiedliche Komponenten verschieden lange Nutzungsdauern, sodass die AfA sich Schritt für Schritt über die Jahre abschwächen wird. Der Großteil der AfA stammt aus den Bereichen Grundstücke/Gebäude sowie technische Anlagen/Maschinen und macht in Relation zu deren Anschaffungskosten jeweils geringere Summen aus. Diese Bereiche haben also großteils offensichtlich längere Nutzungsdauern wie auch das Verhältnis zeigt. So wird es noch länger dauern bis die AfA wirklich signifikant gesunken ist. Ich weiß nicht ob das in drei Jahren schon soweit ist, dass man bezüglich Capex und AfA schon im steady state ist. Es ist aber ohnehin irrelevant weil in diesem Fall eindeutig der Cashflow zählt und nicht die GuV.

Zur Schuldenrückführung noch eine Anmerkung: vor allem 2013 war ein Effekt aus der Änderung im Working Capital dafür maßgeblich, dass man sogar 4 Mio. tilgen konnte. Konkret wurden kurzfristige Verbindlichkeiten überproportional aufgebaut (sprich Dinge über den Jahreswechsel hinweg auf Ziel finanziert). Das ist aber kein nachhaltiger Effekt. Ähnliches, wenn auch in wesentlich geringerem Ausmaß war 2014 zu sehen: hier wurden vor allem überproportional Lieferforderungen reduziert (sprich eingefordert). Man muss also immer schauen, zu welchem Maß der Cashflow wirklich aus der laufenden Geschäftstätigkeit kommt und zu welchem Maß aus der Reduktion des Working Capital. Letzteres ist kein nachhaltiger Effekt.

Nur ein technisches Detail am Rande: ein Cashflow wird nie durch Abschreibungen reduziert.




hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Noch was: die Banken sehen auch, dass das Unternehmen irrsinnig hohe stille Reserven in den Grundstücken hat.

Interessant ist auch der Blick auf den Einzelabschluss, der logischerweise nicht durch die Währungseffekte verzerrt wird. Dort liegt die EK-Quote bei fast 30 Prozent und der Buchwert je Aktie bei über 23 Euro.

cicero3
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seit 2015-12-01


#Hobbyanalyse:

...Du führst beim CashFlow 2014 an, dass Lieferforderungen überproportional reduziert wurden. Das sehe ich. Diese Position ist mit 2,680 Mio ausgewiesen.
Man sollte dann aber auch erwähnen, dass in der selben Sparte (CashFlow aus Working Capital) die Position "Veränderung der Vorräte" mit 0,937 tsd und "Veränderung der Verbindlichkeiten" mit 1,17 Mio jeweils negativ auf den Cash Flow wirken. Zumindest die Rückführung dieser kurzfristigen Verbindlichkeiten sollte zumindest auch die gleiche Nachhaltigkeit besitzen wie 1 Jahr zuvor die Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Auch beim 2013er "CashFlow aus dem Working Capital" schlug ja die Position "Veränderung der Vorräte" mit 2,4 Mio negativ zu Buche. Auch hier könnte man wieder sagen, dass das nicht nachhaltig ist.

Man sieht, dass da schon zwischen den Jahren sehr viel passiert.
In einem Jahr kommen kurzfristige Verbindlichkeiten für die WorkingCapital-Beschaffung hinzu und im näcshetn Jahr werden diese wieder teilweise zurückbezahlt.
In einem Jahr gelingt, es Forderungen massiv rückzuführen und im näcshten Jahr baut man diese wieder massiv auf.

Ich denke über einen 3 Jahreszeitraum läßt sich besser ablesen, wie es mit dem CashFlow bestellt ist. In den Jahren 2012 bis 2014 lag der operative CashFlow bei durchschnittlich 4,45 Mio.

Um noch ein besseres Bild zu bekommen, sollte man sich das wesentlich schwankungsresistentere EBITDA ansehen. Das stand in diesem Zeitraum recht eng zwischen 5,8 und 6,5 Mio.


Danke für den Hinweis mit dem CashFlow bzw. der Abschreibungen.
Natürlich wird ein CashFlow nicht durch Abschrebungen reduziert. Mit CashFlow meinte ich natürlich das vom Unternehmen eingenommene Geld.

Es wäre schön, wenn Du noch ein paar Details über die hohen stillen Reserven des Unternehmens erwähnen könntest. Du bist ja offenbar schon länger im Unternehmen investiert und hast Dich sehr ausführlich damit befasst.


hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


"Zumindest die Rückführung dieser kurzfristigen Verbindlichkeiten sollte zumindest auch die gleiche Nachhaltigkeit besitzen wie 1 Jahr zuvor die Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten."

Natürlich, es geht eben darum, wie sich dieser Posten - also das working capital insgesamt - unter dem Strich entwickelt. Hier war es eben in beiden Jahren so, dass sich in Summe das working capital verringert hat (2013 um 2,2 Mio. und 2014 um knapp 0,6 Mio.). Insbesondere wenn man hofft, dass es in Zukunft wieder mehr Geschäft gibt, sollte es eher umgekehrt sein, sprich Geldmittel werden überproportional dadurch gebunden, dass einerseits Vorräte angekauft und Waren vorerst auf Ziel verkauft werden. Dieses Geld steht dann freilich nicht zur Tilgung von Krediten zur Verfügung und auch nicht für Bestandsinvestitionen.

Insgesamt ist man aber signifikant cashflow-positiv und das ist gut. Außerdem hast Du die nicht betriebsnotwendigen Immobilien schon erwähnt, die die Kredite weiter reduzieren können und außerdem gibts ja noch Wertpapiere.

Ad stille Reserven in den Grundstücken: ich hab es jetzt nicht auswendig genau im Kopf aber was ich mich noch erinnern kann sind die Grundstücke, auf denen die Sachanlagen stehen, insgesamt mit einem Buchwert von ein paar Millionen im Abschluss erfasst. Auf der Homepage des Konzerns gibt es ein Video wo die Werke alle vorgestellt werden und wo jeweils die Fläche der Werksgrundstücke erwähnt wird. Wenn man die qm-Zahl aufsummiert kommt man auf einen Buchwert von wenigen Euro pro qm. Da ist aber beispielsweise ein Grundstück mitten in Klagenfurt dabei. Auch die Grundstücke in Ungarn sind wahrscheinlich mehr wert als ein paar Euro pro qm.

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


#Hobbyanalyse:

Habe mir das Präsentationsvideo jetzt angesehen. Sollte jeder am Unternehmen interessierte auch tun. Da wird einem schon bewusst in wieviel Tradition und handfeste Werte man hier investiert. Mit der Investition von etwa 50.000,- Euro erhält man aktuell 1% dieser Werte.

Bei der Gelegenheit habe ich mir auch die jeweiligen Standorte mitgeschrieben:

Betreffend der Erfassung der stillen Reserven kann man wohl festhalten, dass da eigentlich nur die alten Standorte in Frage kommen, deren Grundstücke bereits voll abgeschrieben sind.

In Österreich sind das:

1910 Klagenfurt 27.000 m
1966 Lienz 40.000 m
1960 Sierning 25.000 m
1960 Ramingstein 20.000 m

Insgesamt also 4 Grundstücke die alle älter als 50 Jahre sind und damit eigentlich voll abgeschrieben sein müssten. Insgesamt weisen die Grundstücke 112.000 m auf.

Welchen Wert könnten diese Grundstücke haben?

Bei einem Preis von 50 Euro pro m ergäben sich etwa 5,6 Mio Euro. Ich denke, das ist eher vorsichtig geschätzt.
Klagenfurt wird wohl weitaus mehr als diese 50 Euro wert sein. Ansonsten müsste man da genauer recherchieren. Vielleicht liest ja hier auch jemand aus der Immobilienecke mit.

Die ungarischen Werke sind wesentlich größer (insgesamt 550.000 m) etwa 5x so groß wie die Österreichischen. Sie wurden aber erst ab 1998 als Bestand gekauft und modernisiert oder eben neu gebaut.
Wie es sich bei den Abschreibungen des Grundstückes verhält, wenn ein altes Werk gekauft und modernisiert wird, weiß ich nicht. Im Zweifelsfall kann es aber sein, dass hier keine stillen Reserven schlummern.

Die Recherche dieser Angelegenheit wird bei mir aber einen hohen Stellenwert haben. Bis zur HV sollte das herauszufinden sein.

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


cicero,

Grundstücke werden gar nicht abgeschrieben, sie bleiben mit historischen Anschaffungskosten in der Bilanz. Ich habe hinsichtlich des Werkes in Klagenfurt mal geschaut, was in der Gegend dort ein Industriegrund kosten könnte. 50 Euro sollten da sehr konservativ geschätzt sein.

Auch die Grundstücke in Ungarn sollten mehr wert sein als vor fast 20 Jahren (und auf jeden Fall mehr als ein paar Euro pro qm).

cicero3
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seit 2015-12-01


#Hobbyanalyse:

Alles klar! Vielleicht könntest Du mir erläutern was unter "Historischer Anschaffungswert" zu verstehen ist und wie man das dann umlegen könnte.

Schau mal auf Google Maps. Da sieht man, dass rundherum Wohngegend ist. Bei einem Verkauf könnte man damit wohl auch höhere Preise erzielen, wie sie eben für Wohngegenden üblich sind.


hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Historische Anschaffungskosten sind der Preis, den man damals beim Erwerb bezahlt hat. Exakt rausrechnen kann man es leider nicht, weil eben die Anschaffungen teilweise schon so lange her sind, dass keine detaillierten Informationen mehr aufzutreiben sind. Aber wie Du schon richtig gesagt hast: die Lage in Klagenfurt ist nicht die Schlechteste und somit dürften die 50 Euro sehr niedrig angesetzt sein. Man kann das also zumindest als deutliches Sicherheitspolster gegen zukünftige Schwankungen in den Cashflows sehen. Man weiß dass da ordentlich Substanz vorhanden ist.

Ich muss außerdem sagen dass ich zutiefst beeindruckt bin, dass Du Dir das Unternehmen auch so genau angesehen hast. Bin auch wirklich schon gespannt auf den kommenden Geschäftsbericht.

cicero3
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seit 2015-12-01


Vielen Dank für die Blumen!

Es ist eigentlich gar nicht meine Herangehensweise, so tief in die Materie einzusteigen, aber gerade bei SWUT erscheint mir das schon wichtig zu sein, weil man da auch nicht wieder einfach so schnell aussteigen kann. Man sollte da schon wirklich überzeugt vom Unternehmen sein.

Ich muß auch zugeben, mir fehlt auch etwas das Wissen über den österreichischen Markt. Ich bin zwar schon fast 2 Jahrzehnte an der Börse aktiv, aber vorwiegend bei Deutschen und auch sonstigen internationalen Werten.
Ich sehe, dass Du gerade hier beim Börese Express häufig postest. Ich schließe daraus - und aus dem Inhalt Deiner Postings natürlich auch - dass Du Dich hier auskennst.
Wäre also schön, wenn Du hier weiterhin, Dein Wissen Preis gibst!

Wie gesagt, diese stillen Werte, die da im Unternehmen schlummern, erscheinen mir für die Unternehmensbewertung schon wichtig zu sein. Da muß man dran bleiben und genaueres heraus finden.

Wo siehst Du eigentlich den fairen Wert der Aktie?









hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Bitte gerne! Gerade bei solchen Mini-Nebenwerten zahlt es sich aus ganz genau hinzusehen. Es gibt hier teilweise unglaubliche Ineffizienzen.

Einen exakten fairen Wert festzumachen ist immer schwer. Mir scheint aber der vier- bis fünffache free cashflow als konservative Untergrenze in Ordnung. Das wären dann wahrscheinlich so 8 bis 10 Mio. für das ganze Unternehmen. Das sollte auch abgesichert sein durch die Substanz. Wenn sie in den nächsten Jahren weiter Schulden zurückzahlen können, würde aber auch dieser Multiple steigen - sprich der vorhandene Cashflow wird mehr "wert", weil das Risiko sinkt. Eine bessere Auslastung der Werke würde dem Ganzen natürlich auch noch zusätzlich Auftrieb verleihen, weil sich deutliche Skaleneffekte im Ergebnis zeigen würden. Steigende Zinsen und/oder ein größerer Umsatzeinbruch könnten die Eigenkapitalgeber aber auch recht schnell ausradieren, dessen muss man sich auch bewusst sein.


geldl
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seit 2007-09-28


Vielen Dank für Eure interessanten Ausführungen cicero3 und hobbyanalyse. Schön, dass auch so interessante Nebenwerte mal besprochen werden.

Was die letzte Frage von cicero3 angeht, so kann man das m.E. einfach veranschaulichen:

Wenn z.B. die Grundstücke X, Y und Z im Jahr 2006 um 3 Millionen EURO angeschafft wurden, so stehen sie nach wie vor mit diesen 3 Millionen im Anlagevermögen (obwohl Sie nun ein vielfaches mehr Wert sind).

Sollten Sie z.B. nur für mögliche Erweiterungen gekauft worden sein und somit für den derzeitigen Betrieb nicht notwendig sein und z.B. um 10 Millionen EURO (abzüglich aller Spesen und Steuern) verkauft werden können, so erhöht sich das Eigenkapital um 7 Millionen EURO mit all den positiven Auswirkungen auf der GuV :-)

Dazu gäbe es noch weitere Ideen. Im Falls von Fabriken weniger denkbar, aber z.B. im Fall von sehr teuer bewerteten Bürostandorten. Siehe Seite 23:
http://www.zitzelsberger-partner.de/pdf/fachbr...

Außerdem kommt mir gerade, dass wenn das Anlagevermögen kleiner wird und dadurch auch Kredite zurückgezahlt werden man hier von einer Bilanzkürzung spricht und das in dem Fall m.E. einen weiteren positiven Effekt auf die Eigenkapitalquote hat. Jetzt mache ich aber mal Sonntag, aber dies kann hier gerne weiter diskutiert werden...

cicero3
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seit 2015-12-01


#Hobbyanalyse:

Der FreeCash Flow lag 2013 bei 4,5 und 2014 bei 4,1 Mio. Wenn Du den 4-5 fachen FreeCash Flow als Untergrenze für den fairen Wert ansetzt, so müßte dieser Schwellwert aber bei etwas über 18 Mio liegen.
Das würde sich dann auch mit einer Einschätzung (siehe Beitrag weiter oben) decken.

Halten wir dazu fest, dass sich der FreeCash Flow aus der Summe des Operativen Cash Flow (Laut Bilanz: Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit) und dem Cash Flow aus der Investitionstätigkeit zusammen setzt.


Hier ist die Erläuterung zum FreeCash Flow:

Free Cash-Flow ist definiert aus Operativer Cash-Flow plus Cash-Flow aus Investitionstätigkeit. Mit den Mitteln aus dem free (freien) Cash-Flow können Unternehmen Dividenden zahlen oder Aktien zurück kaufen. Der freie Cash-Flow verdeutlicht, wie viel Geld für die Aktionäre eines Unternehmens tatsächlich übrig bleibt. Diese Kennzahl kann durch Bilanztricks praktisch nicht manipuliert werden.1

Der Free Cash-Flow ist der frei verfügbare Cash-Flow. Er verdeutlicht, wie viel Geld für die Dividenden der Aktionäre bzw. Gesellschafter oder für eine fällige Rückführung der Fremdfinanzierung verbleibt. Die Größe des nachhaltigen Free Cash-Flows ist für Finanzierungsinstitute ein Indikator für die Rückzahlungsfähigkeit von Krediten und wird deshalb oft als Berechnungsgrundlage der Finanzierungskapazität verwendet.


hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Wie gesagt, ich möchte die Veränderungen des working capital da außen vor lassen - also diesen Teil neutralisieren.

Dadurch komme ich zunächst auf folgende Werte:

2013: Cashflow aus dem Ergebnis 3,5 Mio. abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit 1,3 Mio. ergibt 2,2 Mio.
2014: Cashflow aus dem Ergebnis: 4,6 Mio. abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit 1 Mio. ergibt 3,6 Mio.; aber da war auch ein Erlös aus einem Verkauf eines Geschäftsbereichs dabei. Das ist ein Einmaleffekt von ca. 600 Tsd. - nachhaltig wären da 3 Mio.

Das wären jetzt im Mittel natürlich immer noch mehr als 2 Mio. Ich möchte aber konservativ unterwegs sein und deshalb habe ich erstens angenommen dass der Cashflow im working capital etwas negativ sein wird (das passt auch zu den Umsatzerwartungen). Zweitens wird es auch Boni für das Management geben, wenn es wieder ein bisserl besser läuft.

Es geht für mich ja um eine vorsichtige Schätzung der Untergrenze. Positive Überraschungen kann es da natürlich gerne geben :-)

cicero3
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seit 2015-12-01


Bei der Berechnung des Free CashFlow nimmt man aber nicht den "CashFlow aus dem Ergebnis", sondern den "Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkei" als Grundlage. Dieser Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit ist gleichzeitig der "Operative Cash Flow"
Siehe dazu auch die Erläuterung aus meinem vorigen Posting.

Der Mittelwert des Free Cash Flow für die Jahre 2013 und 2014 liegt bei 4,3 Mio.

Ein Multiple von 4,5 ergibt dann einen fairen Marktwert von 19 Mio.


cicero3
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seit 2015-12-01


Ob es Boni gibt weiß ich nicht, es gibt aber kein Stock Option - Programm obwohl man zuletzt eine größere Menge an eigenen Aktien zurück gekauft hat.


hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Ich weiß dass das die Definition ist. Aber es ist nicht realistisch, gleichzeitig einen konstanten Cashflow aus dem Betrieb und eine Reduktion des Betriebskapitals anzunehmen. Irgendwann wären dann keine Vorräte mehr da, die man verkaufen oder keine Lieferforderungen die man einfordern könnte. Das geht einfach nicht. Und auch die Einmaleffekte muss man rausrechnen.

cicero3
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seit 2015-12-01


Dass man jetzt die Einmaleffekte von 600k wegläßt verstehe ich, das ist eben außertourlich, nicht wiederkehrend oder wie man es nennen will, aber ansonsten finde ich doch, dass man möglichst nahe am theortischen Grundgebilde festhalten sollte. Da geht es auch um die Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen oder anderen Analysen.

Läßt man also diese 600k weg ergibt sich ein durchschnittlicher FreeCash Flow für beide Jahre von 4,05, womit sich bei einem Multiple von 4,5 ein Marktwert von 18 Mio Euro ergäbe.

Ich will da nicht kleinlich sein, aber so wie Du das alles vorsichtig auslegst kommt bei Dir letztlich auch nur etwa der halbe faire Marktwert dabei heraus. Wie gesagt, da fällt es dann eben schwer Vergleiche zu anderen Unternehmen/Analysen herzustellen.

Bei einem Marktwert von 18 Mio würden sich faire Kurse von 27 Euro ergeben.

geldl
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seit 2007-09-28


Also genau genommen ist es ohnedies etwas anders. Nach Literatur bzw. gängiger Praxis erhält man den Unternehmenswert durch die Diskontierung der zukünftigen freien Cashflows um dann den Barwert zu erhalten. Natürlich muss man die Verschuldung auch mitberücksichtigen. Es gibt das verschiedene Verfahren und viele Bücher darüber und ich habe einige davon gelesen und DCF Berechnungen angestellt. Das Problem ist zumeist die Cashflows auch für die fernere Zukunft richtig einzuschätzen...

Doch ich denke wir sind uns einig, wenn es SWUT gelingt weiterhin operativ gut zu wirtschaften, jährlich mehr als 4 Millionen Schulden zu tilgen und das Eigenkapital jährlich deutlich zu verbessern (in 2 Monaten wissen wir es genau), dass dann mittelfristig (2-4 Jahre) Kurse von 20/30 Euro (oder bei sehr guten Grundstückverkäufen noch mehr) realistisch bzw. eine logische Folge sind.

Dazu habe ich 2 Fragen:

Eine an Cicero bzw. wenn das jemand anderer weiss: Wann sollen die Grundstücksverkäufe erfolgen bzw. von welcher Größenordnung sprechen wir? Ich denke derzeit ist die Zeit ganz gut dafür, also warum warten...

Eine an Hobbyanalyse bzw. wer sonst noch mag:
Bist Du schon investiert und wäre es nicht günstig in Paketen einzusteigen. Denke jetzt 1/3. Ein weiteres Drittel nach den Jahreszahlen (sofern wirklich ein positives Ergebnis rausschaut und somit Eigenkapital verbessert wurde). Und ein weiteres Drittel dann in 14 Monaten nach den 2016er Jahreszahlen (sofern der Trend anhält)?

Schönen Wochenstart allen :-)

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


geldl,

Eine DCF-Bewertung ist "state of the art". Da hast Du völlig Recht. Allerdings ist sie für einen Außenstehenden de facto nicht sinnvoll durchführbar. Denn eine solche Berechnung, wenn sie nach der Literatur korrekt gemacht wird, benötigt Plandaten vom Unternehmen zu Umsatzentwicklung, Margen, Ausschüttungsquoten und so weiter. All das hat man als Privatinvestor nicht. Und selbst wenn man sie hat oder meinetwegen auch selbst schätzt, suggeriert diese Methodik nur eine mathematische Genauigkeit, die nicht vorhanden ist.

Die Multiple-Methode, die wir hier verwendet haben, ist ebenfalls der Literatur zu entnehmen, wenngleich sie dort etwas anders realisiert wird (im Peergroup-Vergleich). Auch Substanzwertschätzungen spielen in der Unternehmensbewertung eine Rolle, z.B. bei der Ermittlung nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte (nicht genutzte Immos, Wertpapiere, etc.). Da eine oberflächliche DCF-Methode genauso ungenau ist wie ein Multiple oder Substanzwertermittlungen kann man aber auch darauf verzichten. Besser sehr konservative Schätzungen machen und kaufen, wenn der Kurs noch deutlich darunter liegt.

Übrigens ist die Multiple-Methode nichts anderes als eine sehr stark simplifizierte DCF-Methode. Ein Multiple von 5x Free Cashflow ist ja nichts anderes als die Annahme eines konstanten Free Cashflows für die Zukunft und dessen Abzinsung mit 20% p.a..

Zu Deiner Frage an mich: ja ich habe ein paar Stücke. Ob und wie es am günstigsten ist zu kaufen, kann ich Dir aber nicht beantworten, weil ich nicht weiß wie sich die Kurse entwickeln.

cicero3
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seit 2015-12-01


#geldl:

Es wird aktuell ein Käufer der Grundstücke gesucht. Da es kein Notverkauf ist, gehe ich davon aus, dass man da gewisse Preisvorstellungen haben wird und vorerst wohl auch warten können wird, was der Markt hergibt. Ich weiß da aber nichts näheres, das ist jetzt nur meine Einschätzung. Grundstücksverkäufe können unter Umständen auch Jahre dauern.

Ja, wir sind uns einig. Der Wert der Firma hängt nicht nur vom Free Cash Flow ab, da spielen auch die von Dir genannten Parameter/Entwicklungen und andere Einflussfaktoren eine Rolle.
Nichts desto Trotz sollte man aber auch das Ziel der Reise kennen, sprich welchen Wert das Unternehmen aktuell, in 3 Jahren oder noch längerfristig haben könnte.

Ich hätte da auch noch eine Frage an hobbyanalyse.

Kennst Du die Voraussetzungen für einen Wechsel des Segmentes an der Wiener Börse? Die Notiz im Standard Market Auction ist ja nicht gerade der Traum einer börsennotierten Firma. Welchen Marktwert (ich vermute im FreeFloat) bzw. Börsenumsätze wird man brauchen um in ein höheres Segment vorzurücken?


hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Nein, die genauen Voraussetzungen kenne ich nicht. Aber hinsichtlich des prime markets schwirrt mir die Zahl von 15 Mio. Euro Marktwert des Streubesitzes und detailliertere Quartalsberichte im Kopf herum.

Zu den Grundstücken noch: es wird auch die Bank bei etwaigen Verkäufen mitreden wollen. Es ist ja alles verpfändet.

geldl
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seit 2007-09-28


Stimmt hobbyanalyse und ist schon klar, dass die Multipilkatorverfahren neben den DCF Verfahren auch sehr gebräuchlich sind. Substanzwertverfahren ist bei den guten Cashflows mal zweitranging aber hinsichtlich der Verschuldung und der hohen stillen Reserven auch nicht ganz uninteressant.

Danke auch cicero und hobbyanalyse für Eure Antworten! Ja, muss jeder selbst wissen wann, ob und wie er einsteigt. Ich denke nur aufgeteilt ist sehr sinnvoll und bei dem Handelsvolumen ohnedies wohl erforderlich...

Was die Banken betrifft, so denke ich haben die aber ein großes Interesse, dass es mit SWUT weiter aufwärts geht. Insofern sehe ich einem Verkauf und einer Steigerung der Eigenkapitalquote positiv entgegen. Eine erste Position habe ich auch schon, insofern würde mich auch ein baldiger Verkauf nicht stören und finde auch aus Unternehmenssicht ist jegliche baldige weitere Verbesserung erstrebenswert!

Wenn SWUT sich gut entwickelt, wird es mittel- bzw. langfristig gesehen auch nicht sooo große Unterschiede ausmachen, ob man bei 8 oder 9Euro einsteigt. Andererseits liegt der Gewinn auch im Einkauf...

cicero3
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seit 2015-12-01


Zur Zeit macht es richtig Spaß, hier investiert zu sein. Die Aktionärsstruktur sieht sehr stabil aus. Trotz der Turbulenzen hat die letzten beiden Tage kein einziger seine Aktien geschmissen.


geldl
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seit 2007-09-28


Das stimmt, in den Tagen der Turbulenzen ging es sogar auf 7,90Euro hoch. Dafür ging es heute - wo alles andere steigt - mit 500 Stück auf 6,52Euro (zumindest in Wien)!

In 3 Monaten wird mich das vermutlich mehr stören als jetzt :-)

LASKler
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seit 2012-02-28


Intressant keine Frage
Bilanzen der letzten Jahre Grausamkeit

Ist ein klein Unternehmen

cicero3
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seit 2015-12-01


Ja, das ist aber offenbar ein Einzelner der hier verkauft hat. Die Aktie hat die Wiener Börse in den letzten Wochen und Monaten klar outperformt.

Außenminister Kurz war gerade in Serbien und hat das Land sehr gelobt. Das 7,2 Mio - Einwohnervolk führt ja mit der EU seit Dezember 2015 Beitrittsverhandlungen. Serbien glaubt, dass der Beitritt bis 2019 gelingen könnte.
Für SWUT wäre Serbien, das in direkter Nachbarschaft zu Ungarn und Rumänien liegt, ein - geographisch ideal gelegenes Land - für ihre Geschäfte.
Das rumänische Werk "Timisoara" (Temeschwar) liegt 150 Straßenkilometer von der serbischen Hauptstadt Belgrad entfernt. Nachdem der Lieferradius der Werke 300 km beträgt, müßte damit nicht einmal ein neues Werk gebaut werden um zumindest Nordserien beliefern zu können. Der Süden könnte möglicherweise vom Werk in Bukarest erreicht werden.


cicero3
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seit 2015-12-01


Hier ist ein Interview mit Gregor Rosinger vom März 2015, nachdem dieser bei SWUT zugekauft hatte.

Herr Rosinger sieht die währungsbedingten Abwertungen offenbar auch wenig dramatisch. Er sagt dazu:

Währungskursbedingte Abschreibungen getätigter Investments sind im Regelfall nicht liquiditätswirksam. Moderne Fabriken erhalten ihren Wert, weil bei einer Währungsabwertung lokaler Währungen die Wiederbeschaffungskosten von Anlagen bzw. Wiedererrichtungskosten derartiger Fabriken in lokaler Währung steigen würden. Für mich zählen daher in meiner persönlichen Bewertung die Anschaffungskosten und damit auch die Eigenkapitalquote zu historischen FX-Kursen. Wer z.B. einmal in Majoshaza war und am Werk vorbeigefahren ist, der weiß, was ich meine – dasselbe gilt auch für andere Standorte …


http://www.christian-drastil.com/2015/03/08...

cicero3
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seit 2015-12-01


Ich habe nun eine Grundstücksbewertung vorgenommen:

Laut dem Geschäftsbericht 2014 lag der Buchwert der Grundstücke zum Ende des GJ 2014 bei 4,6 Mio Euro.

Der Marktwert dürfte sich wie folgt darstellen:

Österreich:

Klagenfurt: 27.000 m / 200 - 300 Euro / 6,7 Mio
Sierning: 25.000 m / 60 - 110 Euro / 2,13 Mio
Lienz: 40.000 m / 108 - 147 Euro /5,1 Mio
Ramingstein: 20.000 m / 28 - 38 Euro / 0,66 Mio

Ungarn:

Budapest: 240.000 m / 15 Euro 3,6 Mio
Alsozsolca: 240.000 m / 10 Euro / 2,4 Mio
Bodrogkeresztur: 70.000 m / 10 Euro / 0,7 Mio

Rumänien:

Bukarest: 260.000 m / 10 Euro / 2, 6 Mio
Temeswar: 50.000 m / 8 Euro / 0,4 Mio

Als Grundlage für die Preisermittlung der österreichischen Immobilien diente eine Recherche auf der Seite "Immowert123.at". Basis für die Bewertung ist der jeweilige Mittelwert der angegeben Preisspanne. Die Werke Klagenfurt und Lienz befinden sich im Zentrum (Wohngebiet) der Städte. Das Werk Sierning befindet sich inmitten von Wohngebiet. Das Werk Ramingstein liegt außerhalb des Ortes.

Für die Grundstücke in Ungarn und Rumänien wurden Schätzungen auf Basis von Recherchen vergleichbarer "Industriegrundstücke" vorgenommen.

Der Marktwert der Grundstücke beträgt damit für Österreich 14,59; für Ungarn 6,7 und für Rumänien 3 Mio (Gesamt: 24,29 Mio).

cicero3
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seit 2015-12-01


Nimmt man diese Differenz zwischen Buchwert und Marktwert der Grundstücke kommt man auf eine Erhöhung des Eigenkapitals von knapp 20 Mio Euro.

Eine weitere Erhöhung des Eigenkapitals um etwa 12 Mio ergibt sich daraus - wenn man die Sichtweise des Gregor Rosinger anwendet, der ja die währungsbedingte Abwertung der ungarischen und rumänischen Werke als sozusagen nicht real empfindet weil die Errichtungskosten für die Werke mit der Währungsabwertung auch dementsprechend höher ausfallen würden. Siehe dazu auch das Post von hobbyanalyse über die Einzelabschlüsse.

Zusammenfassend kann man daher festhalten, dass die Unternehmensbilanz nach IFRS im Fall der SWUT nicht den wahren Unternehmenswert wiederspiegelt. Der Unternehmenswert oder Buchwert liegt - je nach Betrachtung um 20 Mio oder auch sogar um diese weiteren 12 Mio höher als ihn die Bilanz ausweist.
Damit wird einem erst bewusst auf welchem Schatz die Aktionäre hier eigentlich sitzen.

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Hey cicero,

da kann man nur sagen: well done!

Ich persönlich bin zwar (was ich mich noch erinnern kann) auf etwas niedrigere Werte gekommen, weil ich jeweils Untergrenzen genommen habe. Das hat damit zu tun, dass es zwar teilweise rundherum Wohngebiete gibt, aber ich wollte nicht zu 100 Prozent eine Umwidmung unterstellen. Außerdem weiß man ja nie mit Sicherheit, ob nicht eines der Grundstücke in irgendeiner Weise vorbelastet ist, was den Wert senken würde. Diese sehr zurückhaltende Vorgangsweise hat damit zu tun, dass ich mich, wenn ich mich schon täusche, auf der konservativen Seite getäuscht habe. Grundsätzlich ist der Trend aber klar: es schlummert hier versteckte Substanz, die auch mit dafür verantwortlich war, dass die Banken geduldig waren und sind.

Ähnliches lässt sich zu den von Dir bereits angesprochenen Währungsabwertungen sagen. Da hast Du völlig Recht. Der Konzernabschluss verzerrt hier das Bild. Man muss sich überlegen, was es kosten würde, diese Werke in ihrem heutigen Zustand noch mal hinzustellen. Da es state of the art Werke sind, die weit von einer Obsoleszenz entfernt sind, sind die historischen Anschaffungskosten abzüglich Abnutzung zuzüglich einer moderaten Inflationsrate maßgeblich, außer man ginge davon aus, dass sie dauerhaft nicht voll ausgelastet sein könnten. Auch hier ist es zwar de facto unmöglich eine präzise Zahl zu nennen, es ist aber bei weitem nicht unrealistisch, dass man höhere Werte annimmt als die aktuellen Buchwerte im Konzernabschluss.

cicero3
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seit 2015-12-01


Ja, ist ja durchaus legitim, wenn Du da vorsichtiger rechnest. Es freut mich aber, dass Du im Groben zum selben Ergebnis kommst.

Schon komisch, dass das von anderen Börsenteilnehmern bisher nicht erkannt wurde, ansonsten müsste die Aktie eigentlich zumindest annähernd in der Nähe des Buchwertes notieren und der liegt wohl auch bei Deiner vorsichtigen Schätzung bei zumindest 20 Mio oder einem Kurs von etwa 30 Euro.
Meiner Ansicht müsste das Unternehmen, das besser kommunizieren oder etwa auch die BKS-Bank. Die sind zwar selbst an SWUT beteiligt, aber wieso sollen sie nicht ein Research über die Aktie machen? Machen ja andere auch, der Hinweis auf den Interessenskonflikt müssen sie halt dabei anbringen. Ansonsten dürfte es wohl überhaupt kein Interesse von institutionellen Anlegern geben, da ist der Marktwert wohl weitaus zu niedrig.





hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Naja, das Management kauft von Zeit zu Zeit selbst noch Aktien. Insofern besteht sicherlich kein besonderes Interesse daran, dass der Kurs steigt. Ich selbst hätte auch kein Problem damit wenn der Preis noch drei oder vier Jahre auf dem Niveau verharrt (idealerweise gepaart mit weiterer Schuldenrückführung und eventuell sogar operativen Verbesserungen).

Das Unternehmen ist außerdem sehr klein, von daher schaut die mit Sicherheit kein größerer Fonds an. Viele "kleinere" Investoren werden wahrscheinlich auch vom nicht vorhandenen Fließhandel, der großen Volatilität und der auf den ersten Blick grausamen Eigenkapitalquote abgeschreckt. Ich selbst hätte sie ja um ein Haar auch fast deswegen verworfen.

Bei einigen Investoren, die zu viel höheren Kursen kleinere Positionen gekauft und seither nicht abgestoßen haben, wird die SW wahrscheinlich auch eine Art "Depotleiche" darstellen, wo sich ein Verkauf auch allein schon wegen der Spesen nicht auszahlt. Das könnte auch ein Grund für das - trotz des bezogen auf die Stückzahl relativ hohen freefloats - sehr geringe Handelsvolumen sein.

cicero3
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seit 2015-12-01


Ich sehe schon ein Interesse des Managements an höheren Kursen. Lt GB will man sich mittelfristig über eine Kapitalerhöhung Geld beschaffen. Dafür braucht man aber weitaus höhere Kurse. Bei den jüngsten Käufen des Managements ging es eher darum Vertrauensbildend vorzugehen. Ein weiteres Indiz dafür ist auch der Umstand, dass sich Vorstände etc. Sehr um die Anliegen der Aktionäre kümmern.

Ansonsten stimme ich Dir zu. Warum würdest Du lieber eine jahrelange Seitwärtsbewegung sehen? Du könntest ja auch sofort Deine gewünschte Positionsgrösse erreichen.

hobbyanalyse
3517 Postings
seit 2012-06-08


Ich würde die SW als eine Möglichkeit sehen, die Dividendenausschüttungen von anderen Investments zu reinvestieren. Gute Investmentideen sind in einem fortgeschrittenen Bullenmarkt sehr rar.

Wenn es aber gleich steigt, werde ich mich auch nicht aus dem Fenster stürzen. :-)

cicero3
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seit 2015-12-01


Ja, das Handelsvolumen ist wirklich extrem dünn. Ich denke auch, dass das ein Grund ist, dass einige die Aktie von Haus aus meiden. Es gibt zwar auch in diesem Marktsegment grundsätzlich die Möglichkeit Market Maker einzusetzen, aber die wird sich SWUT wohl nicht leisten wollen. Der Vorteil ist dabei aber, dass es keine Zocker in der Aktie gibt. Man hat beim allgemeinen Ausverkauf der letzten Wochen gesehen, dass kaum jemand bereit war, die SWUT - Aktie zu verkaufen.

Betreffend der Höhe des Streubesitzes kann ich nur auf meine Recherchen verweisen. Ich denke, ich habe beim Eingangsposting eine recht gute und aktuelle Zusammenfassung präsentiert.

Ungeklärt ist aktuell nur der Anteil des Hansa Fonds. Das sollte sich aber bald aufklären. Der Streubesitz liegt demnach bei 20 - 30% (je nach den Anteilen des Hansa Fond).
Klar ist mir dabei jedoch nicht, wie die Anteile des Management oder aber Eigene Aktien zu werten sind. Streubesitz oder nicht? Die Frage wird vor allem interessant, wenn es um die Indexzugehörigkeit geht.

cicero3
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seit 2015-12-01


#Hobbyanalyse

Wie siehst Du eigentlich die Charttechnik bei der Aktie? Kann man hier überhaupt Charttechnik anwenden, bei dem geringen Umsatz?
Für mich ist eigentlich nur dieser Widerstand bei 8 Euro erkennbar. Haben diese 8 Euro eine charttechnische Bedeutung, wonach sich der ein oder andere richtet oder gibt/gab es hier einfach nur einen größeren Verkäufer?


hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Charttechnik spielt für mich generell keine Rolle. von daher kann ich dazu nichts sagen.

LASKler
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seit 2012-02-28


Was wir d als Buchwert gesehen.

Woher soll der Gewinn gekommen?

Gering?

cicero3
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seit 2015-12-01


#Laskler

Buchwert nach IFRS: 3,5 Mio
Buchwert nach Cicero3: 3,5 + 19,7 (Stille Reserven) + 12 (FX-Kurse von 2008) = 35,2 Mio
Buchwert abgesichert: 3,5 + 15 (Stille Reserven - konservative Berechnung) = 18,8 Mio


9-Monats Umsatz: 48,2 Mio
9-Monats-EBITDA: 5,6 Mio
9-Monats-EBIT: 3 Mio
9-Monats-EGT 2015: 1,1 Mio

Marktwert bei einem Kurs von 6,75 Euro: 4,45 Mio

EBITDA - Multiple auf Jahresbasis 2015 geschätzt: 0,63
Kurs-Umsatz - Verhältnis auf Jahresbasis 2015 geschätzt: 0,07
Kurs-Free-CashFlow - Verhältnis aus Jahresbasis 2015 geschätzt: 1

Damit ist SWUT wohl die billigste Aktie auf dem Wiener Parkett








LASKler
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seit 2012-02-28


Auf Finanz at steht das 94% Fremdkapital ist.

Woher kommt der plötzliche Gewinn und sehen Sie ihn nachhaltig.
Bin immer vorsichtig bei Unternehmen die in 5 Jahren nur einmal gewinn machen.

Bezüglich Immobilien -bei so großen fremd Kapital sind die Immobilien sicher verpfändet oder ähnliches.

Weiteres kommt Ungarn als großer Risiko Faktor dazu.

Was sind die Konkurrenz zur sw Umwelt?

Produkte sind interessant und werden immer gebraucht

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


"Auf Finanz at steht das 94% Fremdkapital ist."

Das Unternehmen ist ein Paradebeispiel dafür, dass man eine Kennzahl nicht ohne nähere Beurteilung übernehmen darf. Das gilt ja genauso für KBV, KGV, Dividendenrendite und Co.

Man muss immer beurteilen, was die Aktiva tatsächlich für einen Verkehrswert haben. Manchmal sind sie weniger wert als in der Bilanz steht, manchmal aber auch mehr.

Und natürlich sind die Immobilien verpfändet. Das beeinträchtigt die Verfügbarkeit, aber nicht ihren Wert. Die Bank wird nicht zulassen, dass die Immobilien verkauft und der Verkaufserlös entnommen wird. Man kann die Immobilien aber sehr wohl verkaufen und einen Teil der Kredite damit abzahlen. Das würde wiederum die Zinslast reduzieren.

Letzteres führt auch zur Beantwortung der nächsten Frage: hier ist nicht der Gewinn in der GuV entscheidend, sondern der Cashflow nach Abzug der Instandhaltungsinvestitionen.

LASKler
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@ hobby:
Okay verstehe ich nicht ganz, wo liegt der Unterschied zu SanoC oder FACC.

Sw unwelt wäre ein übernahme Kandidat.

Intressant keine Frage - wie nachhaltig ist der Gewinn.

hobbyanalyse
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Wenn Wolschner-Privatstiftung nicht verkauft, ist SW faktisch kein Übernahmekandidat. Es ist äußerst unrealistisch, dass der gesamte Streubesitz eingesammelt werden kann.

Der Unterschied zur Sanochemia erklärt sich für mich so: große Teile der Assets dort sind Immaterialgüter. Das ist erstens nichts greifbares und hat zweitens nur eine sehr spezielle Anwendung - deren Wert steht und fällt mit dem Erfolg der Produkte von Sanochemia. Wenn irgendeine Marktzulassung nicht erreicht wird oder der Absatz sinkt, sind diese Vermögenswerte unter Umständen NULL Euro wert. Mit Grundstücken und Fabrikshallen verhält es sich da anders.

Außerdem gehört denen beispielsweise die Liegenschaft in Neufeld am See nicht. Ansonsten würde die Sache schon ganz anders aussehen. Drittens gibt es bei der SAC gewisse kritikwürdige Vorgänge in der Corporate Governance, die ich auch bei Bargain schon beleuchtet habe. Auch das gibt es bei der SW nicht.

Die Unterschiede zur FACC sind Folgende: deren Problem ist ja nicht die Substanz. Dort ist eher das Geschäftsmodell das Problem. Man muss regelmäßig zig Millionen Euro Vorleistungen bringen, nur damit man einige wenige übermächtige Kunden beliefern kann. Gleichzeitig ist man aber soweit ich weiß nirgends der einzige Anbieter. In so einem Geschäft ist es wirklich schwierig, Geld zu verdienen, wenn die Kunden so stark sind, dass sie einem sämtliche Konditionen diktieren. Außerdem ist es halt irgendwie blöd, wenn man quasi die gesamte Kassa "verliert" und gleichzeitig hunderte Mio. Schulden hat.

Noch was ist bei der FACC: dort ist der Cashflow brutalst negativ. Das ist auch ein Unterschied zur SW. Die haben - unabhängig von den berichteten Buchverlusten - in den letzten Jahren immer einen positiven free cashflow gehabt.

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Ansonsten wäre es nicht gelungen, in den letzten Jahren schon über 11 Mio. an Schulden zurückzuzahlen.

LASKler
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seit 2012-02-28


Laut SanoC. ist das Werk in Neusiedel Firmen besitz - laut IR.


Dividende möglich?

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Die gesamte Liegenschaft oder nur die eingebauten Produktionskapazitäten?

hobbyanalyse
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Hier ist die entsprechende Passage aus dem letzten Geschäftsbericht:

"Betreffend den Standort Neufeld an der Leitha (Standort der Produktionsanlage Pharma -zeutika, des Forschungslabors und der Syntheseanlage) besteht zwischen der SANOCHEMIA
Pharmazeutika AG und Anton von Waldheim, chemisch pharmazeutische Fabrik, Inhaber
DI Dr. Werner Josef Frantsits (im Folgenden A. v. Waldheim), ein Mietvertrag, der zu
fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen ist. Weiters werden Werksbürogebäude von
J. Medinger & Söhne KG zu fremdüblichen Konditionen angemietet."

LASKler
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seit 2012-02-28


Okay - habe ich mir diesbezüglich andere Informationen vermerkt.
Danke für die richtig Stellung.

Was geben Sie für ein KZ fur sw Umwelt aus?
Dividende möglich?

Risiko Ungarn (orban).

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Bitte gerne.

Ich mache mir keine Gedanken über Kursziele. Das bringt mir nicht wirklich etwas.

Eine Dividende ist bei der SW das letzte was ich sehen möchte. Erst müssen noch ganz, ganz viele Schulden rückgeführt werden. Dann könnte man vielleicht mehr eigene Aktien zurückkaufen oder expandieren. Eine Dividende in den nächsten Jahren würde ich aber als Fehlentscheidung des Managements werten.

Ungarn ist ein Thema, das stimmt. Es gibt aber mWn einen ungarischen Vorstand. Außerdem wird Orban vielleicht in der Belegschaft eines Betonwerkes möglicherweise mehr Wähler haben als in der Bankenwelt. Insgesamt sehe ich das politische Risiko hier nicht so stark ausgeprägt. Natürlich könnte der Forint noch weiter abwerten, aber wir haben ja schon erörtert, dass das auf den wahren Substanzwert keine Auswirkung haben sollte.

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Abgesehen davon dass die Banken da möglicherweise was dagegen haben könnten, wenn eine Dividende ausgeschüttet werden soll.

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


werde breiter

LASKler
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seit 2012-02-28


Denke eher an Verstaatlichung - wenn sie Infrastruktur wichtig ist.

Fundamental top
Trotzdem könnt es hier weiter hin ein Schatten dasein verkommen

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


"Denke eher an Verstaatlichung - wenn sie Infrastruktur wichtig ist."

Das wäre ein herber Schlag. Völlig richtig.

Vor einem Schattendasein, das noch einige Jahre andauert, hätte ich demgegenüber wie bereits erwähnt überhaupt keine Angst.

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Aber "fundamental top" ist auch übertrieben :-)

Die Gesellschaft ist mehr wert, als sie kostet. Aber es gibt noch ganz andere Probleme. Es scheint zwar ein Großteil der Bankverbindlichkeiten fix verzinst zu sein, aber wenn die Zinsen wieder zu steigen beginnen, könnte es in ein paar Jahren doch ein Refinanzierungsrisiko geben. Die Einzelheiten der abgeschlossenen Tilgungsvereinbarung sind mWn ja nicht offengelegt worden.

Außerdem ist die Branche an sich eher unrentabel - wenn man die Gesamtkapitalrenditen "modernerer" Geschäftsmodelle betrachtet zum Beispiel. Es gibt außerdem eine Zyklizität die nicht zu vernachlässigen ist. Weiters hängt man mittelbar von der Vergabe von Fördermitteln ab (der Infrastrukturbau verlässt sich ja auch auf EU-Fördertöpfe).

Wie so oft lassen sich bei jeder Gesellschaft Schwächen finden. Man muss sich eben darüber den Kopf zerbrechen, ob man sich trotzdem drauf einlässt oder nicht.

LASKler
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seit 2012-02-28


Betonteile werden immer gebracht

Habe selber Teile von sw unwelt - für regen sickerschacht

cicero3
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seit 2015-12-01


Sehr gute Zusammenfassung Hobbyanalyse!

Man kann dem eigentlich nichts mehr hinzufügen. Auch der Satz "Die Gesellschaft ist mehr wert, als sie derzeit kostet" ist ja nicht falsch. Die Formulierung ist allerdings schon sehr zurückhaltend.
Gerade mit dem Wissen über die stillen Reserven und die hohen CashFlows muss man anerkennen, dass der Marktwert der Firma eigentlich um die 20 Mio liegen sollte und das entspricht immerhin dem vierfachen Kurs.
Falls Du ein ähnlich günstiges Unternehmen kennst - bitte posten!

LASKler
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seit 2012-02-28


Und wie geht es weiter

cicero3
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seit 2015-12-01


...es wird sich zeigen, wie es weiter geht.

Auf jeden Fall muss man hier Geduld mitbringen.


Die Frage die ich mir zurzeit stelle ist, ob es nicht möglich ist, eine Aufwertung der Grundstücke vorzunehmen. Nach HGB ist das verboten, aber nach IFRS bin ich mir nicht sicher.

Möglich, dass da kein Interesse beim Management besteht, weil ja die Verhandlungen mit den Banken schon abgeschlossen sind.

Aber für die Aussendarstellung macht es dann doch einen Unterschied, ob das Eigenkapital bei 3,5 oder 18 Mio liegt. Ich werde die Frage einmal an das Unternehmen richten.

LASKler
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seit 2012-02-28


Wertungs Gewinne sind Schall und Rauch.

Was ist Buchwert?
Was ist Faierwert?

Geschäft Modell sollte passen.

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


Wie geschrieben, geht es hier um die Aussendarstellung. Und die Aussendarstellung wird dann wichtig, wenn man die Aktionäre um zusätzliches Eigenkapital bitten muss/will.
Da macht es dann einen Unterschied ob man eine Kapitalerhöhung bei 10, 20 oder 30 Euro durchführt.

Ich gebe Dir aber recht, in erster Linie ist das Geschäftsmodell wichtig.

LASKler
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seit 2012-02-28


Sollte eine KE anstehen - wäre es sicher gut.

Aber bei SW Unwelt, ist die Finanzelle vorerst im grünen Bereich.

Trotzdem Buchwert?
KGV (gewinn sollte sich heuer ausgehen)?

cicero3
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seit 2015-12-01


Es macht bei Kursen um 7 Euro keinen Sinn eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Laut Geschäftsbericht strebt man eine Eigenkapitalquote von zumindest 20% an. Kurfristig soll das Geld dafür aus dem CashFlow kommen und mittelfristig über die Beschaffung von Eigenkapital, also einer Kapitalerhöhung.
Das ist auch der Grund, warum ich denke, dass das Management an einem höheren Aktienkurs interessiert ist.
Wollte man bei einem Aktienkurs von 7 Euro eine Kapitalerhöhung durchführen, müßte diese bei 100% liegen um dann netto gerade einmal 4 Mio einzuspielen. Das macht keinen Sinn und das weiß auch das Management.

Schau`n wir mal wo das KGV 2015 zu liegen kommt. Nach 9 Monaten lag das EBIT bei 3 Mio und das EGT bei 1,1 Mio. Das Betriebsergebnis lag damit bei geschätzt 0,9 Mio. Das 9-Monat-KGV lag demnach bei etwa 5.

Am 07.04.2016 gibts die Jahreszahlen.

Trotz des niedrigen KGV von weit unter 10 liegt aber der besondere Esprit des Wertes im CashFlow und der versteckten Substanz.

LASKler
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seit 2012-02-28


Hmmmmm
Warum sollte man jetzt kaufen wenn KE vor der Tür steht.

Mit einem EK von 20% in diesem schwierigen Markt und Umfeld ist bedrohent

cicero3
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seit 2015-12-01


Ich habe nicht geschrieben, dass eine KE "vor der Tür steht". Das ist eine mittelfristige Option. Mittelfristig heißt auf 2-5 Jahre und auch nur dann, wenn eben der Kurs bis dahin auf einem akzeptablen Niveau angekommen ist.

Ich habe auch nichts von einem schwierigen Marktumfeld oder gar einem bedrohenden Umfeld geschrieben. Die EBITDA-Margen von 12% , welche das Unternehmen in den letzten beiden Jahren hatte, sprechen dafür, dass das Unternehmen bzw. der Markt rund läuft.

cicero3
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seit 2015-12-01


Wie man aus einer Meldung aus sozialen Medien erfahren konnte, hat nun der mehrjährig investierte Gregor Rosinger seinen 2%-Anteil an SWUT fast zur Gänze verkauft. Über den Grund des Ausstieges kann nur spekuliert werden. Möglicherweise liegt es daran, dass Herr Rosinger seinem Plan, als Aufsichtsrat ein Kontrollrecht im Unternehmen auszuüben, nicht näher kam.
Mit dem Ausstieg Rosinger`s könnte der Weg nach oben für die Aktie frei sein.

Zu den - im obigen Text angeführten stillen Reserven - darf gesagt werden, dass mir nun eine Steuerauskunft vorliegt. Wie bereits vermutet, können die stillen Reserven nicht einfach aufgewertet werden. Das Unternehmen hätte dies zu jenem Zeitpunkt machen können, als der Übergang von der HGB-basierten auf die IFRS-basierte Bilanzierung erfolgte.

Hier noch ein kleiner Artikel über eine Lösung des Unternehmens:

http://www.report.at/bau-immo/b...

LASKler
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seit 2012-02-28


Wo liegt der Alleinstellungsmerkmal?
Betonfertigteile bieten viele an.

Wertung sind Bilanz wirksam und Nicht chash wirksam

ChrisCambria
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seit 2016-03-27


Danke für die tolle Diskussion zur SWUT, bin jetzt schon eine Weile dabei und beobachte den Titel auch regelmäßig. Gründe fürs dabei sein wurden ja schon einige genannt. Trotzdem ist es mit Abstand mein schlechtestes Investment bis jetzt. Die oft doch recht großen Kurssprünge nutze ich ab und zu um meinen durchschnittlichen Kaufkurs zu reduzieren.

Zu den Berechnungen der Grundstückswerte eine kleine Korrektur. Der Film stammt aus 2010, danach wurde 2012 aber die Beteiligung am Werk in Ramingstein verkauft.
http://de.sw-umwelttechnik.com/sw-gruppe/...

Im GB 2014 sind dann auch nur mehr die 3 Werke in Österreich angeführt. Wobei ich eure Berechnungen grundsätzlich korrekt ansehe, die 660T nur einen kleinen Teil der 18-20mio Immobilienwert darstellen.


cicero3
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seit 2015-12-01


Hallo Chris,

Du hast vollkommen recht. Ramingstein existiert gar nicht mehr. Damit müsste man 0,66 Mio abziehen. Auch beim Werk Lienz wäre wohl eine Korrektur zu machen. Das Grundstück dürfte auf Industriergund stehen. Siedlungsgebiet ist zwar in der Nähe. Dort wo das Werk steht, sind aber auch weitere kleine Gewerbebetriebe zu sehen, wo ich dachte. das wären Siedlungshäuser. Bei Lienz wird man also auch einen geringeren Wert ansetzen müssen.

Hingegen könnten die Grundstücke in Ungarn und Rumänien mehr wert sein.
Hier sind nochmals meine Bewertungsansätze:

Ungarn:

Budapest: 240.000 m / 15 Euro 3,6 Mio
Alsozsolca: 240.000 m / 10 Euro / 2,4 Mio
Bodrogkeresztur: 70.000 m / 10 Euro / 0,7 Mio

Rumänien:

Bukarest: 260.000 m / 10 Euro / 2, 6 Mio
Temeswar: 50.000 m / 8 Euro / 0,4 Mio

Insgesamt hatte ich die Grundstücke also mit 9,7 Mio angesetzt.
Im Vergleich dazu werden die Grundstücke/Immobilien die in der Bilanz als Finanzinvestition ausgewiesen sind mit 8,5 Mio bewertet. Hier liegt auch ein Wertgutachten vor.
Ich denke nicht, dass diese Grundstücke/Immobilen auch nur annähernd so groß sind, wie jene, wo die jeweiligen Werke stehen. Dementsprechend könnte der Wert dieser Grundstücke auch weitaus höher sein, als diese 9,7 Mio Euro.

Ich kenne Deinen Einstiegszeitpunkt nicht, ich nehme aber an, dass Du vor dem Jahr 2013 gekauft hast.
Über die weitere Kursentwicklung kann man natürlich nur Vermutungen anstellen. Ich denke aber, dass hier weitere Investoren einsteigen werden, wenn das Unternehmen ein Konzept zum Schuldenabbau vorlegt und dieses beginnt konsequent umzusetzen.
In drei Jahren könnte man 30 Mio Finanzschulden abbauen.

10 Mio durch den Cash Flow der nächsten 3 Jahre.

10 Mio durch den Verkauf der Immobilien/Wertpapiere.

10 Mio durch eine Kapitalerhöhung, welche man bei einem Kurs von 25 Euro macht.












LASKler
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seit 2012-02-28


Unterbewertete Grundstücke sind für mich (long investor) ein zu kleiner Grund zu Investieren.
Gibt's auch irgendwelche Pattente oder ähnliches von Wert?

Anders ausgedrückt was kann s&w Umwelt technik wss zb. Oberdorfer Betonfertigteile nicht kann?

Gibt's den "spezial" Ziegel noch? ?

cicero3
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seit 2015-12-01


Der Artikel ist zwar schon vom Mai 2015, aber dennoch lesenswert für alle hier Investierten:


http://www.globalbuildingmonitor.com/2015/05/04...

Schaut man sich diesen oder auch andere Artikel über die Bauwirtschaft in den Südosteuropäischen Ländern an, so sieht man, mit welch dramatischen Rückgängen die Bauunternehmen in diesen Ländern konfrontiert waren.
Ich denke schon, dass sich mit diesem Blick auch die derzeitige Lage von SWUT relativiert. Kein Wunder, dass da auch die Umsätze vom Top bis zum Tiefpunkt um mehr als die Hälfte zurückgegangen sind. Die negative Währungsentwicklung hat da natürlich auch einen Teil dazu beigetragen. Interessant ist dabei auch der Umstand, dass SWUT im Jahr 2013 einen operativen CashFlow von 5,8 Mio erzielt hatte. Laut dem Bericht liefen die Aufträge in der Jahresmitte 2013 erst wieder an.
Man darf gespannt sein, was die Firma bei guter Baukonjunktur zu leisten imstande ist. Einen Vorgeschmack mit 20% Umsatzsteigerung in den ersten 9 Monaten des Jahres 2015 durfte man ja schon mitnehmen.

cicero3
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seit 2015-12-01


Für alle die es noch nicht gesehen haben! Auf ariva.de wurde von mir ein weiterer Thread zur SW Umwelttechnik eröffnet.
Ich muß mir das nun einmal ansehen, wo eine regere Diskussion aufkommt. Letztlich werde ich aber wohl nur mehr einen der beiden Thread`s betreuen.
Im ariva-Thread hat sich zuletzt auch ein sehr erfolgreicher Profitrader zum Unternehmen geäußert.


LASKler
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seit 2012-02-28


SW baut ein neues Werk und keiner schreibt was?

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


Was soll man dazu schreiben? Man muss mal auf morgen warten bis die Zahlen zum Gesamtjahr kommen. Die Info mit dem Werk allein ist ein non event angesichts der geringen Gesamtinvestitionssumme.

LASKler
8756 Postings
seit 2012-02-28


Zahlen scheinen i. O.

Ausblick ist fragwürdig,
Hauptmarkt Ungarn soll schwächeln
EU Förderprogramm läuft aus
usw.

cicero3
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seit 2015-12-01


Man muss halt genau hinschauen und das vergangene Halbjahr und den Ausblick dazu mit einbeziehen. Dann wird man schnell merken, dass das Unternehmen da eher tief stapelt bzw. leider Ausdrücke gebraucht die eher in einen Risikobericht gehören und nicht in eine Stellungnahme über die zukünftige Entwicklung.

Das Förderprogramm ist nicht ausgelaufen sondern wurde von einer neuer Periode ersetzt.

Ansonsten ist der CashFlow mit 5,6 Mio gewohnt gut, der Umsatz über und der Gewinn unter meinen Erwartungen.
Sonderabschreibungen nach einem Impairmenttest idH von mehr als 0,5 Mio haben einen höheren Gewinn verhindert. Das Potential ist hier meiner Ansicht noch bei weitem nicht ausgeschöpft.

Insgesamt stimmt der Kurs. Schulden werden weiter abgebaut und das Geschäft dürfte vor allem in Rumänien gut laufen bzw. gehen die Erwartungen in diese Richtung - siehe neue Werkserrichtung.
Schön wäre es, wenn man den Investoren einen Plan präsentieren könnte, wie man die Schulden möglichst Zeitnah abbauen will.

Wie geschrieben, hoffe ich hier noch immer auf einen 3-Jahres Plan der dazu führt, dass die Verschuldung bis Ende 2018 auf etwa 30 Mio gedrückt wird.


LASKler
8756 Postings
seit 2012-02-28


In der Aussendung steht es läuft aus & Kernmarkt schwächelt.

Gibt es Patente?
Was kann SW Umwelt t. Was zb. OBERNDORFER SPEZIAL nicht kann?

Danke das SW in einem sehr schweren Markt Tätig ist und mit billige Ost Unternehmen konkurrieren muss.

cicero3
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seit 2015-12-01


LANGBETTVERFAHREN
Nach mehreren Jahren der Entwicklung, ist SW Umwelttechnik im abgeschlossenen
Geschäftsjahr ein Durchbruch in einem neuen Produktionsverfahren zur Herstellung von
Lärmschutzwänden gelungen.
Lärmschutzwände vermindern die Schallausbreitung an Straßen, Schienenanlagen und
Fabriken. Den höchsten Schallschutz bieten Lärmschutzwände aus Holzbeton-Mantelplatten,
der durch das Gewicht des Kernbetons und die Dämmschichten des Holzbetons mit hohem
Porenanteil erreicht wird.
Beim sogenannten Langbettverfahren wird diese schallabsorbierende Fläche in einem
einzigen Produktionsschritt gefertigt. Dieses neue Produktionsverfahren zeichnet sich durch
eine vielfach höhere Wirtschaftlichkeit aus. SW Umwelttechnik hat es bereits zum Europapatent
angemeldet.

LASKler
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seit 2012-02-28


Gibt es was neues?

Sehr still geworden

cicero3
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seit 2015-12-01


Folgendes wäre über die HV zu sagen:

Es waren etwa 20-25 Leute, davon 17 Aktionäre die etwa 64% der Stimmrechte repräsentierten (teilweise auch Gäste, Bilanzprüfer, Teilhaber und Funktionäre
der Stiftung anwesend), wobei 3 Aktionäre, einschließlich mir, Fragen gestellt haben.

Ich war ja schon einige Male bei Hauptversammlungen dabei. Diese HV war sicherlich jene mit dem kleinsten Rahmen. Man konnte ohne Mikrofon sprechen.
Anwesend waren neben den Vorständen natürlich auch die Aufsichtsräte und der neu zu wählende AR. Herr Streicher scheidet bald als Altergründen aus dem AR aus, wodurch an seine Stelle und vorläufig noch parallel Herr Dr. Iro in den AR gewählt wurde.

Sämtliche Abstimmungen wurden einstimmig angenommen und sind auf der Internetseite abrufbar.

Der Ablauf der Veranstaltung war sehr straff gehalten. Man beschränkte sich auf eine kurze Abhandlung des Jahresverlaufs 2015 und die Abstimmungen.

Es wurden etwa 20 Fragen von den drei Aktionären gestellt.
Die Fragen wurden kurz, präzise ohne Ausschweifungen beantwortet.

Ich will und könnte jetzt nicht die ganzen Fragen nochmals vorbringen. Wichtig erschien mir folgendes:

1.) Es ist jetzt endgültig klar, dass man die Grundstücke, die man für Wertsteigerungszwecke hält, diese haben einen aktuellen Wert von etwa 6,5 Mio verkaufen wird. Herr Bernd Wolschner wird mit der Verkaufsabwicklung betraut.

2.) Die Aktien die das Unternehmen hält sind Aktien der BKS. Umgekehrt ist ja auch die BKS an SWUT mit knapp 10% beteiligt. Über einen Verkauf dieser Aktien wurde nicht gesprochen. Mir würde ein Verkauf und die Verwendung des Erlöses zur Schuldentilgung sinnvoll erscheinen. Mal schauen was das Unternehmen davon hält. Es geht da um etwa 1,5 Mio.

3.) Was ich bis jetzt übersehen hatte, war der Umstand, dass für den ehemaligen Vorstand Herrn Bernd Wolschner Pensionsrückstellung gebildet wurden. Das ist zwar grundsätzlich jedes Jahr erfolgt (ist auch bei den anderen Vorständen so erfolgt) nur bei Bernd Wolschner waren es dieses mal 369.000,- Euro, also etwa des 4-fache des Normbetrages. Auf Nachfrage konnte man erfahren, dass Herr Wolschner in den schlechten Zeiten auf diese Rückstellungen verzichtet hatte und diese nun nachgeholt wurden.
Diese Rückstellungen sind nicht Cashwirksam aber sehr wohl gewinnmindernd. Angeblich soll damit alles erledigt sein und im nächsten Jahr nicht wieder mit einer derartigen Rückstellung zu rechnen sein.
Auf jeden Fall wäre der Gewinn wohl um diese 300.000,- höher ausgefallen, als ohne diese Rückstellung.
Damit hat sich also ein weiterer Einmaleffekt aufgetan.

4.) Gegenüber den Banken gibt es keine finanziellen Kovenants. Es wurden jedoch fixe Tilgungsraten vereinbart. Ein Aussetzen dieser Tilgungsraten würde einen Vertragsbruch bedeuten. Welche Folgen ein solcher Vertragsbruch hätte, kann man zur Zeit natürlich nicht eindeutig sagen. Würde dann wohl von den Banken abhängen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Zukunft dazu kommt, dass die Tilgungen/Zinszahlungen nicht geleistet werden, dürfte allerdings gering sein. Es wurde darauf hingewiesen, dass sogar in den schwierigen Jahren 2010 und 2011 genügend CashFlow erwirtschaft wurde.

5.) In der Vergangenheit gab es Kontakte zu Private Equity Unternehmen. Diese haben jedoch unverschämt hohe und damit nicht annehmbare Forderungen gestellt. Die Verwässerung der Altakionäre wäre nicht akzeptabel gewesen. Es kam zur Ablehnung dieser Angebote.

Mein großer Appell an die Unternehmensführung war jedenfalls die Hebung des Eigenkapitals durch die Aufwertung der Grundstücke und die zeitnahe Schuldentilgung durch Grundstücksverkäufe.
Durch diese Maßnahmen könnte die Nettoverschuldung in 3 Jahren auf unter 40 Mio sinken und die Eigenkapitalquote wieder in Richtung der 20% geführt werden. Der im Einklang mit diesen Maßnahmen steigende Aktienkurs könnte eine Kapitalerhöhung bei etwa 20 Euro zulassen, womit die Schulden um weitere 10 Mio reduziert werden könnten.

Ob und inwieweit man nun auf diese Forderungen der Aktionäre einsteigt wird man sehen. Mit der Entscheidung die Grundstücksverkäufe durchzuführen setzt man nun schon einen ersten wichtigen Schritt. Inwieweit Grundstücke nun aufgewertet werden könnten, wird geprüft. Ich bin verhalten optimistisch, dass sich da etwas auftut. Die Unternehmensführung hat auf jeden Fall bekundet, dass es ihr schon auch wichtig wäre, das Eigenkapital zu steigern.

Der Ausblick war unverändert: Steigerung der Profitabilität und des Ergebnisses. Man ist nicht näher auf das aktuelle Nachfrageloch eingegangen. Wie geschrieben halte ich die Aussagen dazu aber für übertrieben. Erwähnt wurde, dass insbesondere Rumänien sehr rund läuft und Österreich in Zukunft wieder kommen wird.
Ich bleibe hier jedenfalls unverändert investiert und erwarte mir mittelfristig einen kräftigen Kursanstieg, vor allem dann, wenn absehbar wird, dass die Verschuldung bzw. das Eigenkapital auf akzeptable Niveaus kommen.

LASKler
8756 Postings
seit 2012-02-28


Potential weiterhin da, keine Frage.

Sieht aber so aus das SW Umw. auf Töneren Füssen steht

LASKler
8756 Postings
seit 2012-02-28


Danke für die Ausführliche erläuterung

LASKler
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seit 2012-02-28


Gefahr von KE
Wie groß sind Probleme in Kernbereich

Da könnte das letzte EK zuwenig werden

cicero3
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seit 2015-12-01


Eine KE steht aktuell - bei diesen Kursen überhaupt nicht zur Debatte.
Es hat auf der HV natürlich den Formalakt der Genehmigung einer etwaigen zukünftigen KE gegeben. Der Vorstand wird damit ermächtigt innerhalb von 5 Jahren im Wege einer KE die Aktienanzahl um 50% zu erhöhen. Wie geschrieben ist das aber nur ein Formalakt und wird bei allen börsennotierten AGs so gemacht, unabhängig davon, ob man konkrete Pläne für eine KE hat.

Wie absurd der Gedanke einer 50%igen KE bei diesen Kursen ist, kann man alleine schon daran ablesen, wenn man sich das gedanklich durchspielt, was die einbringen könnte. Angenommen man würde diese 330.000 neuen Aktien bei 6 Euro ausgeben, dann würde man gerade 1,5 Mio Euro (nach Steuern, Abgaben, Spesen) einspielen können.

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


"Wie groß sind Probleme in Kernbereich"

LASKler, der Kernbereich ist nicht das Problem, sondern die Schulden.

cicero3, ich war leider nicht bei der Hauptversammlung, bin also umso dankbarer für diese sehr umfassende und fachlich kompetente Zusammenfassung.

LASKler
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seit 2012-02-28


@hobby: mein Gedanken gang: Probleme im Kernbereich = wenuger Umsatz = wenuger Gewinn = eventuell Problem mit Schulden.

Finde das Unternehmen durch aus interessant und mit Potential.

Nur kann ich schwer abschätzen in wie weit sie von Förderung der EU abhängig ist.
Und bei weiteren Probleme die EK Decke reicht.

KE hört sich wie oben steht unsinnig an.
Grundstück verkauf in ugzwang nicht optimal.

Hr. Hobby schätze ihre Meinung sehr wie sehen sie die Chancen eines vortbestand?
Ab wann ist das Gering in normalen Bereich unter Hundert%. BZW. Dividende Fähigkeit da.

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


Zur Abhängigkeit von den EU-Fördermitteln kann man vielleicht folgendes sagen. Hier ist mein Post vom Ariva-Thread vom 10.04.2016:

Hier sind die Umsätze in einer Tabelle angelegt:

Q1 2014: 7,4
Q2 2014: 15,0
Q3 2014: 17,2
Q4 2014: 13,2

Q1 2015: 10,2
Q2 2015: 17,6
Q3 2015: 21,4
Q4 2015: 16,3

Man konnte das Q4 2015 zum Q4 2014 also um 13,5% steigern.
Im Vergleich zum Q3 2015 lag der Rückgang bei 24%. Dieser Rückgang dürfte aber auch mit saisonalen Effekten zusammen hängen, zumal es auch im GJ 2014 zwischen Q3 und Q4 einen Rückgang um 23% gab.

Fazit: Im Q4 2015 konnte der Umsatz - trotz des Effektes wie er im Ausblick beschrieben wurde - gegenüber dem Vorjahr um 13% gesteigert werden. Es lässt sich damit auch erkennen, dass die EU-Förderprojekte keinen Riesen-Einfluss auf das Geschäft der SW Umwelttechnik haben.
Ich denke, mit dieser Erkenntnis muss man auch nicht befürchten, dass das laufende 1. Halbjahr sehr schlecht wird, wie es der Ausblick eigentlich suggeriert.

LASKler
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seit 2012-02-28


Wie hoch sind die Schulden?

LASKler
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seit 2012-02-28


BILANZ 2014 97% Fremdkapital 3,5 Millionen EK?

cicero3
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seit 2015-12-01


Was mir noch von der HV einfällt:

Es kam zur Sprache, dass Betonfertigteile großteils an die Normen des jeweiligen Landes angepasst sind.
SWUT hat jetzt einerseits den Nachteil, dass man nicht einfach von Ungarn aus, den österreichischen Markt beliefern kann, andererseits ist man wohl aber auch davor geschützt, dass beispielsweise die Chinesen den Markt plötzlich überschwemmen. Massenproduktion wird damit nicht so einfach möglich sein.
Wäre interessant ob SWUT bei jenen Projekten die von China finanziert werden und von chinesischen Baufirmen errichtet werden, zB: Autobahnbau zwischen Budapest und Brastilawa auch zum Zug kommt. Schaut man sich die Absichtserklärungen und Kooperationen an, muß man sich um die wirtschaftliche Entwicklung der Region keine Sorgen machen - siehe nachstehender Artikel:

http://derstandard.at/2000026875...


cicero3
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seit 2015-12-01


Auf der Seite von SWUT ist ein weiterer Anteilskauf von Herrn Einfalt zu finden. Mit diesen 500 Stk hält er nun 4616 Stk. Etwa die Hälfte davon hat er 2015 und 2016 gekauft.
Freut mich, dass die Vorstände damit weiterhin, auch bei den leicht erhöhten Kursen, zukaufen und damit ein Zeichen setzen.


LASKler
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seit 2012-02-28


Natürlich ist es positiv wenn Vorstand Aktien von eigenen Unternehmen kauft.
Wegen 3500€ kauf ist jetzt nicht viel für einen Vorstand der vermutlich in Monat das d doppelte verdient.

Aber je mehr die zahlen durchrechnen um so günstigrr erscheint SWU, darf aber auch nicht s mehr wirtschaftlich dazwischen kommen.

Die Frage ist ob sich das Risiko lohnt.
Bzw. Risiko Chancen potentiellen

LASKler
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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-13 11:29:14


Mal ein paar Zahlen:
3,5 Millionen € EK in Cash
70 Millionen Verbindlichkeiten
65 Millionen Schulden

0,8 Millionen Gewinn 2016

Grundstücke (leer) sind mit 1,5 Millionen in den Büchern selbst wenn diese angenommen doppelt so viel wett sind ist das ein tropfen auf den heißen Stein.

Abschreibungen fallen nicht weg da ja neues Werk errichtet wird.

Okay - es wurde von Vorstand viel erreicht & swu ist jetzt am richtigen Weg.

Trotzdem im überleben kampf.

Da darf absolut nichts an Problem kommen.

Bin aber für andere Meinungen offen

cicero3
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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-14 06:04:00


Laskler, es sieht vielmehr so aus:

Nettofinanzverbindlichkeiten: 62,5 Mio
Eigenkapital: 3,1 Mio
Gewinn 2015: 0,4 Mio
Sondereffekte:

Impairmenttest und dadurch erweiterte Abschreibung: 0,5 Mio
Bildung einer Rückstellung für Pensionsvorsorge: 0,3 Mio
Auflösung von latetenten Steuergutschriften: 0,4 Mio

Ohne diese Sondereffekte läge der Gewinn um 1,2 Mio höher, also bei 1,6 Mio.

Bei einem gleichbleibenden Geschäftsverlauf - ohne Sondereffekte - müsste der Gewinn 2016 also eher in der Höhe von 1,6 Mio landen.

Aktuell werden die Grundstücke auf denen die Betriebe stehen in der Bilanz mit 5,9 Mio bewertet. Nach meinen Recherchen sollten die Grundstücke jedoch einen weitaus höheren Wert haben. Alleine die 3 Österreichischen Standorte sollten einen Marktwert von etwa 10 Mio haben. Hier sollte ein bilanzielles Aufwertungspotential von etwa 5 Mio gegeben sein.
Auch die Werke in Ungarn und Rumänien sollten einen wesentlich höheren Marktwert aufweisen, wenngleich die bilanzielle Aufwertung hier ungleich schwieriger sein dürfte.

Natürlich fallen Abschreibungen nicht weg. Zuletzt lagen sie bei etwa 3,2 Mio (ohne Sonderabschreibung). Abschreibungen wird es immer geben. Du musst aber sehen, dass SWUT in den Jahren 2004 bis 2009 eine Riesensumme, nämlich etwa 60 Mio Euro in Sachanlagen investiert hat. Alleine 2006 und 2007 wurden über 40 Mio investiert. Das ist noch nicht einmal 10 Jahre her.
Dieses neue Werk in Rumänien ist sehr klein und hat eine Investitionssumme von lediglich 1,5 Mio. Es wird damit auch bei den Abschreibungen kaum ins Gewicht fallen.
SWUT hat mit den großen Investitionen in Ungarn und Rumänien die Vorleistung für zukünftige Erntegewinne getätigt. Die Zeit des Erntens findet aktuell und in den nächsten Jahren statt.

Keine Ahnung wie Du darauf kommst, dass sich SWUT im Überlebenskampf befindet. Meiner Ansicht nach solltest Du die Berichte genauer lesen, dann würdest Du auch sehen, dass das nicht so ist.


LASKler
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seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-14 08:41:18


Bitte zu beachten, möchte Unternehmen nicht schlecht schreiben.

Aber sondereffekt ist immer so eine umbekekannte.

Wieviel werden an Schulden zurück geführt.

Sollte der Umsatz zurück gehen (Vorstand sagt eventuell Probleme in Kernbereich), sind keine Reservven vorhanden.

Da SWU in großen Projekte abwickelt und da einees Umfeldist das Problem groß. .

Also so stark wie sie SWU präsentieren ist sie nicht. .
Potenzial ist gegeben - aber der Aktien kurs entsppricht der Situation des Unternehmens.



LASKler
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seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-14 12:43:10


Zitat:
"4.) Gegenüber den Banken gibt es keine finanziellen Kovenants. Es wurden jedoch fixe Tilgungsraten vereinbart. Ein Aussetzen dieser Tilgungsraten würde einen Vertragsbruch bedeuten. Welche Folgen ein solcher Vertragsbruch hätte, kann man zur Zeit natürlich nicht eindeutig sagen. Würde dann wohl von den Banken abhängen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Zukunft dazu kommt, dass die Tilgungen/Zinszahlungen nicht geleistet werden, dürfte allerdings gering sein. Es wurde darauf hingewiesen, dass sogar in den schwierigen Jahren 2010 und 2011 genügend CashFlow erwirtschaft wurde."

Damit begibt sich (gezwungener massen), SWU völlig in abhänigkeit der Banken - sollte Ein groß Projekt fallen - werden sich Banken das unternehmen unter die nagel reissen - siehe HTI.
Also erxtrem Angespannte Situation (finde ich) - vorallem weil das nächste Qartal eher mau sein wird in den Kern märkten.
Vorallem wären vereinbarte Zinssätze intressant.

Laut meinen Berechnunungen (überschlagmässig) gibt es einen Buchwert von null.



Zitat:
"Mein großer Appell an die Unternehmensführung war jedenfalls die Hebung des Eigenkapitals durch die Aufwertung der Grundstücke und die zeitnahe Schuldentilgung durch Grundstücksverkäufe.
Durch diese Maßnahmen könnte die Nettoverschuldung in 3 Jahren auf unter 40 Mio sinken und die Eigenkapitalquote wieder in Richtung der 20% geführt werden. Der im Einklang mit diesen Maßnahmen steigende Aktienkurs könnte eine Kapitalerhöhung bei etwa 20 Euro zulassen, womit die Schulden um weitere 10 Mio reduziert werden könnten."

Bewertungen sind nur Bilanz Wirksam & nicht Chash Seitig - siehe zb. IIA. Sprich die leeren Grundstücke aufzuwerten bringt Bilanzmässig mehr EK - da muss erst ein höherer Preis beim Verkaufen erziehlt werden ...


cicero3
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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-15 06:28:24


Natürlich gibt es eine große Abhängigkeit von Banken wegen der hohen Kreditschulden. Das ist ja auch immer mein Kritikpunkt gewesen. Das ist ja neben dem niedrigen Eigenkapital auch der Grund, wieso der Kurs so extrem niedrig ist.

Die Zinssätze stehen in den Berichten. Sie liegen bei etwa 3%.

Keine Ahnung, wieso Du auf einen Buchwert von Null kommst, wenn er in der Bilanz mit 3,1 Mio ausgewiesen ist. Unter Berücksichtigung der Stillen Reserven könnte der Buchwert sogar um bis zu 15 Mio höher liegen.

Ob das nächste Quartal tatsächlich mau wird, wird man sehen. Meine Erwartungen sind es nicht. Ich hatte schon mehrfach dargestellt, wieso ich nicht daran glaube, dass es extreme Auswirkungen wegen dieser Sonderumstände (Wechsel auf die neue Förderperiode) gibt.

Stimmt, Bewertungen der Grundstücke sind nur Bilanzwirksam. Ein signifikant höheres Eigenkapital ist aber in der derzeitigen Unternehmenssituation sehr wichtig. Es macht die Aktie optisch werthaltiger. Es macht einen Unterschied ob das Eigenkapital bei 3,1 oder bei 15 Mio Euro liegt. Für die Banken die sich die Bilanzen genau angeschaut haben und die wahren Werte kennen, macht es keinen Unterschied, aber für den Analysten/Kaufinteressenten der Aktie sehr wohl. In letzter Konsequenz macht es dann auch für das Unternehmen einen Unterschied. Ein optisch günstiges Unternehmen wird eher gekauft, damit steigt der Aktienkurs. Von einem gestiegenen Aktienkurs kann auch das Unternehmen profitieren indem es eine Kapitalerhöhung macht.
Ich hatte in den letzten Wochen mit einigen Investoren Kontakt.. Jeder einzelne dieser Investoren sah es als gut und wichtig an, das Eigenkapital durch die beschriebenen Maßnahmen zu stärken.

Du hast ja selbst die Abhängigkeit von den Banken kritisch vermerkt. Diese könnte man eben genau mit solchen Maßnahmen stark reduzieren.





LASKler
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seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-15 21:56:59


Habe nirgends einen Buchwert oder Gering Rausgelesen, Sorry.
Die ~3Millonen sind EK.

Alle Vermögenswerte MINUS Schulden = Buchwert

Bitte um link.


SWU ist wie schon erwähnt interessant - aber bin mir um den wirklich wert nicht bewusst.

LASKler
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>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-16 10:16:14


Nur neben bei von 60Milliinen Schulden sind 3% 18Millionen Zinsen Jährlich und das in € - Kornmarkt ist nicht in der € Zone.

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-16 11:19:10


Ist da ein Komma verrutscht?

LASKler
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seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-16 13:12:44


Danke stimmt natürlich

cicero3
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seit 2015-12-01
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-17 06:16:56


Was man hier noch sehen muss, ist, dass Herr Bernd Wolschner nun aus dem Vorstand ausgeschieden ist. 2015 wurden für ihn noch Fixbezüge idH von 193.000 Euro ausbezahlt. Damit werden die Personalkosten nicht nur um diese - weiter oben beschriebenen - etwa 300.000,- Euro entlastet, sondern zusätzlich noch um die Fixbezüge des Herrn Wolschner und desssen Pensionsrückstellungen idH von etwa 30.000,-.
Herr Vaczi verdient etwa die Hälfte des Herrn Einfalt, also 92.000,- Euro.
Variable Bezüge gab es 2014 und 2015 nicht. Die könnten natürlich bei höheren Gewinnen schlagend werden.

Eine Gehaltsdiskussion ist grundsätzlich nicht meine Sache. Hohe Gehälter, die ich hier ohnehin nicht sehe, sind dann gerechtfertigt, wenn die Leistung stimmt.
Ich denke, bei diesem Minigewinn von 400.000,- im Jahr ist es aber schon gerechtfertigt, wenn man die Gehälter in eine gewisse Relation zu diesem Gewinn stellt. Bei 1,5 oder 2 Mio fallen 100.000 Euro nicht ins Gewicht, bei 400.000,- sind 100.000,- aber bereits 25%. Das macht dann schon einen Unterschied.
Wie gesagt, da ist bisher aber keine Kritik dabei. Man muss halt schauen, dass die Aktionäre auch nicht zu kurz kommen.

LASKler
8756 Postings
seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-17 14:57:03


Zitat:
"Aktuell werden die Grundstücke auf denen die Betriebe stehen in der Bilanz mit 5,9 Mio bewertet. Nach meinen Recherchen sollten die Grundstücke jedoch einen weitaus höheren Wert haben. Alleine die 3 Österreichischen Standorte sollten einen Marktwert von etwa 10 Mio haben. Hier sollte ein bilanzielles Aufwertungspotential von etwa 5 Mio gegeben sein.
Auch die Werke in Ungarn und Rumänien sollten einen wesentlich höheren Marktwert aufweisen, wenngleich die bilanzielle Aufwertung hier ungleich schwieriger sein dürfte."

In der Bilanz seht für alle Grundstücke 5,9 Millionen an Wert.

Die langfristigen Vermögenswerte sind mit EUR 57,1 Mio. auf einem
ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (VJ EUR 57,8 Mio.)
(http://de.sw-umwelttechnik.com/fileadmin/...

3,1 Millionen EK

Sind 60,2millionen Sachwert + die von ihnen Aufwertung von Österreichgrundstück 65,2 Millionen - dennen stehen 62 Millionen Schulden gegenüber!



Umsatzerlöse
davon Österreich 14,4
davon Ungarn 30,2
davon Rumänien 17,3
davon Sonstige 2,6
Betriebsleistung Umsatz 2015 von 65,5 Millioenen

rund 1,8 Millionen fallen an Zinsen an = rund3% Marge

Ebit Marge beträgt 2015 rund6%
Jahresergebnis Marge rund1,3%


Jetzt steht eine schwächere Phase an laut Vorstand
Währungseffekte darf man nicht ausser Betracht lassen.


Sollte eine zahlung Ausfallen können Banke SWUT übernehmen.

Also "Tanz auf der Rasierklinge"

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-17 19:39:47


LASKler,

in der Bilanz stehen die Grundstücke aber zum Anschaffungswert, der teilweise aus dem Jahre Schnee stammt. Der hat mit dem Verkehrswert von heute überhaupt nichts mehr zu tun.

Wie von cicero mehrfach erörtert ist das niedrige Eigenkapital im Konzernabschluss fast nur auf Währungsabwertungen zurückzuführen. Die Wiederbeschaffungskosten der Werke sind höher.

Man soll die Zahlen die in einer Bilanz stehen nicht einfach so übernehmen und für voll nehmen. Außerdem ist für die Bank der Cashflow maßgeblich. Der war aber ohnehin immer positiv.

Ein Tanz auf der Rasierklinge ist die von Ihnen bevorzugte FACC, aber nicht die SWUT.

LASKler
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seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-17 21:29:18


Grundstück Preis hin oder her wären nur Bilanz wirksam.

Das Geld ist weg und ein Haufen von Schulden da, egal ob Währungseffekt oder nicht. Sehe keinen Grund warum der € nachgeben sollte.

Warum sollte ein Unternehmen sich wesentlich schlechter hinstellen?

Sehe durch aus Potenzial aber bei weitem keine "gmahte Wiesen".




Wenn agumente Fehlen verlässt man sich auf Vermutung?
Und zieht über andere Unternehmen her?

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-17 21:54:47


Naja mehr Argumente als die genannten habe ich auch nicht. Aber wir müssen ja ohnehin nicht einer Meinung sein, also lassen wir das.

LASKler
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seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-17 22:46:15


Wenn wir uns immer einigwähren wäre es langweilig.

Ein Geschäft s Bericht ist doch keine Kronen Zeitung, da sollten die Zahlen einigermaßen stimmen - alles andere ist strafbar.

WO wäre das Motiv das Unternehmen schlechter (& das massiv) darzustellen? Kann ihnen folgen das Grundstück mehr wert ist.

Genanauso haben sie recht mit dem Währungs effekt - nur ist das alles irrelevant - Schulden sind da.

EBIT Marge sehr dünn wie üblich in drr Baubronche und die Schulden fressen da zur Zeit die Hälfte auf.

Alle Trümpfe haben die Banken.

Habe die Aktie auf der watchliste.
ABer vielleicht können Sie mir Gering und Buchwert neuen.

SWUThaben auch keinen Alleinstellungsmerkmal in den Kernbereich.

NajA Zukunft wird weißen wäre besser fährt ich mit der FACC oder sie mit SWUT.
Schließlich schließe ich nicht aus SWUT zu kaufen.

cicero3
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seit 2015-12-01
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-18 11:00:19


Deine großen Sorgen sind ja, wenn ich Dich richtig verstehe, dass die Banken beim möglichen Ausfall einer Kreditrate, den Kredit fällig stellen könnten und die Firma damit in die Insolvenz schlittern könnte, und die Banken sich demnach die Firma unter den Nagel reißen.

Wieso ich das für sehr unwahrscheinlich halte:

Erstens denke ich, dass die Wahrscheinlichkeit für den Ausfall einer Rate äußerst gering ist.

Warum:


. Weil sogar in schlechten Jahren operative CashFlows - und in den letzten 3 Jahren - hohe CashFlows erwirtschaftet wurden, die die Zinszahlungen und Tilgungen locker gestemmt haben.

. Weil die kurfristig verfügbaren Geldmittel (Kassenbestand 1,1 Mio) und (Wertpapierbestand 1,5 Mio) bereits eine jährliche Tilgungsrate ausmachen.

. Weil der Prozess des Verkaufes der nicht betriebsnotwenidigen Grundstücke aktuell gestartet wird und weil man mit Abschluss des Prozesses etwa 6,5 Mio an Geldmitteln einspielt. Ob der Erlös dann für die Schuldentilgung verwendet wird, oder als Reserve zur Verfügung steht, wird man sehen.


Des weiteren frage ich Dich, warum sollten die Banken, bei den Kreditgebenden Banken handelt es sich übrigens um so ziemlich alle bekannten Österreichischen Banken, jetzt noch einen Kredit fällig stellen. Wenn sie das gewollt hätten, hätten sie das wohl schon gemacht, als das Unternehmen wirklich in der Krise steckte. Gemacht haben sie es aber deswegen nicht, weil sie die hohen CashFlows - und damit die Fähigkeit des Unternehmens - die Schulden auch wieder abzutragen - gesehen haben.

Außerdem denke ich, dass auch eine Insolvenz des Unternehmens nicht einmal von großem Nachteil für den Aktionär wäre. Die Substanz mit den Grundstücken ist meiner Ansicht so groß, dass sie den aktuellen Marktwert bei weitem übersteigt.

LASKler
8756 Postings
seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-18 13:49:04


Mit unter haben sie recht.

Weiters die Aussagen "schlechtere Zeiten im Kernmarkt" "überschuss wegen Endabrechnung von Projekten".

Weniger Umsatz = vermutlichen weniger Gewinn.

Braucht nur ein möglicher Investor kommen und ein Geschäftsteil wollen - siehe Atomic-HTI.

Risiko Chancen Verhältnis scheint mir noch nicht zu passen.
Ein total Ausfall ist nicht Unwahrscheinlich - Kapitalmassnahmen auch sehr wahrscheinlich - um schulden ab zutragen wird es Jahrzehnte dauern.
Ungarn und Rumänien sind auch nicht die sichesten Märkte.

Bin mir immer noch Unsicher.
Obwohl ich Hr. hobbya. sehr schätze & Analysen ift gut heiße, ist mir diese nur auf Vermutung basierend e vorerst zu wenig.
Mit meiner Berechnung (ihre aufwärtung für Österreich berücksichtigt) auf ~4€
Laut Geschäftbericht wäre es negativ .

Danke für die Diskussion

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-18 17:02:27


"WO wäre das Motiv das Unternehmen schlechter (& das massiv) darzustellen? Kann ihnen folgen das Grundstück mehr wert ist."

Es geht hier nicht darum dass das Unternehmen eine Wahl hätte. Es gibt Buchführungsregeln, die verpflichtend einzuhalten sind und deren Einhaltung führt nicht immer zur korrekten Abbildung der wirtschaftlichen Realität.

Überlegen Sie mal: wenn ich heute 1 Mio. Euro in Österreich ausborge und über eine ungarische Tochter damit ein Grundstück in Ungarn kaufe, wird das mit ungefähr 300 Mio. Forint in der Bilanz der Tochter und (umgerechnet mit 1 zu 300) mit 1 Mio. EUR in der Konzernbilanz stehen.

Wenn der Forint morgen abstürzt und der Wechselkurs 1 zu 600 beträgt, steht das Grundstück in der Bilanz der Tochter noch immer mit 300 Mio. Forint, weil das ja die historischen Anschaffungskosten waren. In der Konzernbilanz steht es aber nur mehr mit 0,5 Mio. Euro, weil sich der Umrechnungskurs verändert hat. Jetzt kommt die Preisfrage: ist das Grundstück tatsächlich nur mehr halb so viel wert?

So in etwa lässt sich die Situation der SWUT beschreiben. Das sind weder Vermutungen noch ist das Kronen Zeitung-Niveau.

LASKler
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seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-18 20:29:11


Danke für die Erläuterung - aber mir ist dieser Aspekt durchaus bekannt.

Die grund Probleme bleiben, da die Expansion auf Fremdkapital beruht.
Auch könnte man die Grundstücke Preise anpassen lassen (siehe Immobilien Unternehmen).

Aber wäre für eine Aufstellung dankbar.

LASKler
8756 Postings
seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-19 12:04:41



Hr hobby. Haben Sie einen link zu ihrer Analyse

hobbyanalyse
3517 Postings
seit 2012-06-08
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-20 16:06:49


"Hr hobby. Haben Sie einen link zu ihrer Analyse"

Außer das was ich hier geschrieben habe gibt es von mir nichts in die Tiefe gehendes zur SWUT. Aber im Grunde hat ohnehin cicero alles sauber und klar aufgearbeitet.

LASKler
8756 Postings
seit 2012-02-28
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-20 21:47:27


Dachte ich hätte in ihren block mal was ü SWUT gelesen

hobbyanalyse
3517 Postings
seit 2012-06-08
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-20 21:56:42


Ja aber das war nur eine oberflächliche Vorstellung und nicht der Rede wert.

hobbyanalyse
3517 Postings
seit 2012-06-08
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-21 08:56:46


Der Vollständigkeit halber aber der Link:

http://bargain-magazine.com/quickcheck...

cicero3
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seit 2015-12-01
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> zahlen2016-05-21 12:40:04


#Hobbyanalyse


Du schreibst: "Der Anlagendeckungsgrad II ist aber noch immer unter 100%, was bedeutet, dass ein Teil des langfristig im Unternehmen gebundenen Vermögens grundsätzlich durch kurzfristig fälliges Kapital finanziert wird, was man tunlichst vermeiden sollte. Etwas entschärft wird diese Tatsache aber durch die im Anlagevermögen noch gehaltenen Immobilien, die als Finanzinvestition ausgewiesen sind, sowie die Wertpapiere."


Dieser Punkt sollte sich meiner Ansicht nach bald deutlich verbessern, entweder durch den Verkauf der als "Finanzinvestition gehaltenen Immobilen" und der damit wohl einhergehenden Schuldentilgung oder eben durch weitere Schuldentilgungen aus dem CashFlow im Einklang mit den gewöhnlichen Abschreibungen.

P.S.: Könnte vielleicht jemand die Beiträge an den linken Rand rücken

hobbyanalyse
3517 Postings
seit 2012-06-08


Rücke an den Rand

hobbyanalyse
3517 Postings
seit 2012-06-08


cicero, stimmt. Der zitierte Beitrag ist ja auch schon wieder ein dreivierteltes Jahr alt.

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


...vielen Dank Hobbyanalyse!

Beim Streubesitz hat sich auch etwas getan.

Der Hansa-Fond scheint nun nicht mehr auf der Internetseite der SWUT auf. Damit liegt der Streubesitz bei fast 50%.
Unklar ist aber, wie der Anteilsbesitz der Wolschner`s zu werten ist. Die beiden Herren dürften ja auch über die Stiftung Anteilsbesitzer sein und darüber hinaus eben auch privat. Das wird wahrscheinlich nicht zusammen gezählt, weil das jeweils eigene Rechtsperönlichkeiten sind, oder?

Und hier noch ein Artikel, den ich bisher auch nur im Ariva-Thread gepostet hatte:

In Rumänien wird offenbar ein neues Programm zur Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser bzw. der Kanalisation gestartet. Im Artikel finden sich auch Hinweise über die genannte Förderperiode 2014 bis 2020.

wirtschaftsblatt.at/home/4956829/...sser-fur-alle-in-Rumaenien


23 Milliarden € kann Rumänien bis 2020 von der EU-Kommission aus den Töpfen der Strukturmittel abholen. Eines der Hauptziele der Förderperiode ist der Ausbau der Infrastruktur.

Das Programm bedient damit die Kerngebiete der SWUT.

cicero3
66 Postings
seit 2015-12-01


Neuer Artikel im Wirtschaftsblatt über SWUT:

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/kaernten/4981345/SWU-spart-weiter-Stellen-ein?from=rss

Interessant ist dabei, dass der Vorstand damit rechnet, dass es in beiden Ostmärkten leichtes Wachstum geben soll - und das trotz des "Projektloches" (Zitat Einfalt) im 1. Halbjahr. "Die Vorbereitung von Projekten lasse im 2. Halbjahr gute Zahlen erwarten". Das hat man bisher noch nicht so gehört.

Man bleibt auch bei der Aussage der Steigerung der Profitabilität bzw. des operativen Ergebnisses.

In Österreich wird weiter restrukturiert.


hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


cicero, danke für den Artikel.

Man sollte aber hervorheben, dass der Vorstand laut dem vollständigen Ausblick aus dem aktuellen Geschäftsbericht (siehe S. 65) nur für den Geschäftsbereich Infrastruktur in beiden Ostmärkten mit leichtem Wachstum rechnet. Im Geschäftsbereich Wasserschutz ist sehr wohl dieses besagte Projektloch vorhanden, insbesondere in Ungarn. Das betrifft vor allem die erste Jahreshälfte, die nun bald vorbei ist. Man muss sich dann den Halbjahresbericht da sehr genau ansehen. Ab der zweiten Jahreshälfte rechnet man mit einem Anziehen der Auftragslage. Für die nächsten fünf bis sechs Jahre sollten dann die Werke im Osten eigentlich ganz gut ausgelastet sein, da es ja wieder ein Förderprogramm gibt.

Ich persönlich rechne 2016 umsatzseitig mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2015, gewinnseitig aber möglicherweise mit einem leichten Anstieg. Schließlich sollten einige der Einmaleffekte aus 2015 (Wertminderung, Pensionsrückstellung, überdurchschnittlich hohe Steuerquote) heuer nicht mehr greifen. Vielleicht geht sich sogar die Million im Nettoergebnis aus.

LASKler
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seit 2012-02-28


Erst mal Danke für die Diskussion, auf hohem Niveau.

Was ist das Kurs Potential?
Wie lange zahlt man noch an Schulen? ?

hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


"Wie lange zahlt man noch an Schulen? ?"

Die Tilgungsvereinbarung läuft auf 15 Jahre. Dann sollte man ca. 2/3 der Schulden abgetragen haben, was wiederum zu deutlich sinkenden Zinsaufwendungen und dementsprechend höherem Nettoergebnis führen sollte.

cicero3
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seit 2015-12-01


#Hobbyanalyse

Meiner Ansicht läßt sich ablesen, dass diesem Artikel ein neues Interview mit Herrn Einfalt zugrunde liegt. Siehe dazu auch die konkreten Aussagen über die Restrukturierung in Kärnten. Die gab es zuvor weder im Geschäftsbericht noch auf der HV.
Damit könnte der Ausblick aus dem GB auch nicht mehr gültig und eben durch diese Aussagen ersetzt worden sein, womit dann eben das Geschäft der Ostmärkte insgesamt eine leichte Umsatzsteigerung erzielen sollte.

Beim Gewinn muß man schauen, ob die Restrukturierung Kosten verursacht, es könnte auch neuerlich zu einem Werthaltigkeiststest für das Österreich-Geschäft mit einer weiteren Sonderabschreibung kommen. Andererseits könnte es bei einem gut laufenden Rumänien-Geschäft auch zu Zuschreibungen kommen. Mit den Sonderfaktoren sehe ich es gleich wie Du. Deren (teilweiser?) Wegfall sollte gewinnseitig einen schönen Sprung verursachen.

cicero3
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seit 2015-12-01


Dieser lange Zeitraum von 15 Jahren ist eben das Problem, das ich hier sehe. Gerade in den nächsten Jahren noch, wenn das Schuldenniveau noch höher ist, ist auch die Gefahr am größten. Da könnten schon Probleme auftauchen, wie etwa steigende Zinsen oder weiter nachlassende Fremdwährungen die das Eigenkapital in den negativen Bereich drücken. Mit einem 15-Jahresplan wird man auch keine Neuinvestoren für die Aktie gewinnen können.
Meiner Ansicht nach müssen die Vorstände da auf jeden Fall danach trachten, dass die Schulden schneller auf ein tragfähiges Niveau gehoben werden und das Eigenkapital gestärkt wird. Mit den Grundstücksverkäufen tut man allerdings nun ja auch etwas dafür, dass die Schulden schneller reduziert werden. Ich hoffe, dass in den nächsten 3 Jahren die Verkäufe durch sind. Bis Ende 2019 sollten damit zusammen mit den gewöhnlichen Tilgungen von etwa 2,5 Mio pro Jahr insgesamt etwa 16,5 Mio (6,5 Mio durch die Grundstücksverkäufe und 2,5 * 4 = 10 Mio) an Schulden rückgeführt worden sein. Damit würde die Nettoverschuldung bereits bei 46 Mio liegen. Das wäre dann schon ein Niveau mit dem man leben kann. Bei einem Zinssatz von 3% würden damit auch jährlich 500.000,- Euro weniger an Zinsen zu bezahlen sein.
Ich könnte mir also vorstellen, dass dieser 3-Jahreshorizont bei einigen Investoren dazu führen könnte, sich mit der Aktie anzufreunden.

Ein richtiger Trigger für die Aktie würde aber wohl eine Stärkung des Eigenkapitals sein. Diese könnte man eben durch die Aufdeckung der stillen Reserven erreichen. Es ist halt leider so, dass sich viele Anleger und leider auch Analysten oft nur recht oberflächlich mit einem Unternehmen beschäftigen. Eine Eigenkapitalquote von 4% ist natürlich nun einmal ein Totschlagargument. Da schiebt man das potentielle Investment dann gleich auf die Seite.
Würde man also das Eigenkapital durch die Aufdeckung der Reserven auf 10-15% heben, würde der Aktienkurs wohl analog dazu mitsteigen. Im oben beschriebenen 3 Jahreshorizont sind für mich Aktienkurse von 30 Euro durchaus vorstellbar. Bei Kursen von 30 Euro könnte man dann bei 25 Euro eine Kapitalerhöhung durchführen die dann weitere 10 Mio einspielen könnte, womit das Unternehmen wohl endgültig aus dem Schuldendilemma befreit wäre und sich auch operativ wieder entfalten könnte.

LASKler
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seit 2012-02-28


Grundstück Aufwertungen wären nur Bilanz wirksam - das holt keinen Anleger von der Ofenbank.

Es gibt in ATX & Prime Markt eine Vielzahl von Unternehmen die untern BW notieren.
Wien juckt zur Zeit keinen Anleger ...
Da tut sich der dritte Markt noch wesentlich schwerer.

Das von Ihnen angeführt Szenario ist zwar möglich - stellt aber denn Idealfall da.

Hand auf Herz, warum sollte man in eine SWUT Investieren wenn man zum Vergleich ähnlich viele Aktien einer EVN bekommen kann.
Solide Zahlen Solide Dividende BW 13,50

Aber nur so neben bei

cicero3
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seit 2015-12-01


Wenn Zahlen schon über Jahre solide sind, und nur die Aussicht auf weiterhin solide Zahlen besteht, dann wird sich auch beim Kurs nicht viel ändern.


Bei SWUT sieht die Sache anders aus. Hier besteht wegen dem extrem niedrigen Marktwert ein Vervielfachungspotential.
Geht man das Schuldenthema aktiv an, kann die Nettoverschuldung Ende 2019 bei 46 Mio (ohne KE) oder 36 Mio (mit KE) liegen.
Weder dieser starke Abbau der Verschuldung noch die wohl weiter steigenden Gewinne sind im Kurs eingepreist. Der Jahresgewinn könnte - bei einem gleichbleibenden Geschäft - im Jahr 2019 bei 2,5 bis 3 Mio Euro liegen.
Das KGV würde damit bei weniger als 2 liegen und das bei einer gesunden Bilanz.
Ich kenne auch kein Unternehmen im deutschsprachigen Raum, wo der der Free Cash Flow auf Höhe des Marktwertes liegt.


Wenn Du mit einer netten Dividende - vielleicht als Ersatz für das Sparbuch zufrieden bist - dann bist Du mit EVN sicher besser aufgehoben, das Kurspotential ist meiner Ansicht - bei einem Energieversorger aber begrenzt.










hobbyanalyse
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seit 2012-06-08


"Grundstück Aufwertungen wären nur Bilanz wirksam - das holt keinen Anleger von der Ofenbank."

LASKler, was das betrifft so drehen wir uns bei der Diskussion im Kreis. :-)

Wir haben schon mehrfach erörtert, dass die extrem niedrige Eigenkapitalquote in der Konzernbilanz einer der Hauptgründe (neben den hohen Finanzschulden) dafür ist, dass viele die Aktie meiden. Ich selbst habe SWUT beispielsweise genau deswegen fast verworfen, ohne sie genauer anzusehen. Sie haben das ebenfalls als großen Minuspunkt genannt.

Nun wäre die Aufwertung der Grundstücke bzw. generell eine Hebung der stillen Reserven ein gangbarer Weg, um genau diesen großen Minuspunkt zu reduzieren. Das könnte sehr wohl den einen oder anderen Anleger von der Ofenbank holen. Gleichzeitig wird die Verschuldung ja schon laufend reduziert, das ist der andere große Minuspunkt.

Und ich betone noch einmal: ertragsseitig hatte das Unternehmen die letzten Jahre nie ein Problem. Dass in der GuV nie ein nennenswertes Plus stand, ist ebenfalls nicht-cashwirksamen Umständen geschuldet. Wenn Sie also die Hebung der stillen Reserven als Argument entkräften wollen, indem sie ins Treffen führen, dass das nicht cashwirksam ist, dann müssen Sie der Vollständigkeit halber auch die Ertragssituation auf cashwirksamer Basis beurteilen.

Auch wenn es aus Branchengesichtspunkten völlig sinnlos ist, SWUT und EVN zu vergleichen:

Die EVN wird derzeit um den rund 7,5-fachen jährlichen freien Cashflow gehandelt. Das ist an sich ein relativ günstiger Wert. Bei der SWUT liegt dieser Wert aber irgendwo zwischen 1 und 1,5.

LASKler
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seit 2012-02-28


Habe mich dazu durchgerungen eine kleine Position zu kaufen.

cicero3
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seit 2015-12-01


Gut Ding braucht Weile. Gratuliere zu Deiner Entscheidung!

Darf ich Dich fragen, wo Du gekauft hast? In Wien gab es heute keine Umsätze!


LASKler
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seit 2012-02-28


Ich habe keinen Zeitpunkt angegeben wann ich gekauft habe ;-)
Nur das ich am Boot bin.

Ihre Erläuterung & die von Hr. Hobby. Klingen ja sehr logisch - sehe aber doch einige Risiken.
No Risk - No Fun.


Auf BE Matrix zeigt einen Umsatz von 120 Stück an für Heute.

LASKler
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seit 2012-02-28


Zugegeben wurde mein Auftrag nicht ganz ausgeführt am Freitag.

LASKler
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Wann kommen die nächsten Daten?

Welche Märkte bedient SWUT von Ungarn & Rumänien aus? Slowenien &?

cicero3
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Eigentlich sollte eine "News" zum Verlauf des 1. Quartales Anfang Mai kommen. In den letzten Jahren war es zumindest so. Ich habe nun beim Unternehmen dazu nachgefragt.

Ansonsten würde es erst am 24.08.2016 den HJ-Bericht geben.

Zu Deiner 2. Frage kann ich Dir aus dem Stegreif keine umfassende Antwort geben.
Ich glaube auch nicht, dass das irgendwo genauer steht.
Soweit ich weiß, gibt es immer wieder in verschiedenen Ländern Europas Projekte wie zB den Bau von Fertigteilhallen. Diese Umsätze außerhalb der Kernmärkte sind aber nur gering. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass die Teile da auch aus Ungarn/Rumänien kommen, weil die Fertigung dort wesntlich billiger ist.


cicero3
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seit 2015-12-01


Ich habe jetzt die Antwort des Unternehmens erhalten.

Leider sieht es so aus, dass aufgrund der gelockerten Berichterstattungsvorschriften im neuen Börsengesetz (eine Quartalsberichterstattung ist nicht mehr zwingend notwendig) keine Quartalsberichte mehr veröffentlicht werden sollen.

Ich sehe das so:

Einerseits ist das Vorgehen natürlich verständlich. Die "News"-Meldung und die internen Berechnungen die zur "News" geführt haben, bedeuten natürlich einen gewissen Aufwand, den ein kleines Unternehmen natürlich vergleichsweise schwerer stemmen kann.

Andererseits hat sich das Unternehmen halt den Corporate Governance Regeln unterworfen. Da sollte dann eben doch wieder die Transparenz sehr groß geschrieben werden. Des weiteren hörte man auf der HV, dass zukünftig bezüglich Kapitalmarktauftritt Verbesserungen zu sehen sein würden. Das Weglassen eines Quartalsberichtes geht für mich klar in die andere Richtung.

Ich denke, dass man sich mit dem Weglassen der "News"-Meldung von den Aktionären ein Stück weit entfernt. Aktionäre sind halt auf derartige Meldungen angewiesen um recht zeitnah über den Verlauf der Geschäfte informiert zu sein.. Ich finde zwar, dass die Kommunikation mit der IR bei SWUT sehr gut funktioniert, jedoch wird man dort natürlich nichts über den Geschäftsverlauf erfahren können. Vor allem der Zeitraum von der Berichterstattung zum Halbjahr also August bis zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses im April erscheint mir wesentlich zu lange. Vielleicht kann man sich daher dazu entschließen, wenigstens eine Meldung zum Geschäftsverlauf des 3. Quartales zu veröffentlichen.

LASKler
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Danke für die Rückfrage.

Schade das nicht mal Kennzahlen bekannt gegeben werden & ein kleiner Ausblick wäre auch schön.

cicero3
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seit 2015-12-01


Ich stelle mir aktuell die Frage, was bei den jeweiligen Szenarien wohl mit SWUT passieren würde.

Den Austritt von GB sehe ich völlig ohne Auswirkungen.

Diese geringen Beitragszahlungen an den EU Haushalt die GB bisher gleistet hat würden wohl die anderen Mitgliedsländer übernehmen, womit der Fördertopf für die Ostländer wohl gleich bleiben dürfte.

Ein Problem würde es wohl werden, wenn andere - insbesondere große Länder - GB folgen würden. Ich sehe diese Gefahren aber aktuell eher schwinden.

Südeuropa kann es sich schlicht nicht leisten aus dem Euro auszutreten. Die Währungen würden wohl kollabieren und die Wirtschaft massiv schaden nehmen. Die Zinsen für neue Staatsanleihen würden wohl massiv in die Höhe gehen.

Bei den Ostländern verhält es sich wohl so, dass sie aus anderen Gründen nicht austreten würden. Immerhin profitieren sie ja sehr stark aus vielerlei Hinsicht.

Die Deutschen sind mit großer Mehrheit pro EU eingestellt. Die Holländer (Parlament) haben aktuell mit großer Mehrheit gegen den Antrag auf einen Volksentscheid über den Nexit gestimmt. Frankreich hat ebenfalls klar gesagt, sie wollen keinen Volksentscheid. Nächstes Jahr sind dort ohnehin Wahlen, angeblich ohne Chance, dass die Front National den Präsidenten stellen wird.


In Österreich könnte man sich noch am ehesten vorstellen, dass die FPÖ eine Volksabstimmung vom Zaun bricht. Ich wäre mir da auch gar nicht so sicher, dass die Österreicher mehrheitlich pro EU eingestellt sind und für einen Verbleib stimmen.
Würde Österreich aus der EU austreten, würde es sich aber gleich verhalten, wie bei den Südländern. Die neue Währung würde wohl massiv an Wert verlieren. Damit würde aber wohl SWUT keinen Schaden nehmen. Auf der Währungsseite wäre es sogar ein Vorteil zumal ja 3/4 des Geschäftes nach wie vor in der EU gemacht würden und sich dort auch der Großteil der Aktiva befindet.

Andere Meinungen sind gerne gefragt.

LASKler
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UK müsste 17 Millarden zahlen
- 6 Millarden England Rabbat
- 5 Milliarden sofort Subventionen

Bleiben ca. 6 Millarden Netto zahlung.
Die EZB kauft im Monat Anleihen von wert 60 Millarden in Monat an - glaube da braucht man sich nicht fürchten das im Osten gespart wird.

SWUT dürfte BRexit nicht spüren - Wirtschaftlich

Schade das es keine stellungnahme zum 1Q. gab.

LASKler
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LASKler
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Gibt es was neues?



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