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24.12.2012 05:05
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Weihnachtsfrieden an der Wiener Börse

In der Früh des Heiligen Abends noch einmal ein kleiner Rückblick auf die Situation am Freitag abend:
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Die Wiener Börse hatte den letzten Handelstag vor Wochenende und Weihnachts-Feiertagen mit moderaten Kursverlusten beendet.
Der ATX fiel um -0,31% bzw. -7,4 Punkte auf 2404,37 Einheiten.

An der Spitze der Kursliste schlossen Strabag mit plus 5,72 Prozent auf 21,35 Euro. Der Baukonzern hat sich bei einem Bankenkonsortium - darunter Deutsche Bank und BayernLB - einen syndizierten Barkredit über 400 Mio. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren organisiert. Die langfristige Kreditzusage sichere dem Konzern seine "komfortable Liquiditätsposition" ab.

Verbund: +1,23% auf genau 19 Euro

Im Plus notierten auch conwert, die Papiere legten 0,58 Prozent auf 9,53 Euro zu. Der Wohnimmobilien-Konzern übernimmt 60 Prozent an der deutschen Kommunale Wohnen AG (KWG) und erwirbt damit Assets im Volumen von rund 260 Mio. Euro. Durch den Erwerb erweitert das Unternehmen sein bisheriges Deutschlandportfolio um etwa 66 Prozent. Ein Übernahmeangebot für die KWG wolle man jedoch nicht legen, hieß es vonseiten der conwert.

Federn lassen mussten indessen die beiden Bankwerte. Erste Group sackten um 2,08 Prozent auf 23,6 Euro ab und Raiffeisen büssten klare 1,42 Prozent auf 30,92 Euro ein.

Wolford: -1,19% auf genau 25 Euro

Immofinanz knüpften an ihre Kursverluste vom Donnerstag an und fielen erneut um 0,4 Prozent auf 3,25 Euro, nachdem die Papiere am Vortag massiv unter die Räder gekommen waren. Nach einer Ergebniswarnung im Rahmen der Vorlage der Halbjahresbilanz rutschten die Papiere am Donnerstag um gut viereinhalb Prozent ab.

Mayr-Melnhof: -2,76% auf genau 80 Euro

Heute also Weihnachtsfrieden an der Wiener Börse und auch praktisch keine relevanten Termine - bis eben das Christkind kommt.

Konjunktur USA:
- Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter November
 
(pj)
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tom1970
457 Postings
seit 2008-10-12
> Deutsch ist schwer2014-10-31 16:31:38


wow - was für ein Titel.... heißen muss es Börsianer lehren WEN das Fürchten? - also DEN Sparefroh! Leider ist immer öfter zu lesen, dass "der Dativ dem Akkusativ der Tod ist" und schlimm ist, dass die schreibende Zunft dem Vorschub leistet...

harfer
33 Postings
seit 2003-08-25


Der Schreck sitzt tief, es hat mich erwischt: Nicht "Wiens Börsianer lehren "dem" Sparefroh das Fürchten" - nein, sie lehren es "den". Oh, oh - mein ansonsten - so dachte ich bis heute - ganz gutes Sprachgefühl hat mich verlassen, der böse Dativ hat dem Akkusativ ein Schnippchen geschlagen. Doch irgendwie tut's trotzdem weh. Warum nur?

Welches Teufelchen reitet mich - nicht mir -, dass ich "dem" statt "den" schreibe ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken ob das jetzt wirklich stimmt. In meiner Verzweiflung wende ich mich an den Duden, gilt sein Wort im deutschsprachigen Sprachraum doch als Gesetz ( war nicht immer so, aber was soll's).

Was also sagt der Duden zum Thema Beugung im Fall von lehren :
"jemanden (Anmerkung von mir: Akkusativ) , auch jemandem (Dativ) etwas lehren
er lehrt sie, auch ihr das Lesen; aber nur: er lehrt sie lesen
er lehrt ihn ein, seltener einen Helfer der Armen zu sein"

Ups, der Dativ darf im Fall des Lehrens (das ist jetzt der Genitiv, der vom Dativ wirklich verfolgt wird) gleichberechtigt - so zumindest der Duden - zur Seite treten, wenngleich auch nur für den Fall, dass sich dahinter "das Lesen" oder "das Fürchten" in den Satz drängt.

Ein wenig befriedigt - ich geb's ja zu - "stierdle" (verdammt das ist jetzt österreichischer Dialekt wie schreibt man das wirklich) oder "durchwühle" weiter das "allwissende" Netz um zu erfahren welcher Teufel oder welches Teufelchen mich - wieder nicht mir - geritten hat.

Bei meiner Wühlaktion stoße ich doch glatt auf folgende Seite: http://www.spiegel.de/kultur/zwi...
Heureka, mein Sprachgefühl ist nicht falsch sondern nur ein wenig antiquiert.

Der Schreck lässt nach, die Angst wird kleiner. Doch eine Frage gilt es noch zu klären: Wie verhält es sich wirklich mit dem Dativ und den Akkusativ? Wer verdrängt wen?

Eine neuerliche Reise durch das weltweite Netz führt mich auf eine Seite, die folgendes mitzuteilen hat:
"Die vierte Form von Nomen und Pronomen heißt „Akkusativ“. 90% von allen deutschen Verben brauchen ein Objekt im Akkusativ! Die Akkusativ-Frage ist „wen?“ oder „was?“." ( Quelle: http://www.deutschakademie.de/online-deu...

Ha, ha denk ich mir nicht der Dativ verfolgt den Akkusativ - nein es verhält sich genau umgekehrt. Doch was tut der Dativ in seiner Verzweiflung? Er wendet sich dem nächst Schwächeren zu, und das ist in unserem Fall der Genitiv. Deshalb heißt es auch: " Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" siehe hier: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Zwieb...

Also, lassen wir dem Dativ seine Existenzberechtigung neben dem Akkusativ, denn sonst bedrängt er den Genitiv noch weiter. Und dann müsste ich beim nächsten Mal gar titeln: "Das Glück von dem Börsianer ..." anstatt "Das Glück des Börsianers ...".

Und das tut wirklich weh, oder. ;-)

harfer
33 Postings
seit 2003-08-25


Entschuldigung - in der oben stehenden Antwort habe ich auf etwas ganz Entscheidendes vergessen: Dem User/Kritiker meiner Schlagzeile gebührt ein kleines Dankeschön.

Bis dato habe ich - als praktisch veranlagter Mensch - die Fälle der deutschen Sprache (wenngleich in ihrer österreichischen Form) gebraucht (und so hoffe ich nicht allzu oft missbraucht) ohne ihre Namen richtig einzuordnen.

Jetzt aber wurden mir die Namen Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ, die ich seit meiner Schulzeit vergessen, oder auch verdrängt habe, in Erinnerung gerufen. Ich kann sie wieder zuordnen und werde sie wohl zumindest eine zeitlang in meinem Gedächtnis behalten. Und dafür möchte ich mich bedanken.

Also - nichts für ungut - die Recherche/Diskussion hat mir wirklich Spass (Österreichisch) oder auch Spaß ( Deutsch - schlägt der Computer automatisch vor ) gemacht.

Ich ersuche aber schon jetzt um Verständnis, dass ich eher selten die Zeit haben werde mich so ausführlich mit Kritiken ( siehe oben) auseinander zu setzen - obwohl es (manchmal) wirklich Spaß ( und wieder schlägt das Computer-Gscheiterl zu - hierzulande heißt es Spass) macht.

Danke nochmals!

Lg
Harald Fercher

Ps.: Frage an alle, die zufällig das gelesen haben, was obiger User und ich hier geschrieben haben: Sagt man eigentlich - wie in manchen Teilen Österreichs: "ich bin gut geschlafen" oder aber "Ich habe gut geschlafen" . ... Und vor allem WARUM (Tätigkeitsverben vs Zustandsverben: "Ist schlafen ein Zustand oder eine Tätigkeit?")
Freu mich schon jetzt auf ihre Antworten und Begründungen!
Lg und schönes Wochenende
Harald Fercher





rudi1
78 Postings
seit 2007-09-05


Hallo!
Meine Kollegin ist aus Kärnten und die sagt,"Bin geschlafen." Das hat natürlich
bei uns in OÖ schon zu Diskussionen geführt.
Gruß rudi1!



* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN AT0000999982

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