Das Gaspipeline-Projekt Nabucco könnte im Jänner neuen Auftrieb gekommen. Nach Angaben des Vorstands der bulgarischen Energieholding BEH, Michail Andonov, will sich das Gas-Konsortium Shah Deniz II mit 50 Prozent an Nabucco beteiligen. Das Engagement soll demnach bei einem Treffen von Vertretern der an Nabucco beteiligten Staaten am 10. Jänner in Sofia besiegelt werden, sagte Andonov laut Berichten bulgarischer Medien. Die Auslastung der Pipeline wäre dadurch gesichert.
Die anderen 50 Prozent der Nabucco-Anteile sollen sich dem Bericht zufolge die anderen Nabucco-Teilnehmer teilen, das sind derzeit die BEH, Rumäniens Transgaz, die türkische Botas, Ungarns MOL, die österreichische
OMV und die deutsche RWE. Die Deutschen haben ihren Ausstieg aus dem Nabucco-Konsortium bereits angekündigt - ihre Anteil wird laut Andonov voraussichtlich die OMV übernehmen.
Zum Konsortium Shah Deniz II gehören die britische BP und Norwegens Statoil (je 25,5 Prozent), jeweils 10 Prozent der Anteile halten die aserbaidschanische Socar, die französische Total, Irans NICO und die russisch-italienische LukaAgip und 9 Prozent gehören der türkischen TPAO.