Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ Konrad Adenauer hat das gesagt. Man kann das natürlich rückgratlos nennen - oder pragmatisch, lösungsorientiert.
Die rückgratlose Einstellung kennen wir heutzutage zur Genüge - nennt sich Wahlversprechen. Dazu kommt die Gruppe jener Politiker, die einfach dem Volk aufs Maul schaut - gewählt wurden aber auch diese für anderes. Nun beginnen die EU-Granden wieder darüber zu streiten, ob Zypern so wie Griechenland ein Schuldennachlaß gewährt wird; Ist der IWF doch der Meinung, dass sonst keine ‘Lebensfähigkeit’ darstellbar ist. Geht nicht, sagt da die Hardliner-Fraktion der EU-Granden, haben wir doch im Fall Athens gesagt, dass dies ein Einzelfall bleibe und bei einem Bruch dieses Versprechens werde das Vertrauen in die Eurozone wieder unterhöhlt. Klingt logisch, ist aber Nonsens. Denn der Markt hat kein Vertrauen in die (Politiker der) Eurozone gewonnen, es wird einzig der EZB zugetraut, dass diese mit ihren unendlichen Mitteln gerüstet zu sein, um Schlimmes zu vermeiden. Und liebe Schuldennachlaß-Gegner: Auch Griechenland wurde im Vorfeld kategorisch ausgeschlossen ...
Jeder, der halbwegs rechnen kann, sieht, dass wir in Europa (aber nicht nur hier) noch einige Staaten haben werden, wo wir um einen Schuldennachlaß in der einen oder anderen Form nicht herumkommen werden. Ein Ende des Schreckens sollte uns lieber sein, als ein Schrecken ohne Ende - und die Lüge wird den Politikern sicher verziehen, wäre ja nicht die erste ...
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