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20.12.2012 18:09
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ATX baut Verluste nach drei Gewinntagen in Folge

Immofinanz nach Gewinnwarnung unter Druck, Erste Group steigt aus der Ukraine aus
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Die Wiener Börse hat am Donnerstag bei hohem Volumen schwächer geschlossen. Der ATX fiel 15,6 Punkte oder 0,64 Prozent auf 2411,77 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 38 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2450 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,14, DAX/Frankfurt +0,03, FTSE/London -0,00 und CAC-40/Paris +0,21%.

In Wien musste der ATX nach drei Gewinntagen in Folge erstmals wieder ein Minus hinnehmen. Die europäischen Leitbörsen gingen nur wenig verändert aus dem Handel. International verwies man auf Zurückhaltung vor weiteren Nachrichten zum US-Budgetstreit. Verkaufsdruck gab es in Wien bei der Immofinanz-Aktie mit einem Abschlag von 4,48 Prozent 3,26 Euro zu sehen. Das Immobilienunternehmen verbuchte in den ersten zwei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres einen Ergebniseinbruch und gab daraufhin eine Gewinnwarnung. Das geplante operative Ergebnis von 600 Mio. Euro werde heuer nicht erreicht werden können, hieß es. Die Analysten von der RCB nahmen in Reaktion auf die vorgelegten Zahlen ihr Anlagevotum von "buy" auf "hold" zurück und revidierten ihr Kursziel von 3,5 auf 3,4 Euro.

Negative Vorzeichen gab es auch im Finanzbereich zu sehen. Raiffeisen verbilligten sich um 0,63 Prozent auf 31,36 Euro. Die Papiere der Erste Group schlossen mit einem Kursrückgang von 0,84 Prozent auf 24,10 Euro. Die Erste Group zieht sich aus der Ukraine zurück und verkauft die Erste Bank um 83 Mio. Dollar. Der Verkauf belaste die Bilanz im vierten Quartal mit 94 Mio. Euro vor Steuer. Der Einstieg der Erste in der Ukraine hat die Bank insgesamt eine viertel Milliarde Euro gekostet. "Die geplante Verkaufsentscheidung folgt der Strategie der Erste Group sich auf das Kundengeschäft im östlichen Teil der Europäischen Union zu fokussieren", so die Bank. Zudem nahmen die RCB-Analysten ihre Empfehlung für die Erste-Aktie von "Kauf" auf "Halten" zurück. Das Kursziel revidierten die Experten von 17,50 Euro auf 24,00 Euro nach oben.

An der Spitze der Kursliste standen hingegen CA Immo Anlagen mit einem Plus von 2,75 Prozent auf 10,63 Euro. Am zweiten Platz schlossen voestalpine mit plus 1,04 Prozent auf 27,72 Euro. In einem schwachen europäischen Telekomsektor verabschiedeten sich Telekom Austria mit einem Rückgang von 1,0 Prozent auf 5,66 Euro Euro aus dem Handelstag. Die Intercell-Aktie rasselte ohne bekannte Nachrichten um 6,11 Prozent auf 1,84 Euro nach unten.

    
 
(APA)
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tom1970
457 Postings
seit 2008-10-12
> Deutsch ist schwer2014-10-31 16:31:38


wow - was für ein Titel.... heißen muss es Börsianer lehren WEN das Fürchten? - also DEN Sparefroh! Leider ist immer öfter zu lesen, dass "der Dativ dem Akkusativ der Tod ist" und schlimm ist, dass die schreibende Zunft dem Vorschub leistet...

harfer
32 Postings
seit 2003-08-25


Der Schreck sitzt tief, es hat mich erwischt: Nicht "Wiens Börsianer lehren "dem" Sparefroh das Fürchten" - nein, sie lehren es "den". Oh, oh - mein ansonsten - so dachte ich bis heute - ganz gutes Sprachgefühl hat mich verlassen, der böse Dativ hat dem Akkusativ ein Schnippchen geschlagen. Doch irgendwie tut's trotzdem weh. Warum nur?

Welches Teufelchen reitet mich - nicht mir -, dass ich "dem" statt "den" schreibe ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken ob das jetzt wirklich stimmt. In meiner Verzweiflung wende ich mich an den Duden, gilt sein Wort im deutschsprachigen Sprachraum doch als Gesetz ( war nicht immer so, aber was soll's).

Was also sagt der Duden zum Thema Beugung im Fall von lehren :
"jemanden (Anmerkung von mir: Akkusativ) , auch jemandem (Dativ) etwas lehren
er lehrt sie, auch ihr das Lesen; aber nur: er lehrt sie lesen
er lehrt ihn ein, seltener einen Helfer der Armen zu sein"

Ups, der Dativ darf im Fall des Lehrens (das ist jetzt der Genitiv, der vom Dativ wirklich verfolgt wird) gleichberechtigt - so zumindest der Duden - zur Seite treten, wenngleich auch nur für den Fall, dass sich dahinter "das Lesen" oder "das Fürchten" in den Satz drängt.

Ein wenig befriedigt - ich geb's ja zu - "stierdle" (verdammt das ist jetzt österreichischer Dialekt wie schreibt man das wirklich) oder "durchwühle" weiter das "allwissende" Netz um zu erfahren welcher Teufel oder welches Teufelchen mich - wieder nicht mir - geritten hat.

Bei meiner Wühlaktion stoße ich doch glatt auf folgende Seite: http://www.spiegel.de/kultur/zwi...
Heureka, mein Sprachgefühl ist nicht falsch sondern nur ein wenig antiquiert.

Der Schreck lässt nach, die Angst wird kleiner. Doch eine Frage gilt es noch zu klären: Wie verhält es sich wirklich mit dem Dativ und den Akkusativ? Wer verdrängt wen?

Eine neuerliche Reise durch das weltweite Netz führt mich auf eine Seite, die folgendes mitzuteilen hat:
"Die vierte Form von Nomen und Pronomen heißt „Akkusativ“. 90% von allen deutschen Verben brauchen ein Objekt im Akkusativ! Die Akkusativ-Frage ist „wen?“ oder „was?“." ( Quelle: http://www.deutschakademie.de/online-deu...

Ha, ha denk ich mir nicht der Dativ verfolgt den Akkusativ - nein es verhält sich genau umgekehrt. Doch was tut der Dativ in seiner Verzweiflung? Er wendet sich dem nächst Schwächeren zu, und das ist in unserem Fall der Genitiv. Deshalb heißt es auch: " Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" siehe hier: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Zwieb...

Also, lassen wir dem Dativ seine Existenzberechtigung neben dem Akkusativ, denn sonst bedrängt er den Genitiv noch weiter. Und dann müsste ich beim nächsten Mal gar titeln: "Das Glück von dem Börsianer ..." anstatt "Das Glück des Börsianers ...".

Und das tut wirklich weh, oder. ;-)



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Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN AT0000999982

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