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20.12.2012 11:03
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Berlusconi wettert gegen Monti

Der 76-jährige Medienmogul zeigte sich überzeugt, dass er bei Parlamentswahlen bis zu 40 Prozent der Stimmen erreichen könnte

© Archiv
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Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi steht der von italienischen Medien angekündigten Kandidatur des amtierenden Premiers Mario Monti bei den Parlamentswahlen im Februar 2013 kritisch gegenüber. "Der Zentrumsblock, der Monti unterstützt, ist ein okkulter Verbündeter der Linkskräfte. Er wird niemals die notwendigen Stimmen erhalten, um das Land zu regieren. Ich appelliere an die Wähler, ihre Stimmen nicht an diese Splitterparteien zu verschwenden, die lediglich die Interessen ihrer kleinen Vorsitzenden entsprechen", erklärte Berlusconi in einem Interview mit dem Radio-Sender "Radio RAI" am Donnerstag.

Der 76-jährige Medienmogul zeigte sich überzeugt, dass er bei Parlamentswahlen bis zu 40 Prozent der Stimmen erreichen könnte. "Ich muss keine neuen Wähler gewinnen, sondern wieder das Vertrauen jener Italiener erhalten, die uns bei den Parlamentswahlen 2008 fast 40 Prozent der Stimmen gegeben haben", meinte Berlusconi.

Seine Mitte-Rechts-Partei "Volk der Freiheit" (PdL - Popolo della Liberta) habe den Fehler begangen, das Fachleutekabinett um Premier Monti nicht früher gestürzt zu haben, glaubt der Ex-Premier. Montis strenge Steuer- und Sparpolitik habe Italien in eine tiefe Rezession gestürzt. "Man muss die wirtschaftspolitische Linie radikal ändern. Diese Situation kann nicht weitergehen. Wenn wir so weitermachen, werden unsere Länder (die südeuropäischen, Anm.) aus dem Euroraum austreten müssen, wenn sie den Bankrott verhindern wollen", erklärte Berlusconi.

Der Medienzar kündigte an, sofort die unpopuläre Immobiliensteuer auf Eigentumswohnungen abschaffen zu wollen, die die Regierung Monti vor einem Jahr zur Auffüllung der leeren Staatskassen eingeführt hatte.

Seine erneute Kandidatur für das Amt des Premierministers - die sechste in 18 Jahren - sei für ihn ein "großes Opfer". "Ich hatte mich bereits anderen Aktivitäten zugewandt, doch ich kehre in die Politik zurück, weil mein Land in eine Rezession gestürzt ist, die man nur mit einer Änderung der wirtschaftspolitischen Strategie bewältigen kann", so Berlusconi.
 
APA/STG
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