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12.12.2012 14:21
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„Inflationssorgen haben realistischen Hintergrund - das spricht für Gold”

Gerhard Mittelbach, Executive Director der PEH Wertpapier AG Österreich holte sich mit dem PEH Q-Goldmines den Titel zum Fonds des Monats. Mittelbach über den weiteren Weg von Goldaktien.
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Börse Express: In jüngster Zeit haben die Kurse der Goldminenaktien einiges eingebüßt – was ist aus Ihrer Sicht der Grund dafür?

Gerhard Mittelbach: Ein wichtiger Faktor ist die Entwicklung in Südafrika. Nach den schweren Arbeitskämpfen sind die Lohnkosten gestiegen – vor allem aber ist die Lage dort nach wie vor instabil, weitere Produktionsausfälle sind zu erwarten. Gleichzeitig bewegt sich der Goldpreis seit geraumer Zeit seitwärts.

Börse Express: Wie reagieren die Minenunternehmen darauf?

Gerhard Mittelbach: Die weltgrößten Firmen sind gerade dabei, ihre Minen in Südafrika abzustoßen. Einige versuchen sich zu diversifizieren. So gibt etwa der US-Konzern Freeport-McMoRan gerade rund 9 Mrd. Dollar für Beteiligungen im Ölgeschäft aus. Das hat im Markt für Unruhe gesorgt – wer in Goldminen investiert, erwartet ein klares Firmenprofil. Etliche Anleger haben sich deshalb zurzeit zurückgezogen – mit entsprechender Wirkung auf die Kurse.

Börse Express: Der Goldpreis hat in den letzten Monaten ja den Höhenflug der Vorjahre nicht fortgesetzt. Wie geht es nun nach Ihrer Einschätzung weiter?

Gerhard Mittelbach: Wir haben es aktuell mit einer längeren Konsolidierungsphase zu tun. Mittel- bis langfristig gehen wir aber von einem erneuten Preisanstieg aus. Die Notenbanken werden nicht aufhören, die Märkte mit billigem Geld zu versorgen, um die Konjunktur zu stützen und die Banken liquide zu halten. Inflationssorgen haben also einen realistischen Hintergrund – und das spricht für Gold. Gleichzeitig bleibt das Angebot knapp: Die Förderung geht auch ohne die Ausfälle in Südafrika langsam zurück, neu explorierte Minen müssen erst anlaufen. Der Wohlstand in China und Indien steigt weiter – und diese Länder sind mit Abstand die größten Absatzmärkte für Goldschmuck. Der ist auch noch immer das beliebteste Neujahrsgeschenk in China – das Fest findet Anfang Februar statt. Zudem werden in China zurzeit neue Gold-ETFs aufgelegt. Sobald diese im Markt aktiv werden, steigt die Nachfrage weiter.   Börse Express: Wie stellt sich das Management des PEH Q-Goldmines auf diese veränderten Bedingungen ein? Wo sehen Sie die Chancen – schließlich gab es doch bereits eine längere Durststrecke bei den Minenbewertungen ...

Gerhard Mittelbach: Wir haben den Fonds bereits seit Mitte des Jahres defensiver aufgestellt – er hat dann auch besser performt als der Vergleichsindex. Wir gehen aus Firmen heraus, deren Risiko sich erhöht hat, weil sie mit unsicheren Zukäufen experimentieren. Das bedeutet aktuell einen Wechsel von den größten hin zu mittelgroßen Minenunternehmen, die weiter einen klaren Fokus auf das Thema Gold haben. Gerade solche Titel sind auch potenzielle Kandidaten für eine Übernahme – und damit für Kurssteigerungen. Zurzeit ist die Schere zwischen dem Goldpreis und der Bewertung der Goldminenunternehmen größer als im gesamten letzten Vierteljahrhundert. Dementsprechend attraktiv ist das Aufholpotenzial. Allein die Goldvorräte einiger der Firmen dürften teilweise schon mehr wert sein als ihre Bewertung an den Aktienmärkten.

Börse Express: Aber nehmen wir an, der Goldpreis steigt nicht – oder fällt sogar. Was bedeutet das für Ihren Fonds?

Gerhard Mittelbach: Wir investieren nur in langfristig erfolgreiche Firmen. Im Verhältnis zu den Produktionskosten erwirtschaften sie sehr gute Erträge und sind finanziell gut aufgestellt. Sie können deshalb selbst bei einem niedrigeren Goldpreis Gewinne erzielen. Wir schauen uns auch Unternehmen an, die Investitionen zurückfahren, um sich und ihre Investoren finanziell besserzustellen. Zudem bietet der PEH Q-Goldmines höchste Flexibilität – die Anlagestrategie wird angepasst, wenn sich die Situation ändert. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber dem Kauf von Einzelaktien.

Börse Express: Der PEH Q-Goldmines kann seine Aktienquote zwischen 50 und 150 Prozent steuern. Was bedeutet das für den Anleger?

Gerhard Mittelbach: Wir haben dadurch die Möglichkeit, das Risiko bei schwierigen Marktlagen zu reduzieren und günstige Trends besser nutzen als Fonds, die immer zu 100 Prozent investiert sind. Um die Quote hochzufahren, nutzen wir nur an der Börse gelistete Derivate, die sich sofort wieder abstoßen lassen. Bei einer Aktienquote unter 100% halten wir Cash und Anleihen bester Bonität. Wir überwachen die Märkte sorgfältig und reagieren auf Tagesbasis. In die Nähe des Maximalwerts von 150 Prozent gehen wir nur in den seltenen Fällen, wenn die Trends extrem sicher sind – damit waren wir im Herbst 2010 sehr erfolgreich. Im Herbst 2008 dagegen hatten wir aus gutem Grund nur 50 Prozent Aktien. Börse Express: Wie sieht das Investmentuniversum des Fonds aus?

Gerhard Mittelbach: Zwar haben wir bestimmte, sehr große Firmen aktuell herausgenommen, dennoch konzentrieren wir uns nach wie vor auf große und liquide Werte. Hier haben wir bessere Informationen, welche Förderkapazitäten vorhanden sind. Die Firmen sind regional diversifiziert, so dass sich Entwicklungen wie aktuell in Südafrika abfedern lassen. Zudem lassen sich Titel mit einer hohen Marktkapitalisierung effizienter kaufen und verkaufen.

Börse Express: Manchmal haben aber gerade kleine Fördergesellschaften vielversprechende neue Projekte. Sind diese nicht interessant für Sie?

Gerhard Mittelbach: Titel solcher Hoffnungswerte können sich natürlich sehr positiv entwickeln, bedeuten aber größere Risiken. Einzelereignisse – etwa ein Wassereinbruch oder ein unerwarteter Rückgang der Förderung – wirken sich sofort extrem auf den Unternehmenswert aus.

Börse Express: Sie empfehlen den PEH Q-Goldmines gegenüber Konkurrenz-Produkten da ...

Gerhard Mittelbach: … wir Chancen und Risiken risikobewusst flexibel und aktiv steuern. Und mit unserer strengen Ausrichtung auf Liquidität bleiben auch große Anlagesummen jederzeit verfügbar.
 

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