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07.12.2012 22:11
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Analysten sehen weiterhin freundliche Markt-Entwicklung

Für die Raiffeisen-Analysten ist es aber fraglich, ob die oftmals im zweistelligen Prozentbereich liegenden Gewinnwachstumserwartungen für so manchen Aktienmarkt aufrechterhalten werden können

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Auch die abgelaufene Woche brachte wieder Zugewinne an den meisten Aktienmärkten mit sich. Insgesamt kann die Stimmung weiterhin als gut eingestuft werden. Dies gilt vor allem für Europa, wo zuletzt etwa der DAX oder auch der Euro STOXX 50 neue Jahreshöchststände markierten. Offensichtlich sind die Marktteilnehmer frohen Mutes, dass die Haushaltsprobleme in den USA in der einen oder anderen Form gelöst werden können, meinen die Analysten von Raiffeisen im aktuellen Marktausblick. Im derzeitigen Umfeld seien es aber sicherlich auch die fallenden Staatsanleiherenditen der Krisenländer, die zur besseren Stimmung beitragen,so die Analysten.

In der kommenden Woche werden noch einige Berichtssaison-Nachzügler (u.a. ThyssenKrupp, Adobe Systems) mit ihren Zahlen aufwarten. Diese sollten aber keinen wirklich marktbewegenden Einfluss haben. Vielmehr würden die anstehenden Konjunkturdaten im Fokus stehen. Das größte Interesse bei den Aktieninvestoren sollten dabei die Schnellschätzungen für die Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone hervorrufen, so die Strategen. Generell gehen die Analysten von Raiffeisen Research für die kommenden Monate von einer weiterhin tendenziell freundlichen Entwicklung aus.

Aber, so die Analysten, bleibe es fraglich, ob die oftmals im zweistelligen Prozentbereich liegenden Gewinnwachstumserwartungen für so manchen Aktienmarkt angesichts des wahrscheinlich anhaltend unterdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums aufrechterhalten werden können. Die Bewertungen sollten laut Analysten auch vor dem Hintergrund weiterer Gewinnrevisionen nicht viel von ihrer Attraktivität einbüßen. Speziell die Bewertungsniveaus der europäischen Aktien könnten im historischen Kontext nach wie vor als günstig bezeichnet werden. Diese werden nach Mei-nung der Analysten mit der Zeit mehr und mehr in den Fokus rücken. Vor allem auch deswegen, da die Renditen der vermeintlich sicheren Staatsanleihen sich weiterhin auf tiefen Niveaus befinden. Bekanntlich gelte dies in gewissem Maße auch für einige Bereiche der Unternehmensanleihen. Bezüglich der fiskalischen Klippe erwarten die Strategen zwar, dass das politische Geplänkel anhalten wird, letztendlich sollte aber ein tragfähiger Kompromiss erreicht werden.
 

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