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04.12.2012 21:19
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Nationalstiftung für Forschung verteilt wieder Mittel an das VC-/PE-Umfeld

Stiftung stellt 2013 voraussichtlich 70,3 Mio. Euro zur Verfügung

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Die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung stellt 2013 voraussichtlich 70,3 Mio. Euro zur Verfügung. Das wäre wieder deutlich mehr als im laufenden Jahr, als die Stiftung nur 48,9 Mio. Euro ausgeschüttet hat. 2010 und 2011 waren es jeweils rund 75 Mio. Euro. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) hat für die Verteilung der Mittel für 2013 nun seine Empfehlung abgegeben. Die Vergabesitzung der Stiftung findet am 18. Dezember statt.

Der RFT empfiehlt, 24 Mio. Euro der Forschungsförderungsgesellschaft FFG für die Programme "Bridge" (20 Mio. Euro; Brückenschlagprogramm zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung) und "Competence Headquarters" (4 Mio. Euro; Stärkung und Ausbau bestehender F&E-Headquarters) zur Verfügung zu stellen. Der Wissenschaftsfonds FWF soll 18,2 Mio. Euro für je zwei neue Spezialforschungsbereiche (7,3 Mio. Euro) und Doktoratskollegs (8,4 Mio. Euro) sowie die Verlängerung laufender Doktoratskollegs erhalten.

Für die Venture-Capital-Initiative der staatlichen Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) sind 10 Mio. Euro vorgesehen. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) soll 8 Mio. Euro bekommen und damit ihre neue Initiative "New Frontiers Groups" finanzieren können. Die Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft (LBG) soll 5,6 Mio. Euro erhalten und damit zwei Institute (Health Technology Assessment und Klinisch-Forensische Bildgebung) verlängern können. Für die Christian-Doppler-Gesellschaft (CDG) empfiehlt der Rat 4,5 Mio. Euro, die damit den Finanzierungsbedarf von sieben CD-Labors abdecken können soll.

Die Nationalstiftung war 2003 gegründet worden, um insbesondere "langfristig verwertbare interdisziplinäre Forschungsmaßnahmen" zu fördern. Dafür sollten nach dem Willen der damaligen Regierung jährlich 125 Mio. Euro ausgeschüttet werden, wobei 75 Mio. Euro von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und 50 Mio. Euro aus dem ERP-Fonds kommen sollten - und zwar aus Zinserträgen der beiden Einrichtungen. Diese Summen wurden in den ersten Jahren auch tatsächlich erreicht, doch seit 2007 hat die Zinsentwicklung diesen Vorgaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. 2009 wurde mit knapp 37 Mio. Euro der Tiefststand der Zuwendungen erreicht.

 
(APA)
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