Die RCB erhöht das Kursziel für die
Erste Group auf 24 Euro (nach 17,5 Euro), ändert die Empfehlung aber auf Hold (zuvor: Buy), nachdem die Bankaktie im zweiten Halbjahr um mehr als 50% zugelegt hat.
Das höhere Kursziel begründet Analyst
Stefan Maxian mit einem verbesserten Ausblick, dem verringerten systemischen Risiko infolge der Notenbankaktionen und dem Ende des Aktienüberhangs, nachdem die Erste Stiftung Anfang Oktober 14 Mio. Aktien der Bank verkauft hat.
Die Erste bleibe eine Wette auf eine Verringerung der Risikokosten. Sinken diese von 145 Basispunkten in 2012 auf 106 Bp in 2013, sollte das einen Vorsteuereffekt von 480 Mio. Euro zur Folge haben. Die Konsensus-Schätzungen für 2013 (Nettogewinn von 1,024 Mrd. Euro versus RCB-Schätzung von 925 Mio. Euro) und für 2014 (Konsensus 1,255 Mrd. Euro versus RCB 1,135 Mrd. Euro) sieht
Maxian dennoch skeptisch, weil etliche Analysten die Effekte der Banksteuern in Österreich, Ungarn und der Slowakei unterschätzen könnten.
Die Bank sollte in der Lage sein, genügend Kapital zu erwirtschaften, um das PS-Kapital zurückzuzahlen und dennoch die Basel III Ziele zu erfüllen. "Daher ist es fair, dass der Markt eine Kapitalerhöhung für die Tilgung des PS-Kapitals ausgepreist hat. In Zusammenhang mit der Kapitalgenerierungskraft der Bank sehen wir daher weiteres Potenzial für eine Neubewertung und erwarten, dass der tangible Buchwert je Aktie von 21,8 Euro auf 24,2 Euro bis Ende 2013 steigt. Dennoch, um das Multiple von 1x beim Kurs/tangibler Buchwert überspringen zu können, müsste der Return on Tangible Equity über den Eigenkapitalkosten liegen. Und das wird nicht vor 2014 der Fall sein", schreibt Maxian. (bs)