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03.12.2012 07:29
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Flaute bei Fusionen und Übernahmen in Deutschland setzt sich 2013 fort

Eine Belebung des M&A-Marktes ist weiter nicht in Sicht

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Der ZEW-ZEPHYR M&A Index für Deutschland bewegt sich derzeit wie schon seit Anfang 2011 bei rund 60 Punkten. Auf diesem Niveau werden die M&A Aktivitäten bis zur Jahresmitte 2013 weiter verharren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Prognose des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Vom Ausgangswert des M&A Index Deutschland von 100 Punkten im Jahr 2000 ist das derzeitige Niveau weit entfernt.

Auf Grundlage der Zephyr-Datenbank von Bureau van Dijk (BvD) berechnet das ZEW regelmäßig den M&A-Index für Deutschland und prognostiziert dessen weiteren Verlauf bis Juli 2013. Aktuell steht der ZEW-ZEPHYR M&A Index Deutschland bei rund 60 Punkten. Zwar wurde mit 87 Punkten im Jänner 2012 der zwischenzeitlich höchste monatliche Wert seit März 2010 erzielt. Dieser Ausreißer hatte jedoch keinen Bestand. Auch der gleitende Zwölf-Monats-Durchschnitt des Indikators befindet sich seit Februar 2011 unverändert im Bereich der 60-Punkte-Marke. Damit setzt sich die Anfang 2011 eingetretene Bodenbildung bei den M&A Aktivitäten fort.

Die Prognose für die kommenden Monate ist ebenfalls ernüchternd. Die aktuelle Vorhersage geht von einer weiterhin anhaltenden Seitwärtsbewegung im Bereich der 60-Punkte-Marke aus. Im kommenden Jahr ist dabei mit Indikatorwerten zu rechnen, die sich eher unter als über dieser Marke befinden werden. Begründen lässt sich die prognostizierte schwache Entwicklung des Indikators zum einen durch den in die Vorhersage einfließenden OECD-Frühindikator der konjunkturellen Entwicklung (CLI). Er weist im Juni 2012 den niedrigsten Wert für Deutschland seit Oktober 2009 auf. Zum anderen hat sich die Anzahl an Gerüchten zu bevorstehenden M&A Transaktionen, welche sich als guter Indikator für zukünftig realisierte Transaktionen bewährt haben, im ersten Halbjahr 2012 nicht bedeutend verändert. Eine positive Trendwende des M&A Indikators ist daher bis Mitte 2013 nicht zu erwarten.

Dass die Unternehmen mit Zukäufen und Übernahmen nach wie vor zögern, liegt einerseits an den weltwirtschaftlichen Unsicherheiten in Folge der nach wie vor ungelösten Schuldenkrise. Andererseits steht auch die eingeschränkte Finanzierungsbereitschaft der Banken infolge höherer Kapitalanforderungen einer Belebung des M&A Marktes entgegen. Daran scheinen auch die langfristig günstigen Zinssätze in Deutschland nichts zu ändern, die eigentlich lukrative Rahmenbedingungen für Fusionen und Übernahmen bieten.

„Auch die M&A-Praxis geht nicht von einer kurzfristigen Trendwende in Deutschland aus“, stellt Mark Schwerzel, International Director Bureau van Dijk, fest. „Dagegen werden von M&A- und Investment-Kunden manch anderer Länder die Aussichten durchaus positiver beurteilt. Speziell in Russland wird im kommenden Jahr sogar eine deutliche Zunahme der Aktivitäten erwartet.“

 

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