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03.12.2012 07:00
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Die Sorgen verlieren an Schärfe

Termine der Woche - Griechenland, Fiskalkliff und Konjunktur. Es läuft nicht rund, aber es läuft

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Nun hat also auch Wien die Berichtssaison zum Q3 hinter sich gelassen. Zu Wochenschluss präsentierte noch Strabag ihre Zahlen. Ein Ergebnis, das unter den Erwartungen lag, was aber nicht typisch für die heimische Berichtssaison war. Von der Unternehmensfront darf man sich, mangels Angebot, in den kommenden Tagen keine Impulse für das Börsegeschehen erwarten. Vielmehr zeigte sich, dass nun das Makrogeschehen wieder mehr und mehr Beachtung findet. Eine Beachtung, die sich bereits auszahlte und etwa Wiens Leitindex ATX auf immer neue Jahreshochs hievte. Auslöser gab es mehrere - und das Gute ist, diese Auslöser haben kein so rasches Ablaufdatum: Der Ausgang des jüngsten Treffens der Geldgeber Griechenlands wurde/wird positiv beurteilt - solange keine Meldungen kommen, dass der Versuch auf keine Resonanz stiess, die Schulden des Landes durch den Ankauf bestehender Staatsanleihen unter Nominale zu reduzieren. Das wiederum wäre das Aus für weitere IWF-Gelder, Griechenland bleibt also Thema. In einigen Parlamenten stehen zudem Abstimmungen über das neue Hilfspaket für Athen an. So etwas wie ein Downgrade für den Eurorettungsschirm ESM durch Moody's sollte mittlerweile auch an Durchschlagskraft auf die Märkte eingebüsst haben - wirklich überraschend kommt es ja nicht. Auch die reinen Konjunkturdaten verloren zuletzt an Zähnen, da die Märkte durch miserable Vorlaufindikatoren bereits vorgewarnt waren. Ausserdem gibt es hier immer öfter positive Überraschungen. Und last but not least vermitteln Republikaner und Demokraten den Eindruck, das Fiskalkliff auch wirklich umschiffen zu wollen, und nicht daran zu zerschellen. Der US-Haushalt wird uns jedenfalls weiter begleiten. Wie auch eine andere Sorge der Märkte - der US-Abeitsmarkt. Auf den grossen November-Report zu Wochenschluss stimmt zur -mitte der ADP-Bericht ein. Und aus allen grossen Wirtschaftsräumen gibt es die November-Einkaufsmanagerindizes. Von den USA über China bis nach Europa sollte die Zeit der Rückgänge hinter uns liegen.

Die EZB wird voraussichtlich bei den Zinsen nichts tun, aber es interessieren die neuen Prognosen zur BIP- und Inflationsentwicklung. Montag, 3. Dezember Konjunktur Europa Schweden PMI-Umfrage Italien PMI Verarb. Gew. Nov. Frankreich PMI Verarb. Gew. Nov.* Deutschland PMI Verarb. Gew. Nov.* Eurozone PMI Verarb. Gew. Nov.* Grossbrit. PMI Verarb. Gew. Nov.* Italien Haushaltssaldo Nov. Italien Kfz-Neuzulassungen Nov. Konjunktur USA PMI Verarb. Gewerbe Nov. Bauinvestitionen Okt. Gesamtabsatz Kfz Nov. Konjunktur Sonstige China PMI Dienstleistungen Nov. China HSBC PMI Verarb. Gew. Nov. Dienstag, 4. Dezember Unternehmen Europa Elektra, Tui Travel Unternehmen USA AutoZone, Big Lots Konjunktur Europa Euroraum PPI Okt. Konjunktur USA ISM New York Nov. Mittwoch, 5. Dezember Unternehmen Österreich Zumtobel Q2 Porr ao HV, 10.00 Uhr, 1100 Wien, Absberggasse 47, grosser Sitzungssaal (20. Stock) Unternehmen Europa Sage Group, Stagecoach Unternehmen USA Brown-Forman, SAIC Konjunktur Europa Finnland BIP Q3 Schweiz PMI Dienstleistungen Nov. Spanien Industrieproduktion Okt. Spanien PMI Dienstleist. Nov. Italien PMI Dienstleist. Nov. Grossbritannien PMI Dienstleist. Nov. Frankreich PMI Dienstleist. Nov.* Deutschland PMI Dienstleist. Nov.* Eurozone PMI Dienstleist. Nov.* Eurozone EH-Umsatz Okt. Ungarn Minutes der Zentralbank Belgien BIP Q3* Polen Bekanntgabe Kreditzinsen Konjunktur USA ADP Beschäftigungsreport Nov. Auftragseingang Industrie Okt. ISM Dienstleistungen Nov. Konjunktur Sonstige China HSBC PMI Dienstl. Nov. Donnerstag, 6. Dezember Unternehmen Europa DS Smith Unternehmen USA H&R Block, CareFusion Konjunktur Europa Frankreich Arbeitslosenrate Q3 Ungarn Handelsbilanz Okt. Rumänien BIP Q3 Niederlande VPI Nov. Grossbritannien Handelsbilanz Okt. Euroraum BIP Q3 Deutschl. Auftragseing. Industrie Okt. Grossbrit. BoE-Zinsentscheid EZB Zinsentscheid Griechenland Arbeitslosenquote Nov. Konjunktur USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Freitag, 7. Dezember Unternehmen Österreich Miba Q3 Unternehmen Europa Berkeley Group Konjunktur Europa Frankreich Handelsbilanz Okt. Tschechien BIP Q3* Ungarn Industrieprod. Okt. Ungarn BIP Q3* Niederlande Ind.Produktion Okt. Konjunktur USA Uni Michigan Verbrauchervertr. Dez. Arbeitsmarktbericht Nov.

*Folgeschätzung, Quelle: Wr. Börse, BE, Bloomberg
 
gill
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garein
718 Postings
seit 2007-08-06
> Analysten2015-07-29 15:30:02


Wie man weiß kommt das Wort von "Anal" und "List". Sie sind die eunuchen der Wirtschaft, denn sie wissen wie's geht. Theoretisch.
Wären sie so gut, wie sie sagen, könnten sie ja ihre eigenen Gewinne voraussagen und jeder dieser zampanos wäre Milliardär.
In Wahrheit muss sich jeder selbst ein Bild machen. Die Aussagen der Analysten sagen nämlich nur, ob ihr jeweiliger Arbeitgeber selbst in der "analysierten" Aktie long oder short ist. Sonst gar nichts.
diese Leute glauben darüber hinaus auch, irgendwas beeinflussen zu können. Ab und an treffen sie natürlich auf einen CEO, der wegen seiner Aktienkurs-abhängigen Boni in Millionenhöhe bei ihnen Speichel leckt und deren Ideen umsetzt oder umgekehrt benutzt er das Sprachrohr dieser Gesellen, um seine eigenen Ideen zu untermauern.
Das ist Alles, was an den Anal-ysten dran ist.

vaudreuil
133 Postings
seit 2014-10-09
>> Analysten2015-07-29 22:27:00


Ich gebe dir ja hundertprozentig recht.
Würde aber trotzdem gerne wissen,
welche spezielle Analyse dich
zu dieser Stellungnahme bewogen hat.

Sibelius
282 Postings
seit 2014-10-03
>> Analysten2015-07-29 22:34:06


Die ganzen Analysen sind schon deshalb wertlos, weil sich keiner auf einen Zeitpunkt festlegt. Ich würde da erst ein Ohrwaschl rühren, wenn da mal dazu stehen würde - Aktie Xyz in 4 Wochen auf Kurs xx,xx. Sonst volle Zustimmung.

Sibelius
282 Postings
seit 2014-10-03
>>> Analysten2015-08-04 20:58:19


Ein kleines aktuelles Beispiel:

03.08.15 | 15:33
Erste Group: Von Plus bis Minus ist alles dabei


boerse-express:

Mediobanca bestätigt für die Erste Group die Empfehlung Neutral. Das Kursziel bleibt bei 29,0 Euro. JPMorgan bleibt beim Übergewichten, und dem Kursziel 38 Euro. Und J&T Banka bleibt beim Verkaufen und dem Kursziel 25 Euro.

Die haben eventuell alle total recht - nur wann?

25...38 ist ja der Hammer.

Also was jetzt: Kaufen, Verkaufen oder halten, wenn man hat?



* Am Erscheinungstag des Artikels werden bei Artikelabruf die von der Wiener Börse übermittelten Kurse real-time angezeigt. Alle anderen Kursinformationsquellen auf www.boerse-express.com (Archiv-Artikel, Charts, Matrix, Kurslisten) weisen die übliche Verzögerung von rund 15 Minuten auf. Alle Kursangaben ohne Gewähr.
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. ISIN AT0000999982

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