Noch rechtzeitig vor Beginn der Adventzeit steigt der
ATX auf ein neues Jahreshoch. Einige Wünsche sind somit wohl schon vorzeitig in Erfüllung gegangen, meinen die Analysten der
Erste Group im aktuellen Equity Weekly.
Zu den Top- und Flop-Movern: Hauptverantwortlich für den Anstieg im ATX waren Erste Group (+6,5%) und
Andritz (+5,9%), die aufgrund ihrer hohen Gewichtung für fast die Hälfte des Indexanstiegs sorgten. Wochengewinner waren im Übrigen die Aktien von SBO (+10,6%),
CA Immo (+8,3%) und
Verbund (+6,9%). Für letztere erwarten wir in der nächsten Woche positiven Newsflow bezüglich Asset Swap mit der E.ON.
Weniger positiv aufgenommen wurden die Q3 Zahlen der Raiffeisen Bank Int., die als einziger ATX Wert in dieser Woche einen Kursrückgang (-1,8%) verzeichnete und somit auch das positive Sentiment im europäischen Bankensektor nicht zu nutzen wusste. Die Zahlen von
Vienna Insurance Group und Uniqa konnten überzeugen, beide Aktien legten auf Wochensicht zu (+4,1% bzw. +3,6%). Versicherungen profitieren aktuell auch allgemein vom positiven Momentum der Branche, das wohl auch mit der wahrscheinlichen Verschiebung von Solvency 2 zusammenhängen dürfte, erklären die Analysten. Die Uniqa Aktie sehen die Analysten übrigens zum ersten Mal seit fast vier Jahren positiv.
Für die nächste Woche sind Erste Group Analysten – was die weitere Entwicklung der ATX anbelangt – zuversichtlich. Mit den Q2 Ergebnissen der
Zumtobel werde die Berichtssaison langsam ausklingen. Impulse erwarten sie von den internationalen Märkten bzw. der Makroseite. Für den ATX ist der Dezember ein traditionell starker Monat, wissen die Experten. In den letzten 10 Jahren konnten mit einer Ausnahme (2008) immer Kursgewinne verzeichnet werden, im Schnitt stieg der ATX im letzten Monat des Jahres um 4,3%. Auf den jetzigen Kurs von rund 2.300 Punkten bezogen, bedeuteten das dann rund 2.400 Punkte, und das wäre dann wohl ein mehr als versöhnlicher Jahresausklang.