„Für Anleger wird es jetzt wirklich interessant", sagte kürzlich direktanlage.at-Berater Martin Hüfner. Denn: „Seit Juli haben die spanischen Börsen schon um 29 Prozent zugelegt, die italienischen um 22, die griechischen um 40 Prozent - Deutschland dagegen nur um 12 Prozent. Sie haben damit aber bei weitem noch nicht das Niveau von vor der Krise erreicht.“
Das gilt für Österreichs Aktienmarkt aber erst recht. Der hiesige Leitindex
ATX liegt seit Jahresbeginn 15 Prozent im Plus - aber ebenfalls noch weit unter dem Vorkrisenniveau - hier sind es 55 Prozent. Hüfner begründet seine Stimmung pro Krisenländer übrigens damit, dass diese viele positive Massnahmen getroffen haben: „Die Haushaltsdefizite sind spürbar gesenkt worden. Auf den Arbeits- und Gütermärkten wurden wichtige Reformen in Angriff genommen. Als Folge davon ist die Wettbewerbsfähigkeit gestiegen. Die Leistungsbilanzdefizite sind zurückgegangen."
Passend dazu der aktuelle State Street Investor Confidence Index (ICI) für November, der das weltweite Anlegervertrauen misst. Der Index beendete seinen zuvor gesehene Talfahrt und stagnierte bei 81,2 Punkten (der ICI ist keine Umfrage, sondern spiegelt die tatsächliche getätigten Käufe und Verkäufe von Aktien durch Institutionelle wider. Ein Indexwert von 100 signalisiert ein neutrales Interesse der Investoren an Aktien, Werte darüber zeigen einen grösseren, Werte darunter einen niedrigeren Risikoappetit).
„Das Anlegervertrauen ist weltweit nach wie vor recht schwach, was sich daran zeigt, dass institutionelle Anleger weiterhin aus Aktien in festverzinsliche Instrumente umschichten“, kommentiert Harvard-Professor und Studienmitautor Kenneth Froot das Ergebnis.
Hinter den Zahlen zeigt sich die Diskrepanz zwischen dem Anlegervertrauen in Europa und auf der anderen Seite des Atlantiks: Der ICI für Europa konnte etwa die Hälfte des im Vormonat verzeichneten Verlustes wieder wettmachen und stieg um 5,0 auf 99,9 Punkte. Das Vertrauen der Anleger in Nordamerika sank dagegen um 6,3 auf ein Rekordtief von 72,3 Punkte.
Na denn, widmen wir uns Teil 3 unserer monatlichen Chartserie zu bzw. über die ATX-Titel. Diesmal geht es speziell um die stahlnahe Industrie. Warum? „Im November ist der Bank Austria EinkaufsManagerIndex unerwartet stark gestiegen. Mit 49,3 Punkten erreicht der Indikator den besten Wert seit Juni und liegt nur noch knapp unter der neutralen Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird“, sagt Bank Austria Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer. Die Talfahrt der heimischen Industrie hat also ein Ende, der Konjunkturtiefpunkt ist offenbar überwunden.
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http://bit.ly/TvTazrTeil 1 mit
Raiffeisen Bank International und der
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Teil 2 mit
EVN, SBO und
Verbund gibt es unter
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