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Europa ist mit seiner Staatsschuldenkrise nach Auffassung der Deutschen Bank noch nicht über den Berg, auch wenn es Hoffnungszeichen gibt. "Wir sind noch mitten in der Krise. Wir sind noch nicht durch", sagte der Co-Chef der Bank, Jürgen Fitschen, bei einem gemeinsamen Auftritt mit seinem Kollegen Anshu Jainbei einer von der "Süddeutschen Zeitung" organisierten Wirtschaftskonferenz in Berlin. Allerdings seien in jüngster Zeit von den Politikern des Kontinents wichtige Entscheidungen getroffen worden. Sie darauf hoffen, dass die Krise Schritt für Schritt überwunden werde.
Die Deutsche Bank selbst sehen ihre beiden Chefs mit ihrem relativ niedrigen Aktienkursniveau ein Stück weit als Opfer der Staatsschuldenkrise. Sein Haus und dessen Bewertung an den Märkten seien eng mit der Lage in Europa verbunden. Das bedeute aber auch, dass Fortschritte bei der Bekämpfung der Krise auch der Deutschen Bank zugutekämen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir bald davon profitieren werden", sagte Fitschen. "Wir profitieren davon, wenn Europa aus dieser Lage herauskommt".
Fitschen kritisierte, Europa sende unscharfe und unterschiedliche Signale an die internationalen Partner und die Märkte. Wünschenswert wäre, wenn eine klare und glaubwürdige Sichtweise aus Europa vermittelt würde. "In dem Moment, wenn die richtigen Signale gegeben werden, wird der Markt positiv reagieren". Jain betonte, die Bank sei grundsätzlich auf alle Eventualitäten nicht nur in Europa eingestellt und reaktionsfähig. Noch seien die Europäer nicht optimal aufgestellt und hätten schmerzhafte Anpassungen vor sich. "Es gibt immer noch Risiken", sagte Jain.
(APA/Reuters)
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