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Die früheren Dividendenstars werden dieser Tage reihenweise entzaubert - zuerst die Telekoms, die Ausschüttungen kürzen oder ausfallen lassen (die Telekom Austria stutzte zuletzt bekanntlich zwei Mal zurück), jetzt die Versorger - zumindest wird die Gewinnwarnung der E.ON und die Nichterwähnung der Dividendenuntergrenze für 2013 von etlichen so gedeutet.
Bei beiden handelt es sich um Branchen, die von früheren Wachstumsstories weit entfernt sind, die mit staatlichen Eingriffen zu kämpfen haben (Förderung der erneuerbaren Energien, Windfall Taxes, etc. bei den Versorgern; Vorschriften für Roaming-, Terminierungsentgelte, Wettbewerb im Fall der Telekoms), bestenfalls stagnierende Einkünfte haben und vor Milliardeninvestitionen stehen. Woher dann noch das Geld für satte Dividenden nehmen? Die UBS-Analysten sehen die Zukunft für die europäische Versorger-Branche überhaupt ziemlich düster. Sie erwarten, dass zwischen 2011 und 2020 in Europa rund 160 GW an erneuerbaren Energien hinzukommen, das entspricht in etwa dem gesamten deutschen Stromerzeugungsmarkt. Ein gleichzeitiger Rückgang in der Nachfrage (vor allem aufgrund der Energieeffizienz) habe das Zeug, die Hälfte des EBITDA in der Stromerzeugung am Kontinent auszuradieren. Will man es nicht so dramatisch sehen, bleibt die Hoffnung, dass es den Unternehmen durch die Dividendenkürzungen gelingt, dem Schrumpfungsprozess zu entkommen.
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