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11.11.2012 07:02
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Korrektur bietet Chancen

Für steigende Aktienkurse in den kommenden Monaten spreche die insgesamt moderate Bewertung, so ein Experte
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In der neuen Woche dürfte der deutsche Aktienmarkt angesichts der langsam abflauenden Berichtssaison wieder verstärkt von konjunkturellen Faktoren und der schwelenden Eurokrise bestimmt werden. Nachdem die erhoffte Rally nach der US-Präsidentschaftswahl ausgeblieben sei, seien vor dem Hintergrund der in den USA drohenden 'fiskalischen Klippe' und schwacher Konjunkturdaten aus dem Euroraum die Wachstumszweifel wieder auf dem Vormarsch, kommentierte Analyst Markus Reinwand von der Helaba. Aufgrund der relativen Attraktivität von Aktien sieht er in der Korrektur aber Chancen für mittelfristig orientierte Anleger.

'Für steigende Aktienkurse in den kommenden Monaten spricht zudem die insgesamt moderate Bewertung. So erscheinen gerade deutsche und europäische Dividendentitel gemessen an der eigenen Historie wie auch im Vergleich zu den gängigen Anlagealternativen günstig. Bei wieder nachlassenden Wachstumszweifeln besteht bei Aktien weiteres Aufwärtspotenzial, zumal die Anleger noch vergleichsweise vorsichtig positioniert sind', erläuterte Reinwand.

Die Experten der DZ Bank registrieren aus konjunktureller Sicht derzeit in vielen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt eine leichte Besserung und sehen deshalb für Aktien im Jahr 2013 weiteres moderates Kurspotenzial. Bis Ende 2012 rechnen sie angesichts der in diesem Jahr bereits erreichten Aktienentwicklung jedoch mit einer Konsolidierung. Die Stimmung könnte vor allem von der 'fiskalischen Klippe' - dem automatischen Wegfall von Steuererleichterungen und in Kraft tretender Verschuldungsobergrenzen in den USA - getrübt werden, sollte der US-Kongress bis Ende 2012 keinen parteiübergreifenden Kompromiss finden.

Auch die Analysten der Landesbank Berlin (LBB) sehen im 'fiscal cliff' einen gewichtigen Belastungsfaktor für die Aktienmärkte in den verbleibenden Wochen. Solange sich die beiden Kongressparteien auf kein neues US-Budget geeinigt haben, dürften Unsicherheit und Volatilität hoch bleiben. Dessen ungeachtet zeige sich die US-Wirtschaft trotz negativer Nachrichten aus Europa sehr widerstandsfähig, wie die neuesten Arbeitsmarktdaten dokumentierten. Der zweite wichtige Themenkomplex sei die Eurokrise mit dem Fokus auf Griechenland und Spanien. Das griechische Parlament habe zwar das neue Sparprogramm gebilligt, die EU-Finanzminister hätten aber offenbar keine Eile, um über neue Hilfsgelder für die Hellenen zu entscheiden. Die massiven Proteste der griechischen Bevölkerung gegen die Sparpolitik verdeutlichten zudem, dass die Wahrscheinlichkeit eines Euro-Austritts Griechenlands nicht kleiner geworden sei. Auch ein erneuter Schuldenschnitt scheine kaum vermeidbar zu sein.

'Gepaart mit der Hängepartie um einen spanischen Hilfsantrag sowie die im Frühjahr anstehenden Wahlen in Italien bleibt die Schuldenkrise eine nicht zu unterschätzende Belastungsgröße für die heimischen Börsen', konstatierten die LBB-Fachleute. Und die langsam auslaufende Berichtssaison der großen deutschen Unternehmen falle in den kommenden Wochen als Stabilisator weg. Dennoch glauben sie, dass ein Großteil der Korrektur bereits Vergangenheit sei und rechnen in den kommenden Wochen mit einer Kurserholung am Aktienmarkt. Aus Konjunktursicht sei es an der Zeit, so Helaba-Analyst Markus Reinwand, dass sich die Stimmung in Deutschland und der Eurozone wieder aufhelle. Erste Lichtblicke hätten die bereits wieder nach oben drehenden sentix-Konjunkturerwartungen geliefert. Daher dürfte auch der in der Berichtswoche anstehende ZEW-Indikator besondere Beachtung finden. In der Vergangenheit hätten beide Indikatoren häufig frühzeitig konjunkturelle Wendepunkte angekündigt. In Deutschland dürften auch die Auftragseingänge am Dienstag und die Industrieproduktion am Mittwoch verstärkt Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zudem stehen in der Berichtswoche die Schnellschätzungen für das BIP-Wachstum Deutschlands, Frankreichs und Italiens auf der Agenda. Für den gesamten Euroraum rechne er mit einem BIP-Anstieg von 0,2 Prozent zum Vorquartal.

In den USA stehen neben einigen Preisdaten mit dem Empire State Index und dem Philadelphia Fed Index zwei regionale Einkaufsmanagerindizes für November zur Veröffentlichung an.
 
(dpa-afx)
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