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12.07.2012 17:23
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Solvency II für Versicherer soll spätestens 2014 starten

Eiopa-Chef: Entscheidungen, wonach Versicherer Rückstellungen für Positionen in Staatsanleihen bilden müssen, sollten nicht umgehend getroffen
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Der Leiter der europäischen Versicherungsaufsicht hat sich für die Einführung von neuen risikobezogenen Vorschriften bis Anfang 2014 ausgesprochen. Das sei notwendig, damit Allianz, Axa und andere europäische Versicherer deren Umsetzung planen könnten.

Das “sollte definitiv der Startpunkt für Solvency II sein,” sagte Gabriel Bernardino, der Vorsitzende der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa), in einem Interview in Frankfurt. “Versicherer und Aufsichtsbehörden müssen Sicherheit über das Regelwerk haben.”

Die Europäische Kommission hatte ursprünglich geplant, die Vorschriften von Solvency II (Solvabilität II) ab nächstem Jahr einzuführen. Verzögerungen bei der Genehmigung durch das Europäische Parlament machen eine Einführung vor 2014 weniger wahrscheinlich. Es werde Übergangsphasen in Bereichen wie langfristige Lebensversicherungsgarantien, Aktienrisiken und Hybridkapital geben, sagt Bernardino.

Solvency II sollte im nächsten Jahr eingeführt werden mit einer Übergangsphase von drei bis fünf Jahren, in der die Versicherungen gemäss den neuen Vorschriften berichten würden, jedoch die Aufsicht unter den alten Rahmenbedingungen stattfinden würde, sagte Jörg Schneider, Finanzvorstand beim weltgrössten Rückversicherer Munich Re, gegenüber der Financial Times Deutschland in dieser Woche.

Jegliche Entscheidung, die geplanten Vorschriften dahingehend anzupassen, dass Versicherer Rückstellungen für Positionen in Staatsanleihen aus europäischen Ländern wie Griechenland bilden müssen, sollte nicht umgehend getroffen werden und müsse für alle Finanzinstitute gelten, sagte Bernardino.

“Das würde nur mehr Instabilität schaffen, da Versicherungen wichtige Investoren in Staatsanleihen sind”, erläuterte Bernardino. “Solvency II spiegelt bereits die unterschiedlichen Ansichten zu Staatsanleiherisiken wider, da die Aktivabewertung vollständig auf Marktpreisen basiert. Das gibt es nicht bei den Bankenvorschriften.”

Pacific Investment Management Co., die den weltgrössten Anleihefonds verwaltet, hat in diesem Monat gefordert, dass Solvency II Staatsanleiherisiken besser widerspiegeln solle und schlug vor, dafür Anleiheratings zu verwenden. Die Abschreibungen bei griechischen Bonds “waren der letzte Beweis, dass die Null-Kapital-Vorschrift angepasst werden muss”, sagte Pimco, eine Tochtergesellschaft der Allianz, des grössten europäischen Versicherungskonzerns.

“Wir müssen diskutieren, wie wir Risikoaufschläge auf Staatsanleihen messen”, erläuterte Bernardino. “Wir wollen die Abhängigkeit von Ratings senken. Eine Alternative wäre es, mit Risikokonzentrationen bei Staatsanleihe-Positionen zu arbeiten.”

Um den Übergang zu erleichtern, erwägt die EU die Einführung von neuen Kapitalvorschriften für bestehende Lebensversicherungsverträge über einen Zeitraum von sieben Jahren nach einem Vorschlag des deutschen EU-Abgeordneten Burkhard Balz. “Wir müssen den Unternehmen Zeit geben, sich an die neuen Regeln anzupassen, und müssen aufsichtsrechtliche Störungen vermeiden”, erklärte Bernardino und verwies darauf, dass die Kunden langfristige Garantieprodukte wollen.

Die europäischen Pensionsfonds müssten auch unter eine vereinfachte Version von Solvency II gebracht werden, sagte Bernardino. “Wir müssen uns in Richtung einer risikobasierten Erfassung der Pensionsfondsrisiken bewegen, können aber nicht einfach Solvency II kopieren,” sagte er. “Veränderungen dürften innerhalb eines anderen Zeitrahmens erfolgen und die Verhältnismässigkeit wird ein fundamentaler Faktor sein, der zu berücksichtigen ist.”

(Bloomberg)
 

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markusma2
heta2016-05-18 10:00:50
673 Postings

seit 2008-04-23

kann es sein dass die vig morgen einen 65 mio euro geldregen bekommt?

anstatt 25 mio 45 mio für vorrangige bonds?
anstatt 0 mio 45 mio für nachrangige bonds?

oder wird es nur ein 20 mio geldregen für die vorrangigen bonds?

falls ja müsste dies doch ein kleines kursfeuerwerk veranlassen oder?

markusma2
673 Postings
seit 2008-04-23
> heta2016-05-18 10:11:37


ok also anders 75 % für vorrangige und 30 % für nachrangige.

Die Vig hat 50 % für vorrangige und 0 % für nachrangige in den büchern. Wert jeweils 50 mio euro.

Daher hat die vig jetzt anstatt 25 von 100 Mio eine Sicherheit von 52,5 von 100 Mio.

Ergo dank Schelling 27,5 Mio. heute verdient.

Sehe ich das richtig?

markusma2
673 Postings
seit 2008-04-23
>> heta2016-05-18 10:13:25


Die Nullzinsanleihe kann übrigens auch bei der EZB deponiert werden, um Cash dafür zu erhalten. Dieser "Sweetener" hat den Sinn, das Angebot aufzubessern. Man zahlt 75 für eine Nominale von 100 und bekommt die 100 nach 13,5 Jahren zurück. Dadurch erhöht sich die Quote von 75 auf ca 90 Prozent. Das will Munsberg aber nicht bestätigen, weil das von der Zinsentwicklung abhängt.

und im best case sinds noch 7,5 Mio Euro mehr.

daher theoretisch heute 35 Mio. verdient.




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